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  • Brandschutz Kritik bei Verbandstreffen - Bei Jugendfeuerwehr klappt's

    Westerwaldkreis: Haben die Feuerwehren ein Problem mit Frauen?

    Westerwaldkreis. Auch im Westerwaldkreis soll es noch Feuerwehren geben, die partout keine Frauen in ihren Reihen aufnehmen wollen. Und wenn doch welche als aktive Brandschützer im Einsatz sind, haben sie es längst nicht immer leicht und müssen sich mit fehlenden Umkleideräumen und/oder ihnen gegenüber nicht immer freundlichen Kameraden auseinandersetzen. Diese provokanten Feststellungen äußerte die Westerburger Feuerwehrfrau Svenja Thomsen bei der Jahresversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Westerwald in Herschbach/Oww..

    Auch wer einfach mal so in den Saal blickte, konnte feststellen: Die Westerwälder Feuerwehren sind offenkundig eine Männergesellschaft. Unter den Delegierten waren nur ganz wenige Frauen zu entdecken. In den Reihen der Führungskräfte sind sie zudem ebenfalls praktisch nicht vertreten.

    Thomsen hatte über Facebook eine kleine Umfrage unter in der Feuerwehr aktiven Frauen gestartet, die zwar nicht nur von Westerwälderinnen beantwortet wurde, aber eben auch von diesen. In den Antworten wurde deutlich, dass es mit und für Mädchen in der Jugendfeuerwehr offenbar wenig Probleme gibt. Dazu passen auch die zahlen, die Kreisjugendfeuerwehrwart Thomas Krekel nannte: In 70 von insgesamt 95 Jugendfeuerwehren (von denen immerhin 34 Nachwuchssorgen haben) im Kreis, die insgesamt 1011 Mitglieder haben, sind auch Mädchen aktiv. Bei den Feuerwehren, die Jugendfeuerwehren mit weiblichen Mitgliedern haben, gäbe es auch keine Probleme beim Wechsel in die Erwachsenenwehr, sagte Krekel.

    Schon das scheint andernorts ein Problem zu sein, machte Svenja Thomsen deutlich. Und wenn dann die Frauen in die Löschzüge kommen, fühle sich oft keiner für sie zuständig, bedauerte die Feuerwehrfrau. Niemand nehme sie an die Hand, oder es werde den Mädchen und Frauen einfach nichts zugetraut. „Lass das mal die Kerle machen“, sei ein zu oft gehörter Spruch. Und wenn dann mal was bei den Feuerwehrfrauen schiefgeht, heiße es: „Ich habe es ja gleich gesagt.“ Ein besonderes Problem seien die für Frauen oft fehlenden separaten Umkleideräume in den Gerätehäusern. Ein Problem, das es auch im Westerwald wohl noch oft genug gibt, wie Feuerwehrmänner nach der Versammlung bestätigten. Daran wird aber an vielen Stellen gearbeitet, hieß es. Doch bis es soweit sei, müssten sich die Frauen noch oft genug blöde Sprüche anhören, bedauert Svenja Thomsen. Ihre Facebook-Umfrage habe ergeben, dass diese nicht selten unter die Gürtellinie gingen oder sexistisch seien.

    Die Westerburger Feuerwehrfrau appellierte an ihre Kameraden, vor den Problemen nicht die Augen zu verschließen und nicht immer nur die ganze Feuerwehr zu sehen, sondern jedes einzelne Mitglied. Ihren besonderen Dank richtete sie an die Westerwälder Wehren, die auch in den Frauen vollwertige Feuerwehrleute sehen.

    Von unserem Redaktionsleiter Markus Müller

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