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    SeltersWald soll Stürmen künftig besser widerstehen

    In der Verbandsgemeinde Selters werden innerhalb der nächsten drei Jahre rund 150 Hektar Waldfläche neu bepflanzt. Die derzeit noch kahlen Stellen im Forst sind die Folge mehrerer schwerer Stürme. Bei insgesamt drei Orkanen fielen in den Jahren 2007 bis 2010 etliche Bäume durch Windwurf. Alleine nach Xynthia mussten in den Revieren Selters, Herschbach und Maxsain circa 80.000 Festmeter Holz aufgearbeitet werden.

    Im Wald bei Maxsain werden neue Bäume gepflanzt. Große Kahlflächen sind durch die Stürme der vergangenen Jahre entstanden.
    Im Wald bei Maxsain werden neue Bäume gepflanzt. Große Kahlflächen sind durch die Stürme der vergangenen Jahre entstanden.
    Foto: Thorsten Ferdinand

    Selters - In der Verbandsgemeinde Selters werden innerhalb der nächsten drei Jahre rund 150 Hektar Waldfläche neu bepflanzt. Die derzeit noch kahlen Stellen im Forst sind die Folge mehrerer schwerer Stürme. Bei insgesamt drei Orkanen fielen in den Jahren 2007 bis 2010 etliche Bäume durch Windwurf. Alleine nach Xynthia mussten in den Revieren Selters, Herschbach und Maxsain circa 80.000 Festmeter Holz aufgearbeitet werden.

    Im Zuge der Wiederbewaldung wird nun ein neues Konzept umgesetzt: Künftig wird es in der Verbandsgemeinde weniger Nadelwälder und mehr Laubbäume geben. Ziel ist die Entwicklung eines naturnahen und stabilen Mischwalds, wie der Maxsainer Revierförster Christof Dickopf erklärt.

    Hintergrund: Durch die schweren Stürme waren vor allem reine Fichtewälder geschädigt worden. Diese in den Nachkriegsjahren gepflanzten Bäume haben aufgrund der Bodenverhältnisse im Westerwald eher flache Wurzeln und bieten auch in den Wintermonaten aufgrund ihrer Nadeln viel Angriffsfläche für Wind. Laubbäume wie zum Beispiel die Eiche bilden hingegen tiefere Wurzeln und sind im Winter kahl. Sie eignen sich deshalb besser für das zu erwartende Klima in der Region.

    Derzeit sind in den drei Revieren Forstarbeiter unterwegs, die in kleinen Gruppen neue Bäume pflanzen. Das Zeitfenster hierfür ist klein. Der Boden darf nicht gefroren sein, es soll aber auch noch nicht alles blühen und sprießen. Die kleinen und zarten Bäume werden durch eine Ummantelung vor Wildverbiss geschützt. Die Freiflächen zwischen den einzelnen Baumgruppen sollen sich natürlich entwickeln. Resthölzer und Reisig werden bewusst nicht entfernt. Der Wildwuchs garantiert einen vielfältigen und artenreichen Lebensraum.

    Christof Dickopf und seine Kollegen Helmut Nett (Selters) sowie Joachim Kuchinke (Herschbach) haben die nicht immer einfache Aufgabe, Ökologie und Ökonomie unter einen Hut zu bringen. Die Vorstellung, dass dies am besten durch reine Nadelwälder erreicht werden kann, ist inzwischen überholt. Dieses Konzept hatten ihre Vorgänger nach dem Krieg vor allem aus Kostengründen verfolgt. Inzwischen hat sich jedoch die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine "geregelte Unordnung" Voraussetzung zur Entwicklung eines stabilen Walds ist. "Die Natur hat uns das mehrfach vor Augen geführt", sagt Dickopf. Dort, wo noch reiner Fichtenwald stehen geblieben ist, muss mit weiteren Schäden durch Stürme gerechnet werden. tf

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