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    FreilingenVon verstorbenen Haustieren würdig Abschied nehmen

    In einem Waldstück unweit von Freilingen sind rund 100 Haustiere begraben. Namenstafeln auf kleinen Erdhaufen erinnern an die verstorbenen Hunde, Katzen und Kaninchen. Manche Ruhestätten sind mit Blumen oder symbolischen Geschenken verziert. Zwischen Gräsern und kleinen Bäumen können die Menschen um ihre Lieblinge trauern.

    Freilingen - In einem Waldstück unweit von Freilingen sind rund 100 Haustiere begraben. Namenstafeln auf kleinen Erdhaufen erinnern an die verstorbenen Hunde, Katzen und Kaninchen. Manche Ruhestätten sind mit Blumen oder symbolischen Geschenken verziert. Zwischen Gräsern und kleinen Bäumen können die Menschen um ihre Lieblinge trauern. 

    Förster Roger Koch hat den Abschiedswald vor rund zwei Jahren auf den Weg gebracht. Die Gemeinde Freilingen und Landesforsten Rheinland-Pfalz sind die Träger. Dass sich viele Menschen einen Ort wünschen, an dem sie sich angemessen von ihren Haustieren verabschieden können, hatte Koch schon geahnt. Die große Resonanz hat den Förster dann jedoch ein wenig überrascht. Etwa fünf bis sechs Begräbnisse pro Monat sind die Regel. Die bislang 3000 Quadratmeter große Fläche für den Abschiedswald ist schon fast erschöpft. Es ist aber genügend Platz für eine mögliche Erweiterung vorhanden.

    Der 54-jährige Förster ist nicht nur der Initiator des Abschiedswalds. Gemeinsam mit Sohn Thomas kümmert er sich auch um die Begräbnisse. Zwei bis drei Grabstätten sind immer vorbereitet. Die Halter rufen regelmäßig auch an den Abenden und Wochenenden an. Nach dem Tod des Haustieres sollte bis zum Begräbnis nicht allzu viel Zeit verstreichen. Koch geht flexibel auf diese Wünsche ein.

    Tränen und Trauer gehören beim Abschied von geliebten Hunden und Katzen regelmäßig dazu. Wenn Kinder vor den frischen Grabstätten stehen und weinen, ist auch der Förster stets bewegt. „Aber das Ritual ist für die Kleinen sehr wichtig", hat er festgestellt. Wenn ein paar Blümchen auf dem Grab des treuen Begleiters niedergelegt sind, lässt sich die Trauer besser verarbeiten. Außerdem gibt es fortan einen Platz, an den man zurückkehren kann. Nicht jeder Tierhalter hat dieses Bedürfnis, für manche ist der Abschied mit dem Begräbnis vollzogen. Andere kommen gerne zurück, um sich zu erinnern.

    Ein offizieller Tierfriedhof soll der Abschiedswald allerdings nicht sein – Koch vermeidet dieses Wort bewusst. Christliche Symbole sind auf Tiergräbern nicht erwünscht und werden entfernt. Es ist auch nicht erlaubt, einen Grabstein mit Namenszug zu setzen oder Grablichter aufzustellen. Der Abschiedswald soll irgendwann wieder ein ganz normales Stück Natur sein. Für jedes begrabene Tier wird ein Baum gepflanzt. In einigen Jahren werden keine Gräber mehr zu sehen sein.

    Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

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