40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Westerwälder Zeitung
  • » Vision: Wird es einen Windpark auf der Montabaurer Höhe geben?
  • Vision: Wird es einen Windpark auf der Montabaurer Höhe geben?

    Westerwaldkreis. Noch ist es nur eine Vision: ein Windpark auf der Montabaurer Höhe. Doch ist die Waldfläche nahe des Köppels überhaupt für den Bau eines Windparks geeignet? Diese Frage steht derzeit im Mittelpunkt von Gesprächen der drei Verbandsgemeinden Höhr-Grenzhausen, Montabaur und Wirges.

    Vision: Wird es einen Windpark auf der Montabaurer Höhe geben?
    Foto: dpa

    Gemeinsam wollen die Kommunen die Möglichkeit von Windkraftanlagen auf der Montabaurer Höhe untersuchen und eine abgestimmte Planung forcieren. Das haben die VG-Bürgermeister Thilo Becker (Höhr-Grenzhausen), Edmund Schaaf (Montabaur) und Michael Ortseifen (Wirges) gestern gegenüber der WZ bestätigt.

    Hintergrund der Gespräche ist, dass das Landesplanungsrecht im Laufe des Jahres geändert wird. Dann wird neu festgelegt, wo Windräder errichtet werden dürfen. Künftig sollen zwei Prozent der Landesfläche und darin mindestens zwei Prozent des Waldes für die Windenergie genutzt werden. Auf der Montabaurer Höhe besitzen einige Städte und Ortsgemeinden aus den drei Verbandsgemeinden sowie das Land (Staatsforsten) große Waldflächen. Noch sind hier Windenergieanlagen zwar nicht zulässig – unter anderem weil die Montabaurer Höhe in der Kernzone des Naturparks Nassau liegt. Doch es ist zu erwarten, dass diese Einschränkungen vom Land aufgehoben werden. Damit wäre ein Windpark auf der Montabaurer Höhe denkbar.

    Um eine einseitige Ansiedlung von Windrädern durch einzelne Ortsgemeinden und damit eine „Verspargelung“ der Landschaft und einen unkontrollierten Wildwuchs zu verhindern, wollen die drei Kommunen nun gemeinsam handeln. „Wir wollen nicht, dass einzelne Eigentümer Fakten schaffen. Windräder auf der Montabaurer Höhe würden das Landschaftsbild im weiten Umkreis verändern. Die Abwägung zwischen energiepolitischen Zielen und dem Natur- und Landschaftsschutz sollte nicht von einzelnen Ortsgemeinden oder Städten entschieden werden“, sind die VG-Chefs überzeugt.

    Im ersten Schritt wollen die Bürgermeister ein Fachbüro mit einer Standortuntersuchung beauftragen; die VG-Räte von Montabaur und Höhr-Grenzhausen müssen dafür noch grünes Licht geben. Im Rahmen der Untersuchung, die ein gutes Jahr dauert, soll geprüft werden, ob die Montabaurer Höhe für Windenergieanlagen geeignet ist oder ob die Windräder zu nah an Wohnbauten stehen, den Wasserschutz beeinträchtigen oder gegen den Natur- und Artenschutz verstoßen. Auch die Windverhältnisse sollen mit untersucht werden.

    Gibt es aus dieser Perspektive keine Bedenken, müssen die VG-Räte entscheiden, ob sie eine „Konzentrationszone“ für Windenergie auf der Montabaurer Höhe ausweisen. Andernfalls müssen an anderer Stelle geeignete Flächen deklariert werden. Für die Bürgermeister steht fest: Die Bürger sollen früh informiert und die zuständigen VG-Räte sowie die Stadt- und Ortsgemeinderäte eng mit eingebunden werden. Wichtig ist: „Der Prozess ist ergebnisoffen. Es kann herauskommen, dass nichts herauskommt“, bringt es Ortseifen auf den Punkt.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

    Anzeige
    epaper-startseite
    Westerwälder Zeitung bei Facebook
    Regionalwetter Westerwald
    Montag

    13°C - 25°C
    Dienstag

    14°C - 24°C
    Mittwoch

    14°C - 24°C
    Donnerstag

    14°C - 24°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerien: Fotos unserer Leser
    &bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

    Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

    Webcams in der Region Altenkirchen/Betzdorf und Montabaur
    Anzeige
    Auch interessant