40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Westerwälder Zeitung
  • » Viel Abwasser in Marienstatt: Neue Pumpstation ist jetzt in Betrieb
  • Viel Abwasser in Marienstatt: Neue Pumpstation ist jetzt in Betrieb

    Marienstatt. Die Umwandlung des Gymnasiums Marienstatt in eine G 8-Ganztagsschule mit Mensa und die gestiegenen Besucherzahlen im Brauhaus haben in den vergangenen Jahren zu einem erhöhten Abwasseraufkommen rund um die Abtei geführt.

    Vertreter der VG, des Klosters, der Ortsgemeinde, der Baufirmen und der SGD Nord weihten die neue Pumpstation in Marienstatt ein.  Fotos: Röder-Moldenhauer
    Vertreter der VG, des Klosters, der Ortsgemeinde, der Baufirmen und der SGD Nord weihten die neue Pumpstation in Marienstatt ein. Fotos: Röder-Moldenhauer
    Foto: roemo

    Da die alte Teichkläranlage von 1984 diesen gestiegenen Anforderungen nicht mehr gewachsen und zudem nur schwer zu erreichen ist, waren die Verbandsgemeindewerke Hachenburg zum Handeln gezwungen. Doch statt eine neue Kläranlage zu bauen, entschied sich die Verwaltung für eine andere Lösung: Diese Woche nun wurde die neue Pumpstation in der Nähe des Marienstatter Wasserkraftwerkes in Betrieb genommen, die ab sofort die Abwässer über eine rund zweieinhalb Kilometer lange Rohrleitung in die Kläranlage nach Nister pumpt. Die Anlage dort hat noch Kapazitäten frei.

    Das Gebäude am Waldweg beherbergt modernste Technik.
    Das Gebäude am Waldweg beherbergt modernste Technik.
    Foto: roemo

    Ein Neubau in Marienstatt wäre aus Gründen des Hochwasserschutzes und aufgrund der schlechten Zuwegung problematisch gewesen. Die neue Pumpstation, die direkt an einem beliebten Waldweg rund um das Kloster liegt, ist von einem kleinen, aus Bruchsteinen errichteten Gebäude umgeben und passt sich damit gut der Umgebung an. Angeschlossen an die neue Leitung wurden (durch den Bau von drei kleinen weiteren Pumpstationen) auch vier Gebäude im Außenbereich zwischen Marienstatt und Nister. Die Kosten für das Gesamtprojekt liegen bei rund 1,7 Millionen Euro, wozu das Land einen Zuschuss in Höhe von knapp 72 000 Euro gewährt - zuzüglich der noch zu beantragenden Verrechnung nach dem Abwasserabgabengesetz (AbwAG), wie Werkleiter Marco Dörner informiert.

    Die Außerbetriebnahme der alten Marienstatter Kläranlage stellt eine Besonderheit dar, ist sie doch die erste Maßnahme im Zuständigkeitsbereich der VG-Werke Hachenburg aus dem Entwurf des Maßnahmenkatalogs zum Nisterprogramm, das Anfang/Mitte 2017 von allen beteiligten Anrainern zum Schutz des Gewässers (und hier insbesondere zum Schutz der fast ausgestorbenen Flussperlmuschel) unterzeichnet werden soll. Für die VG Hachenburg war neben Werkleiter Dörner die Erste Beigeordnete Gabriele Greis an den Vertragsverhandlungen beteiligt. Die Gesamtkoordination obliegt der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord. Das Nisterprogramm zur Rettung der Flussperlmuschel soll dazu beitragen, den besonderen Lebensraum der Nister durch verschiedene Maßnahmen zu erhalten beziehungsweise zu verbessern. Neben Maßnahmen des Artenschutzes oder Regulierungsmaßnahmen, wie die Bekämpfung der Herkulesstaude, kommen auch Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur und -güte zum Tragen. Nach Auskunft von Gabriele Greis beherbergt die Nister den letzten Flussperlmuschelbestand in ganz Rheinland-Pfalz. Von zehn registrierten Beständen sind in diesem Jahr allerdings sieben gestorben. Alle Hoffnungen ruhen nun auf einem Nachzuchtprogramm der Universität Koblenz.

    Von unserer Redakteurin Nadja Hoffmann-Heidrich

    Anzeige
    Anzeige
    x
    Top Angebote auf einen Klick
    Anzeige
    Anzeige
    Online regional
    Markus Eschenauer

    Regio-CvD Online

    Markus Eschenauer

    Mail | 02602/160 474

    epaper-startseite
    Westerwälder Zeitung bei Facebook
    Regionalwetter Westerwald
    Donnerstag

    7°C - 20°C
    Freitag

    7°C - 23°C
    Samstag

    6°C - 19°C
    Sonntag

    5°C - 16°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerien: Fotos unserer Leser
    &bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

    Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

    Webcams in der Region Altenkirchen/Betzdorf und Montabaur
    Auch interessant