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  • VG prüft Kosten der Asylunterkunft

    Siershahn. Die Vorbereitungen für den Umbau der ehemaligen Berggartenschule in Siershahn zur Sammelunterkunft für Flüchtlingsfamilien laufen. In dem seit Jahren leer stehenden Schulgebäude, für das es seit Längerem Abrisspläne gibt, sollen ab Sommer bis zu 30 Asylbewerber ein neues Zuhause finden.

    Die ehemalige Berggartenschule in Siershahn soll eine Sammelunterkunft für bis zu 30 Asylbewerber werden. In dem leer stehenden Schulgebäude sollen vier Wohnungen für Flüchtlingsfamilien entstehen. Doch bevor der Umbau beginnt, müssen die genauen Kosten ermittelt und die Kostenübernahme durch den Westerwaldkreis geklärt werden. Die Vorbereitungen dafür haben begonnen. Foto: Stephanie Kühr
    Die ehemalige Berggartenschule in Siershahn soll eine Sammelunterkunft für bis zu 30 Asylbewerber werden. In dem leer stehenden Schulgebäude sollen vier Wohnungen für Flüchtlingsfamilien entstehen. Doch bevor der Umbau beginnt, müssen die genauen Kosten ermittelt und die Kostenübernahme durch den Westerwaldkreis geklärt werden. Die Vorbereitungen dafür haben begonnen.
    Foto: Stephanie Kühr - Stephanie Kühr

    Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

    Neben den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes für Asylbegehrende in Herschbach (Uww.) und Ruppach-Goldhausen wäre dies die erste Sammelunterkunft für Flüchtlinge im Westerwaldkreis (die WZ berichtete). Aktuell prüft die Verbandsgemeinde Wirges die genauen Investitionskosten für die Schaffung von vier Wohnungen im jüngeren Anbau an die Berggartenschule.

    "Planer und Handwerksbetriebe ermitteln zurzeit, wie teuer die Baumaßnahme ist", sagt Bürgermeister Michael Ortseifen im Gespräch mit unserer Zeitung. "Wir brauchen genaue Zahlen, um seriös planen zu können. Wir müssen ja wissen, ob sich die Investition unter dem Strich trägt und wirtschaftlich ist", betont der VG-Chef. Erst wenn die Angebote der Firmen vorliegen, will der Bürgermeister mit der Kreisverwaltung über die Höhe der Miete und die Laufzeit des Mietvertrages verhandeln und eine entsprechende Vereinbarung treffen.

    Dabei soll die Mietzahlung für die Immobilie mindestens so lange gesichert sein, bis die Investition der Verbandsgemeinde abbezahlt ist. Der Kreis habe dafür bereits eine mündliche Zusage gegeben, sagt Ortseifen. "Wir wollen nicht auf den Kosten sitzen bleiben", macht der Bürgermeister den Standpunkt der Kommune deutlich. Der VG-Chef rechnet mit Kosten von mindestens 50 000 Euro für den Umbau der Berggartenschule. Im Haushalt der Verbandsgemeinde sind bereits 200 000 Euro für derartige Maßnahmen eingestellt. Der Ortsgemeinde Siershahn entstehen keinerlei Kosten.

    Vorgesehen ist, im zur Bergstraße gelegenen, jüngeren Anbau der Berggartenschule auf einer Fläche von rund 320 Quadratmetern vier abgeschlossene Wohnungen zu schaffen. Die bis zu 70 Quadratmeter großen Einheiten entstehen in den alten Klassenräumen samt Nebenräumen, die nun jeweils zu einem Wohn- und Schlafbereich mit kleiner Küche und einem eigenen Bad mit Dusche und WC umgebaut werden sollen. Darüber hinaus soll ein für alle Parteien gemeinsamer Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschinen und Wäscheleinen eingerichtet werden.

    "Das ist mit einem vertretbaren finanziellen Aufwand zu machen. Es werden keine Luxuswohnungen. Aber die Familien haben ihren eigenen Bereich", sagt Ortseifen. Zum Altbau der Berggartenschule wird eine Zwischenwand eingezogen, sodass dieser Gebäudetrakt, der nicht mehr den aktuellen Brandschutzauflagen entspricht, abgetrennt ist. Im Zuge der Baumaßnahme müssen auch Elektro- und Wasserleitungen neu verlegt werden. "Wir gehen jetzt an die Ausführungsplanung", so Ortseifen. Sind Kosten und Kostenübernahme geklärt, kann mit den Bauarbeiten begonnen werden. Der VG-Chef geht davon aus, dass die Baumaßnahme in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen ist und die Wohnungen im Sommer bezugsfertig sind.

    Den Informationsabend für die Anwohner der Berggartenschule Ende Januar bewertet der Bürgermeister rückblickend als sinnvoll und hilfreich. In der Gemeinde gebe es keine größeren Bedenken gegen die Sammelunterkunft, betont er. "Natürlich kann ich niemandem die Angst nehmen. Und ich kann auch nicht versprechen, dass es keine Probleme gibt. Aber wir versprechen, dass wir sofort helfen werden, sollte es Probleme geben", versichert Ortseifen. Der VG-Chef macht noch einmal deutlich, dass in der ehemaligen Berggartenschule Familien und keine Einzelpersonen einziehen sollen. "Wir werden uns selbstverständlich um die Flüchtlinge kümmern und sind sicher, dass uns das Netzwerk Asyl mit seinen zahlreichen ehrenamtlichen Helfern dabei unterstützt", so der VG-Chef.

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