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    MontabaurVerbandsgemeinderat Montabaur spricht sich einstimmig für Vorrangflächen zum Bau von Windkraftanlagen aus

    Noch drehen sich auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Montabaur keine Rotoren. Doch das soll sich möglichst schnell ändern. Der Verbandsgemeinderat fasste jetzt einstimmig den Beschluss zum Entwurf eines Teilflächennutzungsplans zu Standorten für Windkraftanlagen.

    Eine Vorrangfläche von rund 130 Hektar ist dafür in den Gemarkungen Heilberscheid, Nomborn, Kleinholbach, Großholbach und Heiligenroth vorgesehen. Eigentlich waren nach einer ersten Standortuntersuchung im Jahr 2008 noch vier weitere potenzielle Konzentrationszonen in Betracht gezogen worden. Doch ein Gutachten zum Artenschutz ergab, dass davon letztendlich für Windkraftanlagen nur eine infrage kommt. Seltene Vogelarten, wie beispielsweise Eule, Uhu, Schwarzstorch, Schwarz- und Rotmilan verhindern, dass die anderen Areale nicht für die Masten genutzt werden können.

    Möglicherweise besteht noch eine Chance für eine Anlage südöstlich von Görgeshausen. Das rund 14 Hektar große Gelände befindet sich direkt an der Grenze zur Gemarkung Eppenrod, wo bereits sechs Rotoren Strom erzeugen. Es gibt dort Bedenken von der Nachbargemeinde und auch wegen des Artenschutzes. Allerdings soll nun geprüft werden, ob nicht wegen der schon bestehenden Vorbelastung trotzdem die Errichtung eines Mastes zulässig ist. Bei einem positiven Ergebnis wird das Areal in das weitere Verfahren aufgenommen.

    Im nicht genehmigten Raumordnungsplan waren keine Standorte für Windkraftanlagen in der Verbandsgemeinde Montabaur vorgesehen. Schon damals war es schwierig, geeignete Areale zu finden. Bei der erneuten Untersuchung ging man zunächst von einem Abstand von 1000 Metern zur Siedlungsfläche aus. Diese wurde dann auf das gesetzlich vorgegebene Maß von 750 Metern reduziert, um überhaupt zu positiven Ergebnissen zu kommen.

    Hinsichtlich der Größe orientierte sich die Verbandsgemeinde an den bisherigen Kriterien der Planungsgemeinschaft Mittelrhein-Westerwald sowie einem rein rechnerisch entwickelten Wert von von 25 Hektar als Mindestfläche für drei Windkraftanlagen. Deren Gesamthöhe sollte zwischen 150 und 180 Meter bei einem Rotorendurchmesser von 90 Meter liegen.

    Edmund Schaaf, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Montabaur,  machte noch deutlich, dass hinsichtlich der Masten ein Meinungsumschwung eingesetzt hat. Während vor einigen Jahren die Ablehnung noch groß war, wird der Bau inzwischen mehrheitlich befürwortet. Das zeigte sich auch klar bei der Abstimmung. Alle Fraktionen sprachen sich für die Vorrangflächen aus. Dabei wurde von mehreren bedauert, dass nicht alle vorgeschlagenen Areale geeignet sind und letztendlich nur ein Drittel der ursprünglichen Zonen übrig geblieben ist. Die Konzentrationsflächen verringerten sich von 2,3 Prozent des Verbandsgemeindegebiets auf einen Anteil von nunmehr 0,86 Prozent zur Ausgangslage.

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