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    Stellungnahme des BUND zum Tod des Westerwälder Wolfs

    Harry Neumann, stellvertrende Kreisvorsitzender des BUND Westerwald und stellvertretender Regionalbeauftragter des BUND Rheinland-Pfalz, nimmt zum Tod des Westerwälder Wolfs wie folgt Stellung:

     

    "Der Wolf steht als „streng geschützte Tierart“ unter vielfachen Schutz:

    • dem Schutz des internationalen Rechts (z.B. dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen und der Berner Konvention
    • der europäischen FFH Richtlinie
    • und des nationalen Rechtes im Bundesnaturschutzgesetz als streng geschützte Art

     

    Seine Tötung stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen den Artenschutz dar.  Gerade die Naturschutzverbände im gesamten Westerwald haben im letzten Jahr mehrer Wolfveranstaltungen“ durchgeführt, um die Bevölkerung zu informieren und auch das Erscheinen rechtzeitig vorzubereiten. Auf allen dieser sehr gut besuchten Veranstaltungen

    kam die Sympathie der Bevölkerung für den Wolf stark zum Ausdruck. Umso mehr sind wir entsetzt und empört, dass dieses Tier getötet wurde.

    Wir können es nicht begreifen, dass es Menschen gibt, die der Natur, ihren Lebewesen und der Schöpfung keinen Raum geben wollen. Wir sollten uns darüber freuen, dass der vom Menschen ausgerottete und über Jahrhunderte verteufelte Wolf wieder in Deutschlands freier Wildbahn lebt.

    Es sollte sich auch bei uns die Einsicht durchsetzen, dass eine Nachbarschaft von Mensch und Wolf möglich ist – so wie es uns fast alle anderen europäischen Staaten vorleben.  Wir hoffen, dass der Täter bald gefasst werden kann und betonen nochmals, dass der Wolf wie andere wilde Tiere wie Wildkatze und Luchs bei uns herzlich willkommen sind.

    Auch der BUND wird daher eine Strafanzeige sorgfältig prüfen.

    Der Schutz bezieht sich im übrigen auch auf sogenannte „Wolfshybriden“ bis zur vierten Generation.  Der Täter kann sich auch nicht damit herausreden, bei der Tötung von einem „wildernden Hund“ ausgegangen zu sein, da Wölfe und Hunde als „Wirbeltiere“ nach dem Tierschutzgesetz als gleichwertig anzusehen sind.

    Auch das Jagdrecht bietet keine Handhabe für das Töten eines Wolfes. Alle Jagdausübungsberechtigte haben die Verbote des Artikel 42 BNatSchG zu beachten.

    Wir begrüßen daher die Aussagen des Kreisjagdmeisters, Herrn Bernd Schneider und fordern alle Jagdausübungsberechtigten im Westerwald auf, die Suche nach dem Täter zu unterstützen. Das Bundesnaturschutzgesetz sieht, sollte es sich tatsächlich um einen Wolf handeln, nicht nur eine Geldstrafe vor, sondern auch eine Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren."

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