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    Fehl-RitzhausenSchießunfall im Schützenhaus: 20-Jährige im Westerwald getötet

    Schrecklicher Unglücksfall im Schützenhaus von Fehl-Ritzhausen: Bei einem sogenannten Rundenwettkampf ist dort am Samstagnachmittag eine 20-jährige Frau aus Breitscheidt bei Hamm/Sieg ums Leben gekommen.

    Von unserer Redakteurin Nadja Hoffmann-Heidrich

    Wie die Kriminalpolizei Montabaur am Montag mitteilte, erlitt die junge Schützin auf bisher noch nicht abschließend geklärte Art und Weise eine schwere Kopfverletzung, an deren Folgen sie kurze Zeit später in einem Siegener Krankenhaus starb. Gerüchten zufolge könnte die Waffe nach einem Schuss mit voller Wucht zurückgeschlagen sein und die Frau dabei am Kopf getroffen haben. Eine Schussverletzung soll es jedenfalls nicht gewesen sein. Die Polizei wollte sich dazu nicht äußern.

    Bei dem Opfer handelt es sich um ein Mitglied des Schützenvereins Hachenburg. Für diesen war die 20-Jährige bei dem Wettbewerb auch mit ihrer Großkaliberwaffe, einer Gebrauchspistole, am Start. Der Vereinsvorsitzende Burghard Henn, der gleichzeitig Vorsitzender des Schützenkreises 13/2 Oberwesterwald ist, wurde sofort zum Unglücksort gerufen. Ebenso wie die gastgebenden Schützen aus Fehl-Ritzhausen und die übrigen Teilnehmer ist Henn noch völlig geschockt und bestürzt. „Es ist unfassbar. Ich bin seit 20 Jahren Mitglied im Schützenverein. In all der Zeit hat es nie einen Unfall mit einer Waffe gegeben“, sagt er. Das Opfer gehörte dem Verein seit 2012 an. Durch ihren Freund sei die junge Frau zum Schießsport gekommen. Mit der Pistole war sie laut Henn vertraut, eine entsprechende Sachkundeprüfung habe sie bereits vor einiger Zeit abgelegt. Sie durfte mit dieser Waffe schießen, nur transportieren durfte sie diese noch nicht (dazu ist man erst berechtigt, wenn man das 25. Lebensjahr vollendet hat). Den Transport übernahm an diesem Tag daher ordnungsgemäß der Vater ihres Freundes. Und auch am Schießstand selbst wurden laut Polizei die Sicherheitsvorkehrungen eingehalten. Eine Aufsichtsperson war vor Ort. Umso unerklärlicher ist für alle, dass die 20-Jährige plötzlich verletzt am Boden lag. Die notärztliche Versorgung am Schießstand und auch der schnelle Transport mit dem Rettungshubschrauber nach Siegen konnten den Tod der jungen Schützin nicht mehr verhindern.

    Wegen dieses Sportunfalls haben die Hachenburger bis auf Weiteres die Teilnahme an allen Wettbewerben sowie ihren Schützenstammtisch abgesagt. Die Schießanlage in der Löwenstadt bleibt vorerst geschlossen. Noch von der Kripo gesperrt ist die Anlage des SSV Fehl-Ritzhausen. „Der Betrieb ruht, bis das ganze Unglück lückenlos aufgeklärt ist. Aber ans Schießen denkt hier im Moment sowieso keiner“, betont Roger Flick, 2. Vorsitzender des SSV. Er und die übrigen Vereinsmitglieder seien sprachlos angesichts des Unfalls. „Von so einem Vorfall habe ich noch nie gehört. Die Stimmung im Verein ist sehr gedrückt“, so Flick weiter. Nähere Erkenntnisse zum Unglückshergang soll in den nächsten Tagen eine Obduktion der Leiche bringen, kündigt die Kripo Montabaur an. 

    Schützin obduziert: Tödliche Kopfverletzungen durch Schuss aus eigener Waffe [Update]
    Montabaur Hachenburg
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