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    MontabaurReumütiger Angeklagter erhält letzte Chance der Bewährung

    Ein Gewaltausbruch während einer Kirmes im August hatte jetzt ein juristisches Nachspiel am Amtsgericht in Montabaur: Verantworten musste sich ein junger Mann, der einen Gleichaltrigen vor dem heimischen Dorfgemeinschaftshaus grundlos mit einem Schlag ins Gesicht so schwer getroffen hatte, dass dieser stürzte, ein Hämatom am Hinterkopf erlitt und im Krankenhaus behandelt werden musste. Die Tat erfolgte für das Opfer völlig unvermittelt, weshalb die Anklage zunächst als einen hinterlistigen Überfall wertete.

    Ein Gewaltausbruch während einer Kirmes im August hatte jetzt ein juristisches Nachspiel am Amtsgericht in Montabaur.
    Ein Gewaltausbruch während einer Kirmes im August hatte jetzt ein juristisches Nachspiel am Amtsgericht in Montabaur.
    Foto: RZ-Archiv

     

    Der beschuldigte 26-Jährige, der bereits in zwei ähnlich gelagerten Fällen verurteilt wurde – zuletzt 2012 zu einer einjährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung – gab sich direkt zu Verhandlungsbeginn reumütig. Er selbst könne sich sein Verhalten nicht mehr erklären: „Ich habe mich da in eine Sache eingemischt, die mich nichts anging“, schilderte der junge Mann dem Richter. Er sei alkoholisiert gewesen und habe eine verbale Auseinandersetzung zwischen dem späteren Opfer und einer weiteren Person gesehen. Dabei, so scheint es, muss bei ihm eine Sicherung durchgebrannt sein. „Dann habe ich mit der Faust zugeschlagen. Es war feige. Ich hatte vorher nie ein Problem mit ihm.“

    Er habe sich nach dem Vorfall telefonisch entschuldigt und als Wiedergutmachung 1500 Euro Schmerzensgeld an das Opfer gezahlt. „Da waren sie sehr gut beraten“, so Richter Ingo Buss, der lange haderte, ob er dem Wiederholungstäter noch eine letzte Chance lassen wolle, sein Leben in den Griff zu kriegen. „Sie haben ein Problem, daran muss gearbeitet werden“, mahnte auch Oberstaatsanwältin Martina Lenz, die nach Anhörung des Opfers zumindest den Vorwurf der Hinterlist fallen ließ. Aufgrund der erheblichen Verletzung forderte sie dennoch eine Freiheitsstrafe von acht Monaten. „Eine Geldstrafe kann es hier nicht geben. Es muss ein Signal erfolgen“, sagte sie. Unter der Auflage, dass der Angeklagte ein Antiaggressionstraining erfolgreich durchlaufe und mit einem Bewährungshelfer zusammenarbeite, könne die Strafe jedoch ein letztes Mal zur Bewährung ausgesetzt werden. Dies sah auch die Verteidigung als gerechtfertigt an. „Beim nächsten Mal fahren sie ein“, warnte Buss unmissverständlich. Eine Geldbuße in Höhe von 500 Euro geht an die Staatskasse.

    Von unserem Reporter Martin Boldt

     

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