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  • Prozess: Afghane wollte Sextat in Flüchtlingsheim Herschbach verheimlichen

    Herschbach/Koblenz. Ein Afghane (35) filmte im Flüchtlingsheim Herschbach durch das Schlüsselloch einer Tür, wie ein Landsmann (18) einen afghanischen Jungen (7) zum Sex drängte. Aber: Er wollte keine Anzeige erstatten, verständigte erst zwei Wochen später die Polizei, als der Täter ihm sein Handy stahl - mit seinen Familienfotos aus Afghanistan. Die Missbrauchstat kam eher zufällig ans Licht.

    dpa
    dpa

    Von unserem Redakteur Hartmut Wagner

    So hat es der Afghane am zweiten Tag des Missbrauchsprozesses am Landgericht Koblenz geschildert. Warum er anfangs nicht zur Polizei wollte, begründete er so: Er schämte sich für seinen Landsmann - und befürchtete, dass andere Heimbewohner denken könnten, alle Afghanen seien Tiere. Auch der Vater des Opfers wollte nicht zur Polizei. Er ließ über seinen Dolmetscher erklären: "Ich wollte keine Polizei." Und: "Wir schämen uns! Mein Sohn schämt sich!"

    Die Staatsanwaltschaft wirft dem angeklagten Afghanen (18) zwei Taten vor: Er und der Junge spielten demnach an einem Tag zwischen Ende Februar und Mitte März 2016 in Herschbach auf dem Spielplatz nahe dem Feuerwehrhaus. Der Mann ging mit dem Kleinen zu einem Gebüsch und sagte: "Komm, wir spielen was Schlechtes." Dann vollzog er den Geschlechtsverkehr mit ihm. Am Ostersonntag lockte er den Jungen demnach mit den Worten "komm, wir sehen uns einen teuflischen Film an" auf sein Zimmer im Flüchtlingsheim. Dort zeigte er ihm einen Pornofilm und vollzog erneut den Geschlechtsverkehr mit ihm. Doch sein Landsmann (35) war ihm und dem Jungen nachgegangen - er wurde zum wichtigsten Zeugen der Tat. Er guckte durchs Schlüsselloch, filmte mit seinem Handy, öffnete die Tür und befreite den Siebenjährigen - so die Anklageschrift. Der Junge bestätigte die beiden Tatvorwürfe im Prozess. Der Mann bestritt den ersten, den zweiten gestand er teilweise.

    Der Zeuge schilderte im Prozess, wie der Kinderschänder ihn nach der Tat im Zimmer anflehte, nicht zur Polizei zu gehen. Und wie er ihn bei allen Heimbewohnern schlecht machte - obwohl er die Polizei wie gefordert nicht verständigt hatte.

    Dann stahl der Kinderschänder das Handy des Zeugen. Erst jetzt sagte dieser dem Vater des Jungen, was passiert ist. Der berief im Flüchtlingsheim eine Art Ältestenrat mit neun Teilnehmern ein und stellte den Täter zur Rede. Wenig später verständigte der Zeuge die Polizei - nach eigener Aussage in erster Linie, weil er die privaten Fotos zurückhaben wollte, die auf seinem Handy gespeichert waren. Der Prozess geht heute weiter.

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