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    Nistertalerin (21) referiert bei UN in New York

    Ein Wettbewerb brachte ihr Glück. Und so kam es, dass eine junge Studentin aus Nistertal vor den Vereinten Nationen in New York sprechen durfte.

    Von unserer Redakteurin Nadja Hoffmann-Heidrich

    Nistertal - Für die 21-jährige Studentin Katharina Helmer aus Nistertal ist ein Traum in Erfüllung gegangen: Als Gewinnerin eines internationalen Sprachenwettbewerbs durfte sie jetzt an einer Konferenz bei den Vereinten Nationen in New York teilnehmen – zusammen mit 59 weiteren jungen Leuten aus aller Welt und als eine von zwei Deutschen. Inzwischen ist sie wieder zurück aus den USA und berichtet von ihren unvergesslichen Eindrücken. Für Katharina Helmer, die an der Uni Mainz/Standort Germersheim Translationstechnik (Englisch und Französisch) studiert, sind Sprachenkenntnisse der Schlüssel zu einer besseren Welt. So bewarb sie sich spontan bei einem Wettbewerb der ELS (einer Sprachenorganisation, die mit den Vereinten Nationen einen Vertrag zur Bildungsförderung – „Academic Impact" – abgeschlossen hat), bei dem es darum ging, in einer Fremdsprache seine Anschauung eines Weltbürgertums zu erläutern. „Für mich ist ein Weltbürger, der offen gegenüber anderen Kulturen ist, der sich ohne Vorurteile einlässt auf Neues. Das ist reine Einstellungssache. Dabei kommt es nicht auf die Zahl der Länder an, die jemand bereist." Diese These hat sie in einem Essay auf Französisch so gut analysiert, dass sie zur nächsten Qualifikationsrunde (einem Interview) und schließlich zum Kongress nach New York eingeladen wurde. „Als ich die Nachricht erhalten habe, bin ich lange aufgeregt durch die Wohnung gelaufen, weil ich es nicht glauben konnte", berichtet Helmer. In New York war sie für fünf Tage mit den anderen Teilnehmern in einem Studentenwohnheim untergebracht, wo in Kleingruppen Vorträge zum Thema „Wie sähe die Welt aus, wenn alle Menschen Zugang zur Bildung hätten?" erarbeitet wurden. Im UN-Hauptquartier in Manhattan mussten die jungen Menschen ihre Ergebnisse vor Vertretern der UN und Botschaftern aus aller Welt präsentieren. Die Beiträge wurden simultan in alle sechs UN-Sprachen übersetzt. Außerdem wurde die Konferenz live im Internet übertragen. „An dem Tag hat keiner von uns richtig gefrühstückt, so aufgeregt waren wir", erinnert sich die Nistertalerin. Der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe sei riesig gewesen. Katharina Helmer: „Wir haben uns super verstanden. Die Zeit in New York war unglaublich beeindruckend. Wir hatten alle gleiche Lebenseinstellungen. Gedanklich bin ich noch gar nicht richtig in Deutschland angekommen." Diese Erfahrung hat bereits Auswirkungen auf ihre berufliche Zukunft: „Ich möchte kein Textübersetzer mehr werden, sondern lieber Simultandolmetscher – etwa bei der EU. Ich möchte direkten Menschenkontakt haben und mit meinem Können zwischen Kulturen vermitteln."

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