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  • Neu und regional: Westerwald Snack für Hunde

    Montabaur/Ebernhahn. Die Ansprüche der Haustierhalter an die Qualität des Futters werden immer größer. Dies ist die Erfahrung von Unternehmer Frank Fett, der seit 25 Jahren im Bereich Tiernahrung arbeitet. "Das liegt auch daran, dass Hund und Katze für viele Menschen Kindersatz sind", erklärt er.

    Unternehmer Frank Fett hat vor knapp einem Jahr die sogenannten Westerwald Snacks auf den Markt gebracht: Hundeleckerlis aus der Region.
    Unternehmer Frank Fett hat vor knapp einem Jahr die sogenannten Westerwald Snacks auf den Markt gebracht: Hundeleckerlis aus der Region.
    Foto: Lighthouse Fotodesign Koblenz

    Vor knapp einem Jahr hat er all sein Wissen um gute Ernährung gebündelt und die eigene Marke Westerwald Snack herausgebracht. Im November folgt eine weitere Linie: Mit Westerwald Beute bietet er dann auch acht Linien Nass- und Trockenfutter an.

    Fett arbeitet in einem hart umkämpften Markt. Er weiß: "Man muss sich schon etwas einfallen lassen." Seine Zielgruppe sind sogenannte Premiumkunden. Und der 47-Jährige ist überzeugt: "Qualität schlägt Preis." Erlesene Rohstoffe liegen voll im Trend. "Die Menschen wollen ihre Lieblinge perfekt ernähren." Mit gutem Futter könne man viel für die Gesundheit seines Vierbeiners tun. Wer kein oder wenig Getreide, Zucker oder Fette verfüttere, habe Tiere mit deutlich glänzenderem Fell, die weniger Haare verlieren, mit gesunden Zähnen und längerer Lebenserwartung, so Fett.

    Gerade vor dem Hintergrund, dass Allergien bei Hund und Katze stark zunehmen, sei es wichtig, neben Schwein, Geflügel und Rind zusätzliche Proteinquellen aufzutun. Fett setzt auf Reh, Hirsch und Wildschwein. Diese Fleischsorten seien in der Regel gut verträglich. Bald bietet er auch Pferd an, obwohl er sich lange geweigert hat. Das Veto seiner Frau als passionierte Reiterin war zu mächtig. "Die Kundennachfrage ist aber da", sagt er. Fett ist jedoch gegen exotische Proteinquellen, die neuerdings in sind. "Ich muss kein Strauß oder Känguru anbieten." Wegen der langen Transportwege und der schlechten Ökobilanz lehnt er diese Importe aus Neuseeland oder Australien strikt ab. "Das passt nicht in unser Firmenkonzept." Auch Wild aus Gatterhaltung lässt er nicht verarbeiten. Grund: Diese Tiere erhalten oft Kraftfutter. "Das setzt sich in den Geweihen ab. So etwas möchte ich nicht verkaufen. Ich setze auf reines, naturbelassenes Wild."

    Mittlerweile bieten 900 Geschäfte seine eher im hochpreisigen Segment verankerten Westerwald Snacks an. Sie bestehen aus Weiderind, Landschwein und Wild und sind zu 100 Prozent natürlich. Hirschohren, Rinderhäute mit Fell, Rehläufe, Ochsenziemer oder Sehnen gehören zum Portfolio. Die Leckerlis seien auch gut geeignet für Barfer, also Menschen, die auf naturnahe Rohfütterung setzen. Denn viele der Produkte enthalten Fell. "Das reinigt den Magen", so Fett.

    Mit Schlachtbetrieben aus der Region sowie mit Forstämtern hat er ein breit gefächertes Zulieferernetz aufgebaut. Teilweise kommen die Produkte auch aus der Steiermark in Österreich. "Der Großteil stammt aber aus dem Westerwald", versichert Fett. Denn für den Kunden ist Regionalität wichtig. Fett kann den Tierhaltern lückenlos Auskunft geben über Haltung und Herkunft.

    Bei Wissen werden die Schlachtabfälle veredelt und durchlaufen einen aufwendigen 24-stündigen Trocknungsprozess. Drei Mitarbeiter können dort 30 000 bis 40 000 Stücke pro Monat produzieren - ohne künstliche Antioxidantien, Farbmittel und Geschmacksverstärker. Die Produkte haben alle ein Mindesthaltbarkeitsdatum von zwei Jahren und 7 Prozent Restfeuchte. "Bei Werten darüber würden sie anfangen zu schimmeln", erklärt er.

    Fetts Firmennetzwerk vertreibt insgesamt zwölf Marken: von Tierzubehör bis Futter. Ihm zur Seite stehen im Ebernhahner Bürogebäude mit Showroom acht Mitarbeiter, Firmensitz ist aber Montabaur. Sein Zentrallager ist in Ransbach-Baumbach. Von dort aus wird der Fachhandel beliefert. 16 externe Außendienstler bringen seine Produkte an den Mann und die Frau.

    Die Liebe hat den gebürtigen Marburger, der ursprünglich Landwirt werden wollte und Agrarwirtschaft studiert hat, in den Westerwald verschlagen. Mit Frau, Kindern, einem Beagle und einem Dackel lebt er in Oberelbert. Warum hat er den Begriff Westerwald Snack gewählt? "Der Name ist geschützt. Der Westerwald ist deutschlandweit bekannt und hat ein positives Image. Westerwald verspricht unberührte Natur. Damit haben wir ein gewisses Alleinstellungsmerkmal."

    Von unserer Redakteurin Camilla Härtewig

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