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    Nasse Schnauzen im Wiesensee: Hunde üben das Retten von Menschen

    Stahlhofen am Wiesensee - Das Wasser im Wiesensee ist bitterkalt, und der Wind pfeift einem nur so um die Ohren. Aber Franz Joseph, Elvis und Yoda haben ein dickes Fell. Und das brauchen sie auch, denn die Hunde gehören zum Team der Wasserarbeitsgruppe Westerwald (WAG WW). Mit 18 weiteren Tieren trainieren sie die Rettungsarbeit im Wasser.

    Auf dem Plan steht unter anderem, wie man Ertrinkende aus dem Wasser holt, Boote an Land zieht oder Rettungsringe zu Hilfesuchenden bringt. Übungsleiterin Antje Neef erklärt: "Auch wenn man mal sein Paddel an Land vergessen - oder es verloren hat, kann der Hund helfen und es vom Ufer aus zum Boot bringen."

    Der Verein hat zehn Jahre nach seiner Gründung auch Kontakte und Freundschaften zu Hundesportlern aus Belgien, Luxemburg, Holland, Norwegen und Frankreich geknüpft. Und so trainieren einheimische und weit hergereiste Halter und Tiere gemeinsam für eine internationale Prüfung am Wochenende (Samstag, 4. Mai) am Wiesensee.

    Mit 18 Tieren ist zwar schon ordentlich was los am Wiesensee, und die Trainingsteams müssen gut organisiert sein. Aber es könnten gern noch mehr mitmachen, sagt Neef. "Zum Probetraining kann man sich herzlich gern anmelden." Welpen und wasserunerfahrene Hunde werden zunächst an das Wasser und ans Schwimmen gewöhnt. Und als Herrchen darf man bei diesem Wassersport ebenfalls nicht zimperlich sein. "Der Neoprenanzug, mit dem wir ins Wasser gehen, schützt uns eher vor den dicken Pranken der Tiere als vor der Kälte", sagt Neef. Nach dem Welpenschutz stehen zunächst einfache Apportierspiele auf dem Trainingsplan, die dann ausgeweitet werden - je nach Größe und Kraft des Tieres.

    Besonders geeignet sind der Leonberger, der Landseer oder der Neufundländer. Schon seit Jahrhunderten wird der Neufundländer als Wasserhund beschrieben, der einen besonderen Rettungsinstinkt hat. "Insgesamt geht es uns in unserem Training aber vor allem um vertrauensvolle Teamarbeit und die Freude an der Arbeit mit Tieren", so Neef. Als richtige Rettungshunde im Ernstfall würden sie nicht eingesetzt werden.

    Wie sehr sich Mensch und Tier über den gemeinsamen Sport freuen, das kann man am Wiesensee erleben: Da springen die Herrchen ins Wasser und lassen sich von den Tieren an Land schleppen. Da wird mit den Hunden im Boot auf den See hinaus gefahren und zwischendurch auch mal nur gespielt. "Nur gut ausgelastete Hunde sind sozial und gut verträglich", ist sich Neef sicher. Die Trainingsfläche am See ist durch ein Flatterband abgesperrt, damit die Teilnehmer nicht gestört werden. Aber man kann die Tiere schon von Weitem bellen hören und sie dann ganz nah beobachten. "Hunde und Herrchen freuen sich über zahlreiche Besucher und wir beantworten auch gern Fragen von Groß und Klein", sagt Neef.

    Von unserer Reporterin Jennifer de Luca

    Fotos: Herrchen und Hunde üben Rettung aus dem Wasser
    Montabaur Hachenburg
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