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    Montabaur"Montabaur Verein(t)": Neue Freizeitmesse kommt gut an

    Dass es sich lohnt, ausgetretene Pfade zu verlassen und etwas Neues zu wagen, zeigte sich am Wochenende in der Stadthalle Montabaur. Statt eines traditionellen Neujahresempfangs hatten Stadt und Bürgerverein erstmals unter dem Titel "Montabaur Verein(t)" zu einer Freizeitmesse eingeladen.

    Von unserem Mitarbeiter Martin Boldt

    Mit Erfolg: Insgesamt 51 Vereine, angefangen von der Freiwilligen Feuerwehr über die Tanzschule bis hin zum Hospizverein, beteiligten sich mit Ständen und einem Bühnenprogramm, viele Hundert Bürger kamen und informierten sich. Zum Beispiel über die Arbeit der Deutsch-Englischen Gesellschaft, die bereits fleißig für ihren schottischen Themenabend am 21. Mai warb. Seit mehr als vier Jahrzehnten besteht eine Städtepartnerschaft mit dem mittelenglischen Brackley.

    Um den zuletzt zum Erliegen gekommen Schüleraustausch wieder zu beleben, plant der Verein noch in diesem Jahr ein Engagement im Rahmen der Europäischen Jugendwoche: "Angedacht ist, dass Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren aus allen Partnerstädten nach Montabaur kommen und hier von lokalen Vereinen begleitet werden", verriet der Vorsitzende Bernhard Winter. Das Ziel sei eine langfristige Vernetzung: "Es wäre doch toll, wenn sich zukünftig zum Beispiel Tennisklubs aus Brackley und Tonnerre bei uns zu einem gemeinsamen Turnier treffen würden."

    Das wäre sicher auch im Sinne der Deutsch-Französischen Gesellschaft. Die würde sich aber auch schon über ein paar neue Mitglieder freuen, die Lust hätten, auf dem eigenen kleinen Weingut am Südhang des Schlossbergs mit anzupacken, erklärte die Vorsitzende Christa Graf. Ein ganz und gar nicht altmodisches Naturerlebnis versprach der Montabaurer Stamm der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg. "Bei uns dürfen Mädchen auch ihren Schminkkoffer mit ins Zeltlager mitnehmen", so Lisa Werner. Das nächste Zeltlager findet im August im österreichischen Techuana statt. Aber auch im restlichen Jahr, so die Vorsitzende, stehen bei den Pfadfindern spannende Aktionen auf dem Programm.

    Eine Chance, mehr über seine neue Heimat zu erfahren, sah Redwan Ruzku in der Messe. Der 23-Jährige, der bereits vor einiger Zeit aus Eritrea geflohen ist, lebt seit vier Monaten in einer städtischen Flüchtlingsunterkunft. "Etwas mehr Beschäftigung im Alltag wäre toll", sagte er. Hier in Deutschland erweise es sich bislang als schwierig, außerhalb des Deutschunterrichtes mit Einheimischen in Kontakt zu kommen.

    Erfreulich unkompliziert gestaltete sich für ihn daher die Begegnung mit den Aktiven des Modell-Flug-Cubs Montabaur-Heiligenroth, die mit einem Analog-Flugsimulator vor Ort waren. Mithilfe geschickter Steuerbefehle galt es, kleine Metallkugeln ins Ziel zu bugsieren. "Ganz schön schwer", wie Ruzku bemerkte. "Wir haben einen kleinen Hangar in der Nähe unseres Flugplatzes in Heiligenroth, in dem sich jugendliche Mitglieder treffen können. Dorthin könnten wir sicher auch einmal eine Gruppe interessierter Flüchtlinge einladen", reagierte Vorstandsmitglied Konstantin Hartenstein spontan. 20 aktive Flieger habe der Verein aktuell, darunter zwei amtierende Deutsche Jugendmeister. Um weiteren Nachwuchs an das Hobby heranzuführen, veranstalte man regelmäßig angeleitete Baukurse. "Heutzutage kaufen ja viele Modellflieger fertige Modelle. Der eigentliche Reiz entsteht jedoch erst, wenn man sein Modell selbst anfertigt", versicherte Mitglied Oliver Gerber.

    Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland zeigte sich mit der Premiere zufrieden: "Unser Ziel war es zu zeigen, welche Vielfalt Montabaur besitzt. Die große Resonanz auf diese Idee hat uns positiv überrascht." Ihre Hoffnung, dass die Vereine nachhaltig an Bekanntheit gewinnen, scheint indes aufzugehen: "Für uns hat dieser Tag wirklich etwas gebracht. Viele Menschen wussten gar nicht, dass es unsere Ortsgruppe in Montabaur gibt", berichtete etwa Katharina Kindgen von Naturschutzbund.

    Montabaur Hachenburg
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