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    WesterburgKatasteramt wird zur Wohnstätte

    In das ehemalige Katasteramt von Westerburg, das zuletzt bis 2011 von der Freien Montessori-Schule Westerwald genutzt wurde, zieht bald neues Leben ein.

    Geschäftsführer Winfried W. Weber (links) und Architektin Nicola Schäfer (rechts) erläuterten Ralf Seekatz (2. von links) und Thea Orthey (Vorsitzende des Vereins für  Behindertenarbeit) das Konzept  der neuen Wohneinrichtung für Menschen  mit hohem Unterstützungsbedarf.
    Geschäftsführer Winfried W. Weber (links) und Architektin Nicola Schäfer (rechts) erläuterten Ralf Seekatz (2. von links) und Thea Orthey (Vorsitzende des Vereins für Behindertenarbeit) das Konzept der neuen Wohneinrichtung für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf.
    Foto: Röder-Moldenhauer

    Von unserer Reporterin Angela Baumeier

    Der Verein für Behindertenarbeit hat das 1938 errichtete Gebäude in der Bahnhofstraße erworben und baut es zu einer Wohneinrichtung für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf um. Betreiber wird die Gemeinnützige Gesellschaft für Behindertenarbeit sein. Die Baukosten sind mit rund 1, 6 Millionen Euro veranschlagt. Dazu beantragt ist eine Unterstützung der Aktion Mensch mit 100 000 Euro. Zudem sind 50 000 Euro bei der Stiftung Gesundheitsfürsorge Speyer für den Einbau des Aufzugs beantragt. Der Verein stellt 150 000 Euro an Eigenmitteln zur Verfügung. Der Rest muss über Bankmittel finanziert werden. Die Einrichtung soll in rund einem Jahr eröffnet werden.

    Vor Ort informierte Geschäftsführer Winfried W. Weber über das Vorhaben, die baulichen Aspekte erläuterte Nicola Schäfer (Architekturbüro Schäfer Westerburg). Ziel ist, ein gemeindenahes Wohnangebot für erwachsene Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen und Mehrfachbehinderungen zu schaffen. Die zentrumsnahe Lage des Gebäudes, das eine solide Bausubstanz hat, ist dafür geradezu ideal. In der Nähe befinden sich Geschäfte, Apotheken, auch Ärzte und therapeutische Praxen sind zu Fuß erreichbar.

    Hintergrund ist, dass die Wohnstätte „Altes Kurhaus" in Seck nach rund 31 Jahren aufgegeben werden soll, da sie den Bedürfnissen nicht mehr entspricht: Das Haus ist nicht barrierefrei und liegt rund ein Kilometer vom Ortskern entfernt. Auch nach dem Umzug von einigen älteren Bewohnern in die Anfang 2013 eröffnete Außenstelle „Alte Gendarmerie" in Rennerod ist die Altersentwicklung durch einen hohen Anteil an  Bewohnern geprägt, die älter als 50 Jahre sind. Damit geht einerseits eine  starke Zunahme an grundpflegerischem Bedarf einher und andererseits erschwert die Lage des „Alten Kurhauses" den Bewohnern, den Ort Seck selbstständig zu erreichen.

    Vorgesehen ist, dass 15 Bewohner des „Alten Kurhauses"  in die neue Wohneinrichtung umziehen werden. Dort werden zwei Hausgemeinschaften mit insgesamt 24 Wohnplätzen eingerichtet. Darin enthalten sind sieben Wohnplätze im vollstationären Bereich,  zwei Plätze im Kurzzeitwohnen sowie eine Trainingswohnung mit vier Wohnplätzen für Menschen mit größerer Selbstständigkeit.

    Die Architektin erläuterte beim Rundgang das bedarfsgerechte Raumprogramm in dem barrierefrei konzipierten Haus. Die beiden Hausgemeinschaften münden in beiden Etagen von der Treppe und dem Aufzug jeweils in einer „lebendigen Mitte" mit großzügigem Balkon. Jeweils zwei Einzelzimmer bilden ein Appartement, zu dem auch ein Bad und ein Vorraum gehören. Das Konzept sieht Räume für tagesstrukturierende Angebote sowie ein Pflegebad, einen Mehrzweckraum (im Dachgeschoss) und eine Wirtschaftsküche für die Mittagsversorgung vor. Das Dachgeschoss wird mit neun großen Gauben versehen, die für Helligkeit sorgen werden. Bei Bedarf können zudem im Dachgeschoss appartementähnliche Einheiten angebunden werden.

    „Den Rückbau hat der Verein in Eigenleistung durchgeführt. Ansonsten werden Westerwälder Firmen zum Zuge kommen", informierte Weber auf Anfrage von Stadtbürgermeister Ralf Seekatz. „Die Stadt ist froh, dass hier eine Folgenutzung stattfindet und bald wieder Leben in das ehemalige Katasteramt einzieht", betonte Seekatz und wies zudem auf die Nähe des geplanten Rewe-XL-Marktes hin. Er zeigte sich überzeugt, dass die geplante Wohneinrichtung gut gelingen werde und sagte Weber seine Unterstützung zu. Da in der Verbandsgemeinde Westerburg und in der unmittelbar angrenzenden Region Bedarf für diese Wohnplätze ist, geht Weber von einer Vollbelegung schon bei Erstbezug im kommenden Jahr aus.

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