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    DaubachIn Daubach gibt es seit 25 Jahren ein Programm zur Erhaltung der Sortenvielfalt beim Obst

    Mit viel Appetit beißen die Kleinen aus der Kindertagesstätte in Stahlhofen in die saftigen und knackigen Äpfel. Der Nachwuchs aus der Entdeckungskiste probiert bei einem Spaziergang das Obst von den Bäumen in der Daubacher Gemarkung. Im wahrsten Sinne des Wortes trägt dort nämlich ein Programm Früchte, das 1986 ins Leben gerufen worden ist. Der damalige Ortsbürgermeister Franz-Josef Poggemann initiierte im Dorf eine Pflanzaktion und die Erfassung aller Obstgewächse. Seit 25 Jahren wird sein Konzept kontinuierlich weitergeführt. Das Modell, die heimische Sortenvielfalt zu hegen und zu pflegen, ist bis heute relativ einzigartig im Westerwaldkreis.

    Gesunde Ernährung wird in der Kindertagesstätte in Stahlhofen großgeschrieben. Für die Kleinen aus der Entdeckungskiste spielt bei ihren Erkundungen so auch die Erntezeit eine große Rolle. Bei einem Ausflug probierte der Nachwuchs auch gleich wie die Äpfel von den Bäumen aus der Daubacher Gemarkung schmecken.
    Gesunde Ernährung wird in der Kindertagesstätte in Stahlhofen großgeschrieben. Für die Kleinen aus der Entdeckungskiste spielt bei ihren Erkundungen so auch die Erntezeit eine große Rolle. Bei einem Ausflug probierte der Nachwuchs auch gleich wie die Äpfel von den Bäumen aus der Daubacher Gemarkung schmecken.
    Foto: Christel Debusmann

    Daubach - Mit viel Appetit beißen die Kleinen aus der Kindertagesstätte in Stahlhofen in die saftigen und knackigen Äpfel. Der Nachwuchs aus der Entdeckungskiste probiert bei einem Spaziergang das Obst von den Bäumen in der Daubacher Gemarkung. Im wahrsten Sinne des Wortes trägt dort nämlich ein Programm Früchte, das 1986 ins Leben gerufen worden ist. Der damalige Ortsbürgermeister Franz-Josef Poggemann initiierte im Dorf eine Pflanzaktion und die Erfassung aller Obstgewächse. Seit 25 Jahren wird sein Konzept kontinuierlich weitergeführt. Das Modell, die heimische Sortenvielfalt zu hegen und zu pflegen, ist bis heute relativ einzigartig im Westerwaldkreis.

    Daubachs Ortsbürgermeister Raimund Hahn mit alten und neuen Karten sowie mit dem Aktenordner zum Anfangsbestand der Obstbäume aus dem Jahr 1986.
    Daubachs Ortsbürgermeister Raimund Hahn mit alten und neuen Karten sowie mit dem Aktenordner zum Anfangsbestand der Obstbäume aus dem Jahr 1986.
    Foto: Christel Debusmann

    Als vor 25 Jahren alles begann, gediehen 280 alte Obstbäume in der Daubacher Gemarkung. Das ergab die damalige Zählung. Für jedes Gewächs wurden bestimmte Faktoren erfasst. Dazu gehörten beispielsweise Sorte, Alter, Größe, Umfang, Gesundheit, Statik, Pflegebedarf und die Bedeutung für den Naturhaushalt. Alle diese Daten flossen als Anfangsbestand im Baumkataster zusammen. Der dickste Apfelbaum hatte einen Stammumfang von 130 Zentimetern. Bei der Kartierung wurden auch alte Obstsorten wiederentdeckt.

    Ein Vierteljahrhundert später, im Jahr 2011, hat sich die Zahl deutlich erhöht. 335 weitere Bäume sind im Laufe der Zeit in der Daubacher Gemarkung noch dazu gekommen. Über alle wird im Kataster weiter genau Buch geführt. Ortsbürgermeister Raimund Hahn erläutert: „Damals wuchsen überall nur Apfel- und einige Birnbäume. Inzwischen sind neben diesen beiden Obstarten noch Nüsse, Zwetschgen, Kirschen und Pfirsiche gepflanzt worden.“ Mittlerweile säumen so viele Straßen und Wirtschaftswege Alleen quer durch die örtliche Feld- und Wiesenflur.

    Der komplette Bestand wird regelmäßig gepflegt. Der Gemeindearbeiter ist mit dieser Aufgabe betraut. Vom Grundstock sind inzwischen einige Bäume abgestorben. Sie wurden aber durch neue ersetzt, damit die alten Alleen, die mittlerweile durch weitere ergänzt worden sind, erhalten bleiben.

    Raimund Hahn erklärt, warum er die Initiative seines Vorgängers fortführt: „Wir wollen erhalten, was in der Gegend üblich ist. Die Obstbäume sind auch für die Flora und Fauna von Bedeutung. Sie übernehmen in der Landwirtschaft wichtige ökologische Funktionen.“ So tragen die Gewächse unter anderem zur Verbesserung des Nähr- und Nistangebots für Vögel, Kleinsäuger und Insekten bei. Da Daubach mitten im Naturpark Nassau liegt, gibt es auch von dieser Seite Unterstützung für das ländliche Projekt. Die Pflanzung und Pflege wird finanziell unterstützt.

    Auch die Daubacher profitieren von dem guten Ertrag. Teilweise stehen die Obstbäume im Ort auf Privatgrundstücken. Die Eigentümer können die Früchte selbst ernten. Bei den Gewächsen, die auf gemeindeeigenen Flächen gedeihen, dürfen sich die Bürger nach Absprache mit dem Ortsbürgermeister bedienen. Das wird gut angenommen, berichtet Raimund Hahn. In diesem Jahr gab es besonders viel Obst. Die Einwohner haben reichlich von dieser guten Ernte Gebrauch gemacht. Bis auf wenige Äpfel sind alle Früchte gepflückt. Ein Teil der Äpfel wurde auch zu Saft verarbeitet.

    Von unserer Redakteurin Christel Debusmann

     

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