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    HachenburgHachenburg: Reitervolk fällt in Burggarten ein

    Der Burggarten wird von den Hunnen eingenommen. Vom 5. bis zum 7. Juni findet dort das 1. Westerwälder Hunnenlager statt, ins Leben gerufen von Fürst Oktar.

    Die Westerwälder Hunnen rund um Fürst Oktar alias Hans Reinhardt (rechts) lagern am ersten Juniwochenende im Hachenburger Burggarten. Von Freitag bis Sonntag wartet ein buntes Programm auf die Besucher.
    Die Westerwälder Hunnen rund um Fürst Oktar alias Hans Reinhardt (rechts) lagern am ersten Juniwochenende im Hachenburger Burggarten. Von Freitag bis Sonntag wartet ein buntes Programm auf die Besucher.

    Von unserer Reporterin Larissa Schütz

    Im echten Leben heißt er eigentlich Hans Reinhardt und wohnt in Hachenburg. Das verspricht ein Wochenende der besonderen Art zu werden. Bunt, exotisch und wild - mitten im Herzen der Löwenstadt errichtet die Westerwälder Hunnenhorde ein Lager, denen des nomadischen Reitervolkes nachempfunden.

    Einst haben die Menschen vor Schrecken gezittert wenn es hieß: Die Hunnen kommen. Für die Kirche waren die Hunnen sogar Vorboten des Weltunterganges. Heute sieht die Sache etwas anders aus, denn die Leute freuen sich, wenn die Hunnen kommen. In den Karnevalshochburgen Deutschlands erlebte das kriegerische Reitervolk eine Wiedergeburt. Zahlreiche Horden haben sich formiert, fahren mit imposanten Wagen bei den Umzügen mit, kleiden sich, wie ihre historischen Vorbilder, in Leder und Pelze und wohnen während ihrer Lager in prunkvoll ausgestatteten Jurten. Aber so grimmig, wie die neuzeitlichen Hunnen mit ihren Kostümen und den schwarz geschminkten Augen vielleicht aussehen mögen, haben sie einen weichen Kern. Die Erlöse aus den Veranstaltungen werden meist an soziale Einrichtungen oder Projekte gespendet. Da die Hunnen von heute meist aus der Karnevalsszene stammen, wissen sie natürlich auch, wie man ordentlich feiert. Das werden auch die Vertreter aus dem Westerwald am ersten Juniwochenende in Hachenburg unter Beweis stellen.

    Acht Jurten bilden das Zentrum des Hunnenlagers. Eingerichtet sind diese Zelte mit Fellen, massiven Holzmöbeln mit Schnitzereien, Tierschädeln und „Beutestücken“, wie goldenen Kelchen und Schatzkisten. Attila selbst hätte seine Freude an solch einer Behausung gehabt. Die Besucher des 1. Westerwälder Hunnenlagers können die Jurten auch besichtigen.

    An einer langen Tafel sitzen Attila und sein Gefolge, überwachen das bunte Treiben im Lager. Das Programm an den drei Tagen verspricht gute Unterhaltung für Jung und Alt. Es gibt Tänze, Schwertkämpfe und Shows. Abends, wenn es dunkel wird, erhellen die Flammen von großen Lagerfeuern und Fackeln den Platz im Burggarten. Heuballen rund um die Feuerstellen bieten wärmende Sitzgelegenheiten.

    Musik gibt es natürlich auch. Aber wer da an folkloristische Klänge aus dem asiatischen Raum denkt, irrt. Gefeiert wird bei den modernen Hunnen auch mit moderner Musik - von Hits aus den Charts bis hin zu Schlagerklassikern. Für den Samstag haben sich schon befreundete Stämme, sogar aus den Niederlanden, angekündigt. Den Westerwälder Hunnen ist es wichtig, dass Menschen aller Altersklassen Spaß in ihrem Lager haben. Für die Kinder steht an dem Wochenende eine Hüpfburg bereit. Der Eintritt ist an allen Tagen frei.

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