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    Gastronomie und Handel mit höchstem Insolvenz-Risiko

    Wie ist es um das Insolvenzrisiko im Westerwald bestellt? Eine Fachanalyse gibt Antworten.

    Foto: picture alliance / dpa

    Westerwaldkreis - Das Risiko für Unternehmen aus dem Westerwaldkreis, auf ihren Forderungen sitzen zu bleiben, ist gesunken. Das hat die Koblenzer Creditreform festgestellt, die ihr Risikobarometer Mittelstand 2013/2014 präsentiert hat. Der Risikoindikator ist demnach im Westerwaldkreis im Vergleich zu 2012 um 0,25 Prozentpunkte auf 2,28 gesunken. Damit ist dem Kreis der Wechsel von der Risikoklasse 4 (erhöhtes Ausfallrisiko) in die Risikoklasse 3 (mittleres Risiko) gelungen. Damit liegt der hiesige Landkreis 2013 zwar klar über dem Bundesdurchschnitt (2,05 Prozent), aber unter dem Landesdurchschnitt (2,35 Prozent) und in der Rangliste der Region Mittelrhein (2,64 Prozent), zu der neben dem Westerwaldkreis auch die Stadt Koblenz sowie die Kreise Neuwied und Mayen-Koblenz gehören, auf Platz eins.

    Gastronomie und Handel haben nach Erkenntnissen der Creditreform weiterhin das größte Insolvenzrisiko. Auch Existenzgründer müssen kämpfen. Nach fünf Jahren ist in der Regel die Hälfte der Neugründungen verschwunden. Nur im Handwerk sieht es besser aus. Das Koblenzer Inkassounternehmen nennt als Grund die gute Vorbereitung und den Meisterbrief in diesem Wirtschaftssektor. Während sich die Lage hierzulande und auch in der Stadt Koblenz (2,46 Prozent) im Vergleich zu 2012 verbessert hat sowie im Rhein-Lahn-Kreis (2,24 Prozent) relativ stabil ist, sackten die benachbarten Kreise Altenkirchen (2,65 Prozent) und Neuwied (2,98 Prozent) deutlich ab. Letzterer befindet sich nun auf Rang 32 von insgesamt 36 Plätzen landesweit. Zudem sind beide Kreise in der vorletzten von insgesamt fünf Risikoklassen.

    Der Prognose des Creditreform-Chefs Prof. Helmut Rödl zufolge wird sich an diesen Werten in den kommenden Monaten nicht viel tun. „Die Stadt Koblenz, der Westerwaldkreis, der Kreis Neuwied, der Rhein-Lahn-Kreis, der Kreis Altenkirchen und der Landkreis Mayen-Koblenz werden in diesem Jahr keine großen Veränderungen zeigen", meint der Geschäftsführer. Wozu die Ermittlung der Quoten? Die Antwort ist einfach: Die Werte rufen die Banken und andere Unternehmen ab, um die Bonität ihrer Kunden zu überprüfen. Aus den für die Region ermittelten Werten lässt sich interpretieren, dass es woanders leichter ist, an Kredite zu kommen – zumal die Institute selbst mit schärferen Anforderungen rechnen müssen.

    Die Creditreform beobachtet vor diesem Hintergrund, dass allein 2013 von rund 35 000 Betrieben im Westerwaldkreis, Koblenz und Mayen-Koblenz rund 1000 Insolvenz anmelden mussten, dass viele Unternehmen nicht mehr auf die Banken setzen, sondern andere Wege suchen. Der Beliebteste dabei ist der sogenannte Lieferantenkredit, wobei die Kunden die Zahlungsziele – in der Regel 30 Tage – voll ausreizen. Darüber hinaus gibt es Bestrebungen in den Betrieben, die Eigenkapitalbasis zu verbessern, indem Ausschüttungen an Inhaber oder Gesellschafter verringert werden. ka/mp/sm

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