40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Westerwälder Zeitung
  • » Ende einer Tradition: Deutschlands drittältester Tennisverein wird aufgelöst
  • Aus unserem Archiv

    HachenburgEnde einer Tradition: Deutschlands drittältester Tennisverein wird aufgelöst

    Ende einer Tradition: Nach 130 Jahren steht der TC Rot-Gelb Hachenburg vor dem Aus.

    Von unserer Redakteurin Nadja Hoffmann-Heidrich

    Der Tennisverein, der 1885 von Alexander Graf von Hachenburg gegründet wurde, ist der drittälteste seiner Art in ganz Deutschland und einer der ältesten Vereine in der Löwenstadt. Nachdem die Mitgliederzahl in den vergangenen Jahren aber kontinuierlich zurückgegangen ist, wodurch sämtliche Einnahmen des Clubs weggebrochen sind, haben die letzten verbliebenen Spieler jetzt in einer außerordentlichen Versammlung schweren Herzens die Auflösung beschlossen. Das hat der Vorsitzende Christoph Hilpisch bestätigt. Er und zwei weitere Mitglieder wurden beauftragt, sich um die Abwicklung zu kümmern. Wann genau der Schlusspunkt gesetzt sein wird, steht noch nicht fest.

    Schon im Mai hatte unsere Zeitung über die Probleme des Vereins berichtet. Zu dieser Zeit waren vier der sechs Plätze oberhalb des Burbach-Stadions bereits von Disteln und Löwenzahn überwuchert. Dort, wo noch vor wenigen Jahren spannende Matches ausgetragen wurden und viele Sportbegeisterte gesellige Stunden verbrachten, trat die finanzielle Schieflage des Clubs schon seit Längerem deutlich vor Augen. Zudem lastet auf dem massiven und großzügig ausgestatteten Clubhaus (Gemeinschaftsraum mit Theke und Küche, zwei Umkleideräume mit Duschen und Toiletten sowie Abstellräume) noch eine Bauschuld von rund 20 000 Euro. Während sich das Gebäude im Eigentum des Vereins befindet, gehört das Gelände der Stadt. Der Club hat die Flächen gepachtet.

    Genau an dieser Stelle wird die Frage nach der Zukunft der einst vor allem in den Sommermonaten stark belebten Anlage kompliziert. Der TuS Hachenburg hat sein Interesse bekundet, den Weißen Sport als eigene Abteilung innerhalb des Gesamtvereins zu integrieren. „Allerdings nur, wenn die finanziellen Angelegenheiten stimmen“, so TuS-Vorsitzender Jochen Cramer. Einen Berg Schulden möchte und kann sein Verein nicht übernehmen. Daher stehen nun Gespräche zwischen den TuS-Verantwortlichen, dem Vorstand des TC und der Stadtspitze an. „Um den Tennissport in Hachenburg wieder zukunftsfähig zu machen, müssen mindestens vier Plätze bereitgehalten werden“, berichtet Cramer. Dies bedeutet aber, dass auf der Anlage grundlegende Sanierungsarbeiten erforderlich würden. Auf den zwei dann nicht mehr benötigten Courts könnten möglicherweise ein Beachvolleyball- oder ein Basketballfeld entstehen, so die Vision des TuS-Chefs.

    Ganz wichtig wäre ihm im Fall einer Übernahme die Reaktivierung der Jugendarbeit – vielleicht in Kooperation mit Kitas und Schulen. Auch eine gemeinsame Nutzung der Plätze mit einem Nachbarverein sei vorstellbar. „Diese Fragen können aber erst beantwortet werden, wenn die finanziellen und rechtlichen Fragen geklärt sind“, betont Cramer. Stadtbürgermeister Karl-Wilhelm Röttig kündigte an, dass sich auch der Stadtrat mit dem Thema beschäftigen wird.

    Montabaur Hachenburg
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Online regional
    Markus Eschenauer

    Regio-CvD Online

    Markus Eschenauer

    Mail | 02602/160 474

    epaper-startseite
    Regionalwetter Westerwald
    Samstag

    13°C - 19°C
    Sonntag

    13°C - 19°C
    Montag

    14°C - 21°C
    Dienstag

    14°C - 23°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerien: Fotos unserer Leser
    &bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

    Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.