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    MarienstattEin Hoffnungsmacher: Abt Andreas wird 70

    Eine der großen Persönlichkeiten des Westerwaldes hatte am Samstag zu einem „Lebensfest“ geladen – und gut 100 Ehrengäste, darunter auch Familienangehörige und Freunde, waren teils von weither gekommen, um dem Marienstatter Abt Andreas Range zu seinem 70. Geburtstag zu gratulieren und um ihm ihre guten Wünsche zu überbringen. In der Annakapelle, deren Einrichtung der Jubilar noch zu seiner Zeit als Schulleiter angestoßen hatte, würdigten sie den gebürtig aus Köln stammenden Zisterziensermönch als ein Fundament des Glaubens, als gefragten gesellschaftlichen Gesprächspartner, als engagierten Fürsprecher für das Kloster mit seinem Konvent sowie das Gymnasium Marienstatt, als Kunstliebhaber, Literaturexperten und als rheinische Frohnatur.

    Foto: Röder-Moldenhau

    Pater Prior Martin Pfeiffer betonte in seiner Begrüßung, dass es die Marienstatter Mönchsgemeinschaft sei, die Abt Andreas am nächsten sei. Viele der Ordensbrüder teilten bereits seit Jahrzehnten miteinander Freud und Leid. Pater Martin dankte dem Klostervorsteher für seinen Einsatz, stets der Gemeinschaft zu dienen. An Ruhestand sei bei Abt Andreas auch an seinem 70. Geburtstag noch nicht zu denken, stattdessen sei er weiterhin stark gefordert.

    Auf Wunsch von Abt Andreas Range sang die ganze Festgemeinde zum Abschluss der offiziellen Feier in der Annakapelle das Lieblingslied des Jubilars: „Nun danket alle Gott“ – begleitet von Frater Gregor Brandt an der Orgel.  Foto: Röder-Moldenhauer
    Auf Wunsch von Abt Andreas Range sang die ganze Festgemeinde zum Abschluss der offiziellen Feier in der Annakapelle das Lieblingslied des Jubilars: „Nun danket alle Gott“ – begleitet von Frater Gregor Brandt an der Orgel.
    Foto: Röder-Moldenhauer

    Als treuen Wegbegleiter und Hoffnungsmacher für das pilgernde Volk lobte Abt Anselm van der Linde, Präses der Mehrerauer Kongregation, den Jubilar. Eine Abordnung aus Mehrerau war 1888 für die Wiederbesiedlung Marienstatts nach der Säkularisation verantwortlich, weshalb beide Klöster seitdem eng miteinander verbunden sind.

    Die große Ausstrahlungskraft Marienstatts für die gesamte Region hob der Limburger Weihbischof Dr. Thomas Löhr, Bischofsvikar für die Orden, hervor. Abt Andreas und dem gesamten Konvent dankte er für ihr segensreiches Wirken. Einen Menschen, der für die Region sehr wichtig sei, nannte der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering den Jubilar. Abt Andreas sei bereit, sich mit Neuem auseinanderzusetzen, ohne beliebig zu werden.

    Dass Menschen wie der Abt gerade in bewegten Zeiten wie diesen aufgrund ihrer Klugheit, ihres Wissens und ihrer Werte gefragt seien, sagte Hachenburgs VG-Bürgermeister Peter Klöckner. Der gute Ruf des Gymnasiums trage darüber hinaus die Handschrift des Jubilars, der sich immer mit Leidenschaft für die Schule einsetze.

    Abt Andreas habe eine begeisternde Art, über Glauben und klösterliches Leben zu sprechen, finde aber auch kritische Worte, wenn sie angebracht seien: Das erklärte Susanne Szczesny-Oßing, Präsidentin der IHK-Koblenz und Mitglied im Beratergremium der Abtei. Andreas Wiemann-Stuckenhoff, Schulleiter des Gymnasiums Marienstatt, dankte dem Jubilar für viele wichtige Dinge, die dieser zu seiner Zeit in diesem Amt angestoßen habe, darunter beispielsweise das Sozialpraktikum für die Elfer und die „segensreiche Einrichtung“ der Schulseelsorge.

    Auf Abt Andreas' besondere Beziehung zur zeitgenössischen Kunst ging der Bildhauer und Freund des „Geburtstagskindes“, Erwin Wortelkamp, ein. So wie in der Kunst jedes Detail eine wesentliche Funktion erfülle, habe auch der Abt sein Steinchen in seinem Umfeld eingefügt, ohne dabei das große Ganze aus dem Blick zu verlieren. Auf das prägende Wirken des Jubilars als Deutschlehrer ging dessen ehemalige Schülerin und heutige Referendarin Diana Steegers ein, ehe Friedrich Esser, Vorsitzender des Forums Abtei Marienstatt, das zeitintensive Mitwirken des Abtes an den Aktivitäten des Fördervereins lobte. In Andreas habe Marienstatt einen Abt zum Anfassen, dessen Ideen inspirierend seien. Statt Geschenken hatte der Jubilar um Spenden zur Restaurierung einer Apostelfigur des Hadamarer Barock aus der Klosterbibliothek gebeten. Esser freute sich, als Zwischenergebnis bereits eine Summe von 3600 Euro präsentieren zu können. „Damit können wir den heiligen Paulus, eine Figur die dem Abt besonders am Herzen liegt, in Angriff nehmen“, so Esser.

    Abt Andreas bedankte sich für alle Lobesworte, lenkte diese aber von sich weg auf den Ort, an dem er inzwischen rund 50 seiner 70 Lebensjahre verbracht hat. „Was wäre ich ohne Marienstatt?“, so der Jubilar. Mit neuen Projekten, etwa der Erweiterung der Bibliothek, möchte er mithilfe seiner Mitbrüder die Leucht- und Strahlkraft des Klosters weiter ausbauen. Musikalisch begleitet wurde der Festakt von Mose Marius Müller (Abiturient 2017) am Klavier und dem jungen Marienstatter Novizen Frater Augustinus Hernández an der Geige.

    Von unserer Redakteurin Nadja Hoffmann-Heidrich

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