40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Westerwälder Zeitung
  • » Diakonie bietet psychisch Erkrankten schnelle Unterstützung
  • Diakonie bietet psychisch Erkrankten schnelle Unterstützung

    Westerburg/Montabaur. Für viele Menschen mit einer psychischen Erkrankung ist es ein Martyrium, dass sie bis zu ein Jahr auf einen Therapieplatz warten müssen. Schnelle und unkomplizierte Hilfe bietet in diesen Fällen das Diakonische Werk im Westerwaldkreis.

    In Montabaur und Westerburg werden regelmäßig Gesprächsrunden und Beratungen für psychisch Erkrankte angeboten. Eine Psychotherapie können diese zwar nicht ersetzen, machen Astrid Müller-Ax und Matthias Becker im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich. Aber sie helfen Menschen dennoch, eine belastende Lebenssituation besser zu meistern. Bei der Diakonie können psychisch Erkrankte schnell und unkompliziert an Gesprächen mit Diplom-Sozialarbeitern und Diplom-Sozialpädagogen teilnehmen oder sich bei regelmäßigen Gruppentreffen mit anderen Betroffenen austauschen. Auch an Angehörige psychisch Erkrankter richtet sich dieses Angebot. In der Regel ist ein Erstkontakt innerhalb von zwei oder drei Wochen möglich, so die Experten.

    In der dunklen Jahreszeit ist die Nachfrage erfahrungsgemäß besonders hoch. Vor allem die emotionale Weihnachtszeit wird von Menschen mit einer psychischen Erkrankung als problematisch empfunden. Das Gesprächsangebot der Diakonie fußt im Wesentlichen auf drei Säulen: Am Hauptsitz der Wohltätigkeitsorganisation in Westerburg wird regelmäßig an den Montagen eine telefonische Sprechstunde angeboten (in der Regel zwischen 13 und 14 Uhr unter 02663/96 80 312). Fast täglich gibt es zudem Offene Treffen der Kontakt- und Informationsstelle (KIS) am Marktplatz 8. Gelegentlich werden dabei auch Brettspiele oder gemeinsames Kaffeetrinken angeboten. Die Besucher erleben es als angenehm, dass sie dabei unter Menschen mit ähnlichen Erfahrungen und Erkrankungen sind, erzählen die Experten. Ihnen fällt es deshalb leichter, über ihre Sorgen und Nöte zu sprechen.

    Dritter Baustein im Beratungsangebot sind die Gruppengespräche in Montabaur (Bahnhofstraße 69), die regelmäßig von Ulrike Barteit durchgeführt werden. Hierfür sollten sich Interessierte zwar vorab telefonisch anmelden (02602/ 106 98 76). Die Aufnahme in eine der Gruppen ist aber in der Regel ebenfalls ohne lange Wartezeiten möglich. Die Diplom-Sozialpädagogin bietet überdies auch in der Außenstelle in Montabaur Beratungsgespräche für Betroffene und deren Angehörige an. Nicht zuletzt umfasst das Angebot in der Kreisstadt auch Entspannungstraining, Bewegungsofferten sowie einen wöchentliche Kaffeetreff für Jung und Alt in den Räumen des Diakonischen Werkes.

    Bei einer nicht so schweren Form oder einer bereits behandelten Erkrankung können diese Treffen und Gespräche unter Umständen ausreichend ein. Sollte nichtsdestotrotz eine Psychotherapie erforderlich sein, so helfen die Fachleute der Diakonie auch bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten. Zum Fachpersonal im Westerwald hält das Diakonische Werk regelmäßig Kontakt.

    Nicht zuletzt verfügt die Diakonie über ein Betreutes Wohnen mit 25 Plätzen in Westerburg. Es handelt sich hierbei um eine Tagesstätte als eine teilstationäre Einrichtung zur wohnortnahen Betreuung und Versorgung erwachsener, chronisch psychisch erkrankter Menschen. Weitere Informationen von der Diakonie gibt es unter Tel. 02663/919 680.

    Den Menschen, die Bedenken haben, sich mit ihrem Leiden an die Diakonie zu wenden, machen die Fachleute Mut. Die regelmäßigen Treffen helfen ihrer Erfahrung nach bei der Stabilisierung in schwierigen Lebenslagen, sagen Astrid Müller-Ax und Matthias Becker. Neben einer gewissen Geselligkeit und sozialen Kontakten zu Personen mit ähnlichen Problemen seien die Gespräche auch eine gute Präventionsmöglichkeit, um eine Verschlimmerung der Krankheit zu verhindern.

    Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

    Kommentar von Markus Kratzer über Ärzte auf dem Land: Es gibt keine einfache LösungDer Landarzt braucht mehr Anreize – Interview zur medizinischen VersorgungMisere in den Praxen: Diabetologen finden kaum noch NachfolgerHundsangen: Zahnärzte behandeln Senioren auch zu HauseVersorgung im Westerwald: Patienten warten bis zu einem Jahr auf Psychotherapieweitere Links
    Anzeige
    Anzeige
    Online regional
    Markus Eschenauer

    Regio-CvD Online

    Markus Eschenauer

    Mail | 02602/160 474

    epaper-startseite
    Westerwälder Zeitung bei Facebook
    Regionalwetter Westerwald
    Dienstag

    1°C - 9°C
    Mittwoch

    0°C - 11°C
    Donnerstag

    -1°C - 10°C
    Freitag

    1°C - 11°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerien: Fotos unserer Leser
    &bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

    Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

    Webcams in der Region Altenkirchen/Betzdorf und Montabaur
    Auch interessant