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    Ransbach-BaumbachBöhmischer Wind weht durch die Stadthalle: Egerländer Musikanten

    "90-60-30-15": Das sind keine Modeltraummaße, sondern diese Zahlen überschreiben die Jubiläumstour der Egerländer Musikanten, die am Freitagabend in der Stadthalle von Ransbach-Baumbach Station machten.Zur Erklärung: Der langjährige Leiter Ernst Mosch wäre am 7. November des vergangenen Jahres 90 Jahre alt geworden. Vor 60 Jahren hob er die Egerländer Musikanten aus der Taufe. Und vor 30 Jahren kam Ernst Hutter als Tenorhornist ins Orchester, das er seit 15 Jahren leitet. Also keine Traummaße, doch für die Freunde des Volkmusik-Genres ist die Blasmusik der Egerländer allemal ein Traum.

    Die Egerländer Musikanten sind in diesem Jahr auf Jubiläumstour. Am Freitagabend machte das Ensemble Station in der Stadthalle von Ransbach-Baumbach und zog 800 Freunde der böhmischen Blasmusik mit Melodien aus sechs Jahrzehnten in seinen Bann.  Foto: Hans-Peter Metternich
    Die Egerländer Musikanten sind in diesem Jahr auf Jubiläumstour. Am Freitagabend machte das Ensemble Station in der Stadthalle von Ransbach-Baumbach und zog 800 Freunde der böhmischen Blasmusik mit Melodien aus sechs Jahrzehnten in seinen Bann.
    Foto: Hans-Peter Metternich

    Von unserem Mitarbeiter Hans-Peter Metternich

     

    "Volles Haus" konnte der Kulturkreis Ransbach-Baumbach stolz vermelden, denn die gute Stube der Töpferstadt war am Freitagabend rappelvoll. Das Original der Egerländer Musikanten hat auch nach 60 Jahren nichts von seiner Anziehungskraft verloren, das bewiesen die 800 Blasmusikfreunde. Beim Publikum muss Blasmusik nach wie vor hoch im Kurs liegen, und genau auf diesem Kurs liegt Ernst Hutter und schwimmt mit seinem Ensemble oben auf. Edi Graf ist den Zuhörern ein sympathischer, eloquenter Begleiter durch den Abend, der eine Hommage an den Gründer der Egerländer Musikanten, Ernst Mosch, ist.

    Melodien aus 60 Jahren spannen den Bogen von den Anfängen des legendären Blasorchesters 1956 bis ins Jahr 2016, in dem die aktuelle Besetzung der Egerländer ihre Freunde mit der jüngsten Tournee zum Mitfeiern einlädt. Es ist die Mischung aus Klassikern und neueren Kompositionen, die das Repertoire abwechslungsreich gestaltet und nicht in realitätsentrückte Traditionspflege abdriften lässt. Dennoch, die bekannten und nach wie vor beliebten Ohrwürmer dürfen da, wo die Egerländer musizieren, natürlich nicht fehlen. Und die Stücke der ersten Stunde wie die "Fuchsgrabenpolka" und "Rauschende Birken" fehlen nicht.

    Die Birken lässt das Gesangsduo Katharina Praher und Nick Loris rauschen. Die beiden fühlen sich "Auf der Vogelwiese" pudelwohl, und mit dem "Egerländer Musikantenmarsch" lassen sie "Böhmischen Wind" durch die Stadthalle in Ransbach-Baumbach wehen. "Philharmoniker der Blasmusik" werden sie genannt, die Egerländer Musikanten, deren Musik voller Lebensfreude, Leichtigkeit und Fröhlichkeit steckt. Und der Funke der Lebensfreude und Leichtigkeit springt im Handumdrehen auf das Publikum über, das seiner Begeisterung freien Lauf lässt. Es sind der weiche Sound der böhmischen Polkas und Walzer sowie das unvergleichliche Klangbild der Egerländer, die die Fans nach jedem Stück jubeln lassen.

    Ernst Hutter und seine Musikanten leiten als "Kinder von der Eger" nach den Egerländer Evergreens "Kesselflicker-Polka", "Böhmisches Gold" und "Pfeffer und Salz" mit dem "Astronautenmarsch" ihren Abschied ein. Von wegen Abschied: In der halbstündigen "Nachspielzeit" laufen die Egerländer, die in der Bundesliga der Blasmusik spielen, noch einmal zur Höchstform auf. Das Publikum genießt es sichtlich. Am Schluss versprechen die singenden Musikanten "Das Feuer brennt weiter" und erweisen mit diesem Bekenntnis dem Begründer der Egerländer Musikanten ihre tief empfundene Referenz.

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