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    WesterwaldkreisBlaulicht: Polizei klärt Einbruchsserie auf

    Osteuropäische Banden machen derzeit mit Einbruchsserien den Westerwaldkreis unsicher.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

    In vielen Fällen entkommen sie unerkannt. Doch jetzt gelang es der Polizei, einen 46-jährigen Rumänen zu verhaften (die WZ berichtete), der sich für eine Serie von 31 Einbrüchen verantworten muss. Der Mann sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Dem 46-Jährigen wird vorgeworfen, in den Gemeinden Niedererbach, Nentershausen, Görgeshausen und Eppenrod im Rhein-Lahn-Kreis in der Zeit vom 6. November bis zu seiner Festnahme am 13. November insgesamt 31 Mal in Wohnhäuser und Gartenlauben eingedrungen zu sein. Dabei stahl er Fahrräder, Bargeld, Schmuck, einen Laptop und Mobiltelefone. Der mutmaßliche Einbrecher hat keinen festen Wohnsitz in Deutschland, sondern war als reisender Täter unterwegs, so die Polizei. Während seiner Beutezüge im Kreis hielt er sich im Wald versteckt und übernachtete teilweise in leer stehenden Gartenlauben.

    In den dunklen Wintermonaten und gerade jetzt in der Zeit von Weihnachtsmärkten, Weihnachtsfeiern und Adventskonzerten haben kriminelle Banden Hochkonjunktur: So halten zahlreiche Einbrüche und versuchte Einbruchsdiebstähle derzeit die Westerwälder Polizei in Atem. „Obwohl Wohnungseinbrüche uns das ganze Jahr über beschäftigen, steigt mit Beginn der sogenannten dunklen Jahreszeit tatsächlich die Gefahr, Opfer einer solchen Straftat zu werden“, sagt Andreas Bode, Sprecher der Polizeidirektion Montabaur, im Gespräch mit unserer Zeitung.

    Der Polizeihauptkommissar sieht mit Sorge, dass die Zahl der Delikte seit Jahren zunimmt: Allein bis Anfang Dezember registrierte die Kriminalpolizei im Westerwaldkreis 349 Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser. Im gesamten Jahr zuvor waren es dagegen 277 Fälle. Bei etwa der Hälfte aller Fälle handelt es sich um versuchte Einbrüche, sprich die Täter lassen von der Tat ab, sobald sie auf gut gesicherte Haus- oder Terrassentüren und Fenster treffen oder aber das Entdeckungsrisiko durch Bewegungsmelder oder Alarmanlagen zu hoch scheint. „Die Zunahme dieser Taten ist aber nach wie vor besorgniserregend“, sagt Bode ganz offen. Bei den Tätern handelt es sich nach Erkenntnissen der Polizei meist um osteuropäische Tätergruppen aus dem Köln-Bonner Raum, die vorwiegend in den Orten entlang der Bundesstraßen und Autobahnen aktiv werden. „Das sind Profis. Mit geübtem Griff hebeln sie Türen auf und durchsuchen gezielt die Wohnräume nach Bargeld und Schmuck. Gestohlen werden nur Wertgegenstände, die leicht zu verkaufen sind. Elektronikartikel wie Smartphones lassen die Täter meist liegen“, weiß Bode.

    Auch am vergangenen Nikolauswochenende waren die Einbrecherbanden im Westerwald wieder besonders aktiv: So hebelten am vergangenen Freitag unbekannte Täter in Siershahn zwischen 8.30 und 14 Uhr ein Fenster eines Wohnhauses in der Straße „Auf der Schwarz“ auf und stahlen nach Polizeiangaben einzelne Schmuckstücke. Tags darauf schlugen Einbrecher in Ransbach-Baumbach zu: Am frühen Samstagabend machten sie sich an einem Einfamilienhaus in der Lahnstraße zu schaffen, hebelten ein rückwärtiges Fenster auf und verschafften sich so Zutritt zu dem Haus, das mit der Eingangsseite an die viel befahrene Rheinstraße grenzt. Die Einbrecher durchsuchten das Schlafzimmer, durchwühlten Nachttische und Schränke. Den Hund der Familie hatten sie vorsorglich im Flur eingesperrt. Aufgeschreckt von der heimkommenden Eigentümerin, ließen die Täter einen Teil des Diebesgutes fallen und flüchteten durch die Fenster des Hauses. Andere Wertgegenstände nahmen sie aber mit. Auch von ihnen fehlt bislang jede Spur.

    Ebenfalls am Nikolaussamstag versuchten Täter in der Montabaurer Kaiserstraße und in der Taunusstraße vergeblich, die Haustür und eine rückwärtige Terrassentür aufzubrechen. Am Nikolaussonntag kehrten die Täter dann nach Ransbach-Baumbach zurück und versuchten, ein Fenster in der Tierarztpraxis in der Rheinstraße aufzubrechen – auch dies ohne Erfolg. Mit Blick auf die deutliche Zunahme der Einbruchsdiebstähle legt die Polizei erneut einen Schwerpunkt auf die Bekämpfung dieser Delikte, betont Bode. Doch klar ist auch: „Um solche Straftaten verhindern und effektiv bekämpfen zu können, sind wir auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen“, appelliert der Ermittler. Eine aktive Nachbarschaft, die fremde Autos und fremde Personen im Wohngebiet erkennt und sofort die Polizei verständigt, sei „sehr, sehr wichtig“.

    Hinweise zu den genannten Einbrüchen erbitten die Ermittler der Kriminalpolizei Montabaur unter Telefon 02602/922 60.

    Montabaur Hachenburg
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