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  • Abriss: Alte Berggartenschule in Siershahn ist (fast) Geschichte

    Siershahn. Die alte Berggartenschule in Siershahn wird von Tag zu Tag weniger und ist in Kürze Geschichte.

    Die alte Berggartenschule in Siershahn ist kaum noch wiederzuerkennen. Bis Ende der Woche soll von der einstigen Kreisberufsschule und späteren Förderschule nichts mehr zu sehen sein. Auf dem Areal im Ortskern sollen im kommenden Jahr sechs neue Bauplätze entstehen.​
    Die alte Berggartenschule in Siershahn ist kaum noch wiederzuerkennen. Bis Ende der Woche soll von der einstigen Kreisberufsschule und späteren Förderschule nichts mehr zu sehen sein. Auf dem Areal im Ortskern sollen im kommenden Jahr sechs neue Bauplätze entstehen.​
    Foto: kür

    Alle Gebäudeteile der seit Langem leer stehenden früheren Kreisberufsschule und späteren Förderschule sollen bis Ende der Woche komplett abgerissen sein. Das hat Oliver Mohr vom technischen Gebäudemanagement der Kreisverwaltung auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt.

    "Die Arbeiten laufen ohne Probleme und vor allem ohne größere Überraschungen", zieht Mohr eine erste Bilanz. Zeitplan und Kostenrahmen seien bisher eingehalten worden. Auch der Siershahner Ortschef Alwin Scherz ist zufrieden: "Der Abriss hat bislang gut funktioniert. Die Baumaterialien wurden sauber getrennt. Für die Anwohner waren die Arbeiten erträglich." Auf dem rund 3800 Quadratmeter großen Areal mitten im Ortskern will die Ortsgemeinde Siershahn im kommenden Jahr sechs neue Bauplätze ausweisen.

    Vor drei Monaten hatten die Abrissarbeiten durch ein auf Recycling spezialisiertes Unternehmen aus Boppard begonnen. Nach der Entkernung des Gebäudes, sprich der Entfernung von Fenstern, Türen, Rollläden, Lampen, Steckdosen, Bodenbelägen und Sanitäreinrichtungen, und dem Rückbau aller Versorgungsleitungen konnte die Firma mit dem klassischen Abbruch des Gebäudes mit Hilfe eines Abrissbaggers mit Greifzange beginnen. Nach dem Abriss müssen zuletzt noch die Bodenplatte und die Fundamente des teilunterkellerten Gebäudes beseitigt werden.

    Ist das Schulgebäude, wie geplant, Ende der Woche komplett abgetragen, wird die Firma ab kommendem Montag eine mobile Brechanlage im hinteren Teil des Areals aufstellen, um den Bauschutt, der sich zurzeit in großen Abraumhalden auf dem Gelände türmt, zu schreddern. Nach nur drei Tagen soll das gesamte Material zerkleinert sein, erklärt Mohr. Den Schätzungen zufolge fallen bei dem Abriss der alten Schule rund 3650 Tonnen an mineralischer Bausubstanz an, die bearbeitet werden müssen. Ein Teil des Materials soll dazu dienen, die Baugrube wieder zu verfüllen. Während der gesamten Abrissarbeiten wurde der Bauschutt unter der Aufsicht eines Gutachterbüros getrennt und fachgerecht mit Hilfe von Entsorgungsnachweisen entsorgt, betont Mohr. Der Kreis als Besitzer der Immobilie trägt die gesamten Abrisskosten in Höhe von 200 000 Euro. "Wir halten den Kostenrahmen ein. Es gab lediglich kleinere Nachträge von knapp 5000 Euro", erklärt Mohr.

    Der Abriss der früheren Berggartenschule setzt einen Schlussstrich unter die vielen, letztlich stets verworfenen Überlegungen, wie das leer stehende Gebäude genutzt werden kann. Nach dem Umzug der Berggarten-Förderschule in den Neubau unterhalb der Overberg-Grundschule im Jahr 2009 wurde der Altbau zunächst während der 14-monatigen Generalsanierung der Overberg-Grundschule bis Sommer 2011 als provisorisches Schulgebäude genutzt. Danach fanden der Siershahner Herz-Jesu-Kindergarten und der Wirgeser Bonifatius-Kindergarten während der Umbaumaßnahmen in beiden Kitas hier übergangsweise eine Bleibe. Wurden im Anschluss Optionen für ein Seniorenheim und ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt geprüft, zerschlugen sich diese Pläne an den fehlenden Investoren. Die Idee, das Gymnasium Raiffeisen-Campus bis zur Fertigstellung des Neubaus in der Berggartenschule unterzubringen, scheiterte am politischen Widerstand von Teilen des Ortsgemeinderates. Vor dem Hintergrund des zu Jahresbeginn starken Zustroms von Asylbewerbern wurden schließlich Pläne der Verbandsgemeinde bekannt, die alte Schule zur Flüchtlingsunterkunft mit Wohnappartments umzubauen. Das Vorhaben wurde aber wegen der zu hohen Umbaukosten und der abflauenden Flüchtlingswelle nicht verwirklicht.

    Nun beginnt ein neues Kapitel im Wohngebiet zwischen der Poststraße und der Berggartenstraße: Hier sollen zügig sechs je 600 Quadratmeter große Baugrundstücke ausgewiesen werden, betont Scherz. Dabei müssen sich die Neubauten bezüglich Geschosszahl und Dachform der bestehenden Wohnbebauung anpassen, so der Ortschef. Bereits 2017 soll mit dem Bau der Erschließungsstraße begonnen werden, ist Scherz zuversichtlich. Über den Quadratmeterpreis und über die Vergabebedingungen muss der Ortsgemeinderat noch entscheiden. Der Bürgermeister geht aber davon aus, dass der Kaufpreis bei rund 80 Euro pro Quadratmeter liegen wird.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

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