40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Westerwälder Zeitung
  • » Über WLAN halten Flüchtlinge im Westerwald Kontakt in die Heimat
  • Über WLAN halten Flüchtlinge im Westerwald Kontakt in die Heimat

    Westerwaldkreis. Eigens für die Flüchtlinge ist in der Erstaufnahmestelle in Herschbach/Uww. mit Unterstützung der Ortsgemeinde sowie auch in Ruppach-Goldhausen ein Hotspot für WLAN eingerichtet worden.

    In der Verbandsgemeindeverwaltung in Hachenburg steht ein kostenloser Zugang zum Internet zur Verfügung. Dieser wird auch von Asylbewerbern genutzt. Foto: Röder-Moldenhauer
    In der Verbandsgemeindeverwaltung in Hachenburg steht ein kostenloser Zugang zum Internet zur Verfügung. Dieser wird auch von Asylbewerbern genutzt.
    Foto: Röder-Moldenhauer - Röder-Moldenhauer

    Von unseren Redakteurinnen Susanne Willke und Silke Müller

    Asylsuchende im Westerwald pflegen ihren Außenkontakt über das Internet. Das hat der DRK-Kreisvorsitzende Olaf Reineck auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt. So sind die Asylsuchenden meist draußen vor der Einrichtung anzutreffen mit dem Smartphone in der Hand. "Sie sind wesentlich mehr im Internet als wir und wahnsinnig vernetzt. Sie steigen aus dem Bus mit dem Handy in der Hand und fragen sofort nach dem WLAN-Schlüssel", berichtet Reineck von seinen Beobachtungen. Er weiß: Diese Art der Kommunikation ist für die Flüchtlinge oft die einzige Möglichkeit, den Kontakt untereinander zu pflegen. Häufig wüssten sie deshalb schon viel eher als das DRK selbst, in welche Einrichtung zum Beispiel ein Asylsuchender verlegt wird.

    In Herschbach/Uww. ist der WLAN-Hotspot gegen Ende vergangenen Jahres eingerichtet worden. "Die Kunst dabei war es, etwas hinzubekommen, das so ausgelegt ist, dass möglichst viele Leute gleichzeitig im Netz unterwegs sein können", sagt der DRK-Kreischef. In Herschbach ist dies gelungen, wie er unterstreicht. Durch das Einrichten des WLAN, so hat er beobachtet, ist es auch gelungen, die Unzufriedenheit, die davor in der Erstaufnahmestelle geherrscht hat, auszumerzen. Und dies hat sich später auch bestätigt, denn vor einigen Wochen ist das WLAN in Herschbach wegen eines technischen Fehlers für drei Tage ausgefallen. "Das hat sich sofort bei den Leuten bemerkbar gemacht", sagt Reineck.

    Nicht minder wichtig ist der Kontakt in die Heimat und zu Verwandten und Freunden per Smartphone und WLAN, wenn die Flüchtlinge in den Kommunen untergebracht sind. Das gilt insbesondere für allein reisende Jugendliche, die ihre Eltern zurückgelassen haben. Die Kommunen, die in den meistern  Verbandsgemeinden als Mieter der Flüchtlingswohnungen auftreten, können die Kosten und vor allem die Verantwortung für entsprechende Internetzugänge nicht übernehmen. So sagt Thomas Wolf von der Verbandsgemeinde Wallmerod: "Bei uns steht es den Flüchtlingen genau wie den anderen frei, auf eigene Kosten einen Internetanschluss zu buchen. Dadurch gibt es klare Verantwortlichkeiten bei Haftungsfragen, wenn der Internetanschluss rechtsmissbräuchlich verwendet wird. Nach unseren Erkenntnissen wird der Einfachheit halber auf mobile Internetzugänge zurückgegriffen."  Die Flüchtlinge suchen dann häufig Orte auf, an denen den WLAN-Schlüssel erfragen und sich auf diese Weise kostenfrei mit dem Internet verbinden können. In manchen Fällen springen auch die Flüchtlings-Paten ein und bieten an, dass die Flüchtlinge das heimische WLAN nutzen dürfen. In der Verbandsgemeinde Montabaur gibt es sogar einen Vermieter, der ein Gebäude komplett für Flüchtlinge umgebaut und mit WLAN ausgestattet hat. Grundsätzlich müssen sich aber auch dort die Flüchtlinge selbst um eine geeignete Verbindung kümmern. Die meisten hätten bereits auf der Flucht geeignete Verträge abgeschlossen, über den sie kostengünstig Kontakt mit Zuhause halten können, heißt es von Seiten der Verwaltung. In der Verbandsgemeinde Hachenburg zum Beispiel nutzen die Flüchtlinge hier und da die öffentliches Hotspots wie im Foyer der Verwaltung vor dem Bürgerbüro oder im Lesegarten. Im Zuge der Innenstadtentwicklung soll bald inmitten von Hachenburgs Altstadt ein Hotspot freigeschaltet werden, der zumindest im Sommer viele Nutzer finden dürfte.

    Anzeige
    epaper-startseite
    Westerwälder Zeitung bei Facebook
    Regionalwetter Westerwald
    Montag

    13°C - 25°C
    Dienstag

    14°C - 24°C
    Mittwoch

    14°C - 24°C
    Donnerstag

    14°C - 24°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerien: Fotos unserer Leser
    &bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

    Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

    Webcams in der Region Altenkirchen/Betzdorf und Montabaur
    Anzeige
    Auch interessant