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  • Würdigung Montabaurer Wehrleiter Gerold Holzenthal (62) verabschiedet

    45 Jahre im Dienst der Wehr: Bei brenzligen Einsätzen einen kühlen Kopf bewahrt

    Montabaur. In 45 Jahren als Feuerwehrmann erlebt man so viel, dass es im Rückblick schwerfällt, die herausragendsten Momente zu benennen.

    Zum Abschied wurde Gerold Holzenthal (Mitte) der Titel des Ehrenwehrleiters in der Verbandsgemeinde Montabaur verliehen. Mit ihm freuen sich (von links) der Beigeordnete Andree Stein, der amtierende Wehrleiter in der VG, Jens Weinriefer, Holzenthals Partnerin Angelika Kremer und Bürgermeister Edmund Schaaf.
    Zum Abschied wurde Gerold Holzenthal (Mitte) der Titel des Ehrenwehrleiters in der Verbandsgemeinde Montabaur verliehen. Mit ihm freuen sich (von links) der Beigeordnete Andree Stein, der amtierende Wehrleiter in der VG, Jens Weinriefer, Holzenthals Partnerin Angelika Kremer und Bürgermeister Edmund Schaaf.
    Foto: Thorsten Ferdinand

    Bei der offiziellen Verabschiedung des langjährigen Wehrleiters Gerold Holzenthal in Montabaur wurde allerdings schnell deutlich, dass vom Wirken des inzwischen 62-Jährigen ohnehin mehr in Erinnerung bleiben sollte als ein einziger großer Einsatz: Es ist seine kontinuierliche ehrenamtliche Arbeit über mehr als vier Jahrzehnte, die außergewöhnlich ist und eine große Würdigung verdient. Ob als normaler Feuerwehrmann, als stellvertretender Wehrführer oder auch als Wehrleiter der Verbandsgemeinde Montabaur – Gerold Holzenthal zeichnete sich stets dadurch aus, dass er in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf bewahrte. „Er ist ein Vorbild“, brachte es Kreisfeuerwehrinspekteur Axel Simonis auf einen einfachen Nenner. Einzelne Ereignisse herauszuheben, werde dem Geehrten nicht gerecht. „Man müsste ein Buch über ihn schreiben“, ergänzte Simonis. Und der Titel würde dann ohne Zweifel lauten: Ein Leben für die Feuerwehr.

    Bereits mit 16 Jahren trat Holzenthal in die Montabaurer Wehr ein. Das war im Sommer 1971. Immer wieder bildete er sich fort und absolvierte diverse Lehrgänge. 1990 wurde der Westerwälder zum Brandmeister und zum stellvertretenden Wehrführer in Montabaur ernannt. Ab 1996 folgten 20 Jahre als Wehrleiter der Verbandsgemeinde. Damit trug Holzenthal die Verantwortung für 22 Ortswehren, „und Verantwortung ist etwas, um das sich Menschen üblicherweise nicht reißen“, machte Bürgermeister Edmund Schaaf in seiner Würdigung deutlich. Holzenthal habe sich nicht nur dafür eingesetzt, dass seine Mitstreiter das nötige Arbeitsgerät und die erforderlichen Ausbildungen bekommen. Er habe darüber hinaus für eine offene und faire Menschenführung gestanden und habe als Wehrleiter den Teamgeist entwickelt.

    Als zuständiger Dezernent für die Feuerwehr erinnerte der Beigeordnete Andree Stein unter anderem an die zahlreichen Lehrgänge, die Holzenthal absolviert hatte, und an die Ehrungen, die ihm bereits zuteil wurden. „Ich glaube, alleine diese Aufzählung zeigt, dass Du durch und durch Feuerwehrmann bist“, sagte der Beigeordnete. Dass so viele Gäste aus der Kommunalpolitik und der Feuerwehr zur Verabschiedung in die Bürgerhalle des Montabaurer Rathauses gekommen waren, ist laut Stein ein deutliches Zeichen für die hohe Wertschätzung und den großen Respekt, den Holzenthal genießt.

    Der Wechsel an der Spitze der Montabaurer Wehr wurde tatsächlich bereits zum Jahreswechsel vollzogen. Seitdem ist Jens Weinriefer als Wehrleiter im Amt. Die Zeit der Zusammenarbeit mit Gerold Holzenthal möchte er nicht missen, sagte Weinriefer. Es sei auch sein Verdienst, dass es in der Verbandsgemeinde weiterhin eine beachtliche Zahl an freiwilligen Wehrleuten gebe.

    Dem Geehrten selbst schien das fast schon zu viel Aufhebens um seine Person zu sein. Er habe in all den Jahren gute Fachleute und Kollegen an seiner Seite gehabt, betonte Holzenthal. „Danke, dass Ihr mir so lange den Rücken freigehalten habt!“ In den kommenden Jahren will es der 62-Jährige etwas ruhiger angehen lassen und die Zeit mit seiner Familie und mit seiner Partnerin Angelika Kremer genießen. Wenn sein Rat gebraucht werde, stehe er aber bei Bedarf weiterhin zur Verfügung, sagte Holzenthal. „Die Feuerwehr wird mir immer eine Herzensangelegenheit sein.“ Eine besondere Überraschung hatten sich die Offiziellen indes für das Ende der Veranstaltung aufgehoben: Sie ernannten Holzenthal zum Ehrenwehrleiter der Verbandsgemeinde.

    Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

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