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    Hartenfels100 Jahre Huf Haus: Vom Sägewerk zum weltweiten Marktführer

    Heute ist das Westerwälder Familienunternehmen Huf Haus ein Global Player in der Fertigbau-Branche. Die Firmengruppe erzielt mit moderner Fachwerkarchitektur aus Holz und Glas einen Jahresumsatz von 83 Millionen Euro (2011). Alle Produkte werden unter der Leitung von Georg Huf ausschließlich in dem 900-Einwohner-Ort Hartenfels hergestellt.

    Hartenfels - Heute ist das Westerwälder Familienunternehmen Huf Haus ein Global Player in der Fertigbau-Branche. Die Firmengruppe erzielt mit moderner Fachwerkarchitektur aus Holz und Glas einen Jahresumsatz von 83 Millionen Euro (2011). Alle Produkte werden unter der Leitung von Georg Huf ausschließlich in dem 900-Einwohner-Ort Hartenfels hergestellt.

    In den Produktionshallen der Firma Huf Haus wird erstaunlich viel Handarbeit geleistet. Moderne Elektronik ist zwar auch hier nicht mehr wegzudenken, aber die Mitarbeiter sägen, hobeln und streichen noch. Das Unternehmen liefert weltweit, stellt aber ausschließlich in Hartenfels her.
    In den Produktionshallen der Firma Huf Haus wird erstaunlich viel Handarbeit geleistet. Moderne Elektronik ist zwar auch hier nicht mehr wegzudenken, aber die Mitarbeiter sägen, hobeln und streichen noch. Das Unternehmen liefert weltweit, stellt aber ausschließlich in Hartenfels her.
    Foto: Andreas Jöckel

    Auch wenn exakte Logistik und Elektronik heute im Sägewerk und in der Zimmerei nicht mehr wegzudenken sind: Die Mitarbeiter sägen, hobeln und streichen in den heutigen Produktionshallen hinter den Modellhäusern im Huf Dorf noch erstaunlich viel von Hand. Dort werden jährlich rund 100 Einfamilienhäuser und Objektbauten produziert. "Wir sind froh, dass unser Produkt nicht komplett digitalisierbar ist", sagt Georg Huf. Bei der Firmengruppe sind 503 Mitarbeiter beschäftigt, davon 53 Auszubildende.

    Angefangen hat alles vor 100 Jahren, als Johann Huf ein Sägewerk mit Zimmerei in Krümmel zum 1. April 1912 bei der "Hessen-Nassauischen Baugewerks-Berufsgenossenschaft" anmeldete. Bereits ein Jahr später wurde das Unternehmen nach Hartenfels verlegt. Johann Huf konnte die Firma über zwei Weltkriege und die Wirtschaftskrise hinweg erhalten.

    Nachdem Johann Huf im Jahr 1949 das Geschäft an seinen Sohn Franz übergeben hatte, sind nach Ansicht von Georg Huf vier Meilensteine entscheidend für die erfolgreiche Unternehmensentwicklung gewesen. Der erste Schritt war demnach aus der Not geboren: Nachdem Kaufhof 1964 das Fertighaus aus dem Angebot nahm, musste bis 1972 eine eigene Vertriebsstruktur aufgebaut werden. Gleichzeitig entwickelte Franz Huf gemeinsam mit Architekt Manfred Adams Anfang der 70er Jahre die noch heute verwendete offene, lichtdurchflutete Holz-Glas-Architektur in Fertigbauweise.

    Daraus entwickelte sich der zweite Meilenstein: Ab 1985 setzten Huf und Adams alles auf eine Karte und verlagerten sich ausschließlich auf die Produktion der Fachwerkhäuser. Es gab eine klare Zielrichtung und eine klare Zielgruppe. "Hätte es damals einen Oscar für nachhaltige Unternehmensentwicklung gegeben, hätte man euch den sicherlich verliehen", resümiert Georg Huf heute.

    Den dritten Meilenstein setzte die dritte Huf-Generation: 1996 übergab Franz Huf die Geschäfte an seine Söhne Georg und Thomas. Die beiden Brüder stellten die Weichen in Richtung Internationalisierung. Auf die Schweiz, Großbritannien und weitere europäische Länder folgten bald auch Kunden in den USA und China. Nicht selten brachten die Projekte neue logistische und klimatische Herausforderungen mit sich. Mittlerweile gibt es neun Niederlassungen im Ausland und Kunden in 14 Ländern weltweit. Mit einem Anteil von etwa 40 Prozent ist der Export eine wichtige Säule des Unternehmens geworden.

    Weil bei Bauprojekten viele Gewerke aufeinander abgestimmt werden müssen, packten Georg und Thomas Huf den vierten Meilenstein an: Um bis zur schlüsselfertigen Übergabe alles aus einer Hand anbieten zu können, gründeten sie in den vergangenen Jahren sieben Tochterfirmen vom Finanzierungsservice bis zum Gartenbau.

    In all diesen Unternehmen arbeiten sich nun auch die Kinder von Georg und Thomas Huf als vierte Generation ein: Sarah, Benedikt, Christian und Alexander werden dort auf Führungspositionen vorbereitet, um schrittweise die Verantwortung zu übernehmen. So sieht Georg Huf seinem Rücktritt "mit Freude und Wehmut zugleich" entgegen.

    Bei der vierten Generation könnten die Bereiche Energieeffizienz, regenerative Energiekonzepte, intelligente Steuer- und Regeltechnik sowie kompaktere Hausvarianten zu entscheidenden Meilensteinen werden. Mit dem neuen Huf Haus-Modell "Art 2" (siehe Artikel auf dieser Seite) geht das Unternehmen einen weiteren Schritt in diese Richtung.

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

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