40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Neuwied/Linz
  • » Zusätzliche Gruppe für die Kita in Anhausen?
  • Zusätzliche Gruppe für die Kita in Anhausen?

    Anhausen. Bekommt der Kindergarten Anhausen eine zusätzliche Gruppe? Angesichts steigender Anmeldezahlen debattierte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung über das Thema, stellte eine Entscheidung aber vorerst zurück.

    Schon jetzt ist die Kita in Anhausen voll besetzt. Doch immer mehr Kinder werden angemeldet. Foto: Jörg Niebergall
    Schon jetzt ist die Kita in Anhausen voll besetzt. Doch immer mehr Kinder werden angemeldet.
    Foto: Jörg Niebergall

    Von unserer Mitarbeiterin Angela Göbler

    Das Gremium vermisste vor allem in Sachen Kosten verlässliche Zahlen. Der Hintergrund ist eigentlich erfreulich: „Wir sind als Wohnort für Familien mit Kindern attraktiv“, freute sich Ortsbürgermeisterin Heidelore Momm. Ablesen lässt sich das an den Anmeldezahlen für die Kindergärten im Kirchspiel Anhausen: 2016 und 2017 sind für die Kitas in Anhausen und Rüscheid mehr Kinder angemeldet als Plätze vorhanden sind. In Anhausen, so berichtete die Ortsbürgermeisterin in der Sitzung, hat sogar eine Familie eine angemietete Wohnung wieder abgesagt, weil keine Kita-Plätze für die beiden Kinder mehr zu haben waren.

    Darauf will die Gemeinde möglichst schnell reagieren: Als kurzfristig umsetzbare Maßnahme hat der Gemeinderat der Einrichtung von zusätzlichen drei Plätzen und der Umwandlung der Krabbelgruppe in eine altersgemischte Gruppe zugestimmt. Rechnerisch ergibt sich dadurch Bedarf an 0,6 zusätzlichen Erzieherstellen, an deren Kosten sich die Gemeinde beteiligen würde.

    Handlungsbedarf bleibt trotzdem: Bis September 2016 werden laut aktuellen Anmeldezahlen 27 Kinder unter drei Jahren die Anhausener Kita besuchen, die dann mit insgesamt 77 Kindern voll besetzt ist. Ab April 2017 werden jedoch 89 Plätze benötigt, weshalb die Überlegung im Raum steht, eine zusätzliche altersgemischte Gruppe befristet für zunächst zwei Jahre einzurichten. Die könnte im bisherigen Sozial- und Konferenzraum im 1. Stock des Kindergartens untergebracht werden. Als neuer Sozialraum käme ein Container auf dem Parkplatz infrage, aber auch ein Holzblockhaus, das nach Ablauf der zwei Jahre als Spielhaus für die Kinder weitergenutzt werden könnte. Die Kosten sind noch unklar: Für einen Container würden mindestens 3500 Euro für die erforderlichen Anschlüsse plus 800 Euro monatliche Miete fällig. 5600 Euro würden für Einrichtungsgegenstände für die Kindergartengruppe benötigt.

    Angesichts der Zahlen machte sich Rat Unmut breit: „Das ist von der Planung her ein Witz“, bemängelte ein Ratsmitglied, denn in den Vorjahren seien sowohl die Anhausener Kita als auch die in Rüscheid aufwendig ausgebaut worden. Außerdem genügte dem Rat das vorliegende Zahlenmaterial nicht: Welche weiteren Kosten eine zusätzliche Kindergartengruppe erfordern würde, konnte das Gremium nicht ausreichend einschätzen. Die Entscheidung hat der Rat einstweilen vertagt: Bis zur nächsten Sitzung des Kindergartenzweckverbandes sollen zunächst verlässliche Zahlen auf den Tisch.

    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

    Mail

    Anzeige
    Anzeige
    epaper-startseite
    Rhein-Zeitung Neuwied bei Facebook
    Regionalwetter Neuwied
    Donnerstag

    1°C - 6°C
    Freitag

    2°C - 6°C
    Samstag

    4°C - 8°C
    Sonntag

    4°C - 8°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige