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  • Zukunftsaussichten: Gute Prognose für die Grundschulen

    Kreis Neuwied. Die Geburtenzahlen steigen, der Kreis braucht mehr Kitaplätze. Ob vom Aufwärtstrend künftig auch die Grundschulen profitieren? Die Stimmung im Kreis ist zurückhaltend zuversichtlich.

    Gute Aussichten in Klasse eins bis vier: Die Grundschule an der Wied in Niederbieber bekommt nach einer Prognose des Schulamts bis in sechs Jahren mehr als 60 Schüler und damit zwei Klassen hinzu. Zwar haben nicht alle Grundschulen im Landkreis eine so gute Vorhersage, doch gibt es keine großen Sorgen um die Bildungsstätten - auch dank hoher Geburtenzahlen.
    Gute Aussichten in Klasse eins bis vier: Die Grundschule an der Wied in Niederbieber bekommt nach einer Prognose des Schulamts bis in sechs Jahren mehr als 60 Schüler und damit zwei Klassen hinzu. Zwar haben nicht alle Grundschulen im Landkreis eine so gute Vorhersage, doch gibt es keine großen Sorgen um die Bildungsstätten - auch dank hoher Geburtenzahlen.
    Foto: Jörg Niebergall

    Von unserer Reporterin Marion Ziegler

    Kreis Neuwied. Angesichts steigender Geburtenzahlen und hohem Bedarf an Kitaplätzen kommentieren die Grundschulen, ihre Träger und der Kreis Neuwied die Prognosen zu den Zukunftsaussichten der Grundschulen zurückhaltend, aber durchaus zuversichtlich.

    In der Stadt Neuwied ist die Gladbacher Wülfersberg-Grundschule mit 74 Kindern im laufenden Schuljahr die kleinste Grundschule. Eine Berechnung des Schulamts prognostiziert ihr ein beträchtliches Wachstum in den kommenden sechs Jahren. Mehr als 100 Schüler würden die Gladbacher Schule dann besuchen, sie würde zwischenzeitig zweizügig werden, die Klassenzahl von vier auf sechs wachsen.

    Familiäres Klima und gutes Mittelmaß

    Rektorin Annett Salomon freuen diese Aussichten: "Mehr Kinder, mehr Kollegen, größerer Austausch, mehr Spaß an der Schule." Aber sie rechnet zunächst nicht damit, dass der Zuwachs so groß ist wie vorhergesagt: "Erfahrungsgemäß ist es so, dass es sich eher einpegelt auf eine Klasse pro Stufe", sagt Salomon. Dennoch gibt ihr die Prognose Sicherheit, dass die Wülfersbergschule erhalten bleibt. Die Rektorin sieht unterdessen die Vorteile einer kleinen Schule: "Es ist ein familiäreres Klima, die Kinder kennen sich untereinander, die Kollegen kennen alle Kinder." Vier Lehrer und eine Referendarin unterrichten in Gladbach.

    Mit 13 Lehrern und 176 Schülern im laufenden Schuljahr ist die Grundschule Feldkirchen deutlich größer. Ihr prognostiziert die Stadt aber mit den größten Schülerverlust bis zum Schuljahr 2022/2023. Konrektorin Silke Breuer macht sich aber keine Sorgen: "Meistens haben wir mehr Kinder, als in der Prognose drinstehen." In Klassenstufe eins ist die Schule derzeit ausnahmsweise dreizügig, ansonsten laut Vorhersage auch künftig zweizügig. "Wir werden die Zweizügigkeit auf jeden Fall halten." Die Größe ihrer Schule gefällt Breuer gut: "Wir sind im guten Mittelmaß, nicht zu groß und unübersichtlich." Auch sei die Schule nicht zu klein, sodass sich beispielsweise noch gut Arbeitsgruppen im Kollegium bilden ließen.

    Im gesamten Kreis verzeichneten im Jahr 2015 die Verbandsgemeinden Linz und Asbach den größten Zuwachs an Neugeborenen (wir berichteten). Solche Ausreißer in der Geburtenstatistik dürften nach Ansicht der VG Asbach aber keine wesentlichen Auswirkungen auf den Bestand der Grundschulen haben. Der Verbandsgemeinderat habe sich für den Erhalt aller sechs Schulstandorte ausgesprochen, teilt die Verwaltung mit. Das gilt also auch für die mit derzeit 62 Schülern kleinste Schule der VG in Limbach. Seriöse Prognosen über die Situation der Schulen in beispielsweise zehn Jahren lassen sich der Verwaltung zufolge aber nicht treffen.

    In den Grundschulen in der VG Linz werden im kommenden Jahr laut Prognose 134 Kinder eingeschult, 2022 sollen es 147 sein. Kleinste Schule ist dabei die Grundschule Leubsdorf mit lediglich elf Einschulungen 2017. Die Zahl der Erstklässler wächst dort laut Prognose 2018 auf 15 Kinder, sinkt dann auf sechs und steigt schließlich wieder auf den Anfangswert. Weil die Sommerferien erfahrungsgemäß noch ein Hin und Her mit sich bringen, rechnet die VG mit leichten Schwankungen dieser Schülerzahlen.

    Viele junge Familien kommen in den Kreis

    Zufrieden mit den Zukunftsaussichten der Grundschulen im Kreis ist der Erste Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach. Die Prognose zeigt, dass im kommenden Jahr insgesamt 1023 Kinder eingeschult werden. 2018 sollen es 970 sein, 2019 laut Vorhersage 1020 Kinder. "Das ist eine solide Basis auch für Zwergschulen", meint Hallerbach.

    Die Kitabedarfsplanung im Kreis zeigt, dass besonders an den Grenzen zu Nordrhein-Westfalen mehr Betreuungsplätze für Vorschulkinder gebraucht werden. "Viele junge Familien kommen rüber zu uns". Denn in Rheinland-Pfalz fallen keine Kitagebühren für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr an. Regionen wie Rengsdorf, Asbach und Linz seien dank guter Anbindung und geringerer Wohnkosten attraktiv für Berufspendler. Sorge, dass die Familien die Vorteile der kostenlosen Kita nutzen und später wieder wegziehen, hat Hallerbach nicht: "Die kommen nicht alleine wegen der Kitaplätze."

    Während der Kreis Träger der weiterführenden Schulen ist, stehen die Grundschulen in Trägerschaft der Verbands- und Ortsgemeinden. Auch hat der Kreis keine Schnittstelle, die Kita- und Grundschulplanung verknüpft, erklärt der Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach. Vielmehr stünden die Einrichtungen miteinander in engem Austausch. „Das funktioniert vor Ort, der Kreis mischt sich da nicht ein“, sagt Hallerbach.

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