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  • Windräder in Oberdreis und Berod?

    Oberdreis/Berod. Windkraft vor der eigenen Haustür – Wie stehen wir dazu?“ Das war die Frage, mit der sich rund 150 Besucher einer gemeinsamen Bürgerinformationsveranstaltung der Gemeinden Berod und Oberdreis beschäftigten. Denn die benachbarte Verbandsgemeinde Hachenburg arbeitet gerade daran, ihren Flächennutzungsplan zugunsten von mehr Windkraftanlagen zu ändern, ein entsprechendes Umweltgutachten soll bald in Auftrag gegeben werden. Ob und wie die angrenzenden Gemeinden Berod (Verbandsgemeinde Altenkirchen) und Oberdreis (Verbandsgemeinde Puderbach) daran teilnehmen könnten, steht nun zur Debatte.

    Oberdreis/Berod - Windkraft vor der eigenen Haustür – Wie stehen wir dazu?“ Das war die Frage, mit der sich rund 150 Besucher einer gemeinsamen Bürgerinformationsveranstaltung der Gemeinden Berod und Oberdreis beschäftigten. Denn die benachbarte Verbandsgemeinde Hachenburg arbeitet gerade daran, ihren Flächennutzungsplan zugunsten von mehr Windkraftanlagen zu ändern, ein entsprechendes Umweltgutachten soll bald in Auftrag gegeben werden. Ob und wie die angrenzenden Gemeinden Berod (Verbandsgemeinde Altenkirchen) und Oberdreis (Verbandsgemeinde Puderbach) daran teilnehmen könnten, steht nun zur Debatte.

    Von unserer Mitarbeiterin Angela Göbler


    24 Windräder auf rund 190 Hektar Fläche gibt es schon in der Verbandsgemeinde Hachenburg, sie decken schon jetzt rund 60 Prozent des Energiebedarfs aller 33 Ortsgemeinden. Nicht genug, findet die Verbandsgemeinde, und will die für Windkraft nutzbaren Areale im Flächennutzungsplan nun deutlich auch rund 520 Hektar erweitern. Rein rechnerisch wären dann bis zu 30 neue Windräder möglich. Jedoch ist das Verfahren noch ganz am Anfang: „Ob diese Flächen überhaupt zum Tragen kommen, werden Gutachten klären“, so der Hachenburger Bauamtsleiter Björn Oettgen.
    Dabei herauskommen sollen nach Möglichkeit keine verstreut stehenden Einzelanlagen, sondern zusammenhängende Windparks. 1250 Meter Abstand zu den Ortslagen und 650 Meter zu Einzelgehöften sollen dabei auf jeden Fall eingehalten werden. Eines der für die Windräder ins Auge gefassten Areale liegt in den Gemeinden Roßbach, Welkenbach und Wahlrod, direkt angrenzend an die Gemarkungen der Gemeinden Oberdreis und Berod.
    Beide Gemeinden hätten nun die Möglichkeit, sich an die Hachenburger Planung anzuschließen: Die Abstandskriterien berücksichtigend, wären noch 60 Hektar auf der Beroder und 50 Hektar auf der Oberdreiser Seite für je bis zu zwei Windräder nutzbar. „Aber wie steht die Bevölkerung zur Windkraft vor der Hausfrau?“, fragte die Beroder Ortsbürgermeisterin Ruchnewitz. In der Nachbargemeinde Oberdreis gab es vor rund vier Jahren schon einmal Planungen für ein Windrad, gegen die sich sogar die Bürgerinitiative „Gegenwind“ formierte.
    Deren Bemühungen um ein Bürgerbegehren scheiterten zwar, die Windkraftplanung musste jedoch trotzdem aus Naturschutzgründen fallen gelassen werden mussten: Ein Gutachten wies Brutgebiete des Schwarzstorches und des Rotmilans im Planungsareal nach. An dieser Situation hat sich bis heute nichts geändert, findet die Bürgerinitiative: „Das Ergebnis eines neuen Gutachtens wäre vorhersehbar“, so der BI-Vorsitzende Andreas Block. Der Oberdreiser Ortsbürgermeister Dieter Klein-Ventur hält ein neues Umweltgutachten jedoch für sinnvoll: „Die Ergebnisse des alten Gutachtens können einbezogen werden, sollten aber überprüft werden. Außerdem gilt es nun, eine viel größere Fläche zu untersuchen.“
    Inzwischen hat sich auch die Verbandsgemeinde Puderbach dazu entschlossen, den Flächennutzungsplan zu überarbeiten und nach potenziellen Standorten für Windkraftanlagen abzuklopfen. „Dafür werden wir aber abwarten, welche Kriterien das Land vorgibt“, kündigte Bürgermeister Wolfgang Kunz an. Mit den Windkraftanlagen könne man schließlich auch Kapital für die beteiligten Gemeinden binden.
    Dieses Argument kann auch Dieter Klein-Ventur für Oberdreis nicht von der Hand weisen: „Wir sind strukturschwach und können froh sein, dass wir schon eine Fotovoltaikanlage haben. Eine neue Einnahmequelle würde die Gemeinde auf bessere Füße stellen.“

     

    Bürgervotum in Oberdreis und Berod

    Ein gemeinsamer Windpark in den Gemeinden Roßbach, Welkenbach, Wahlrod, Berod und Oberdreis: Wie stehen die Bürger dazu? Das ist die Frage, die derzeit den Oberdreiser Ortsbürgermeister Dieter Klein-Ventur und seine Beroder Amtskollegin Ginette Ruchnewitz umtreibt. „Wir wollen das Meinungsbild der Bürger abfragen, bevor wir irgendwas planen“, unterstreicht Ruchnewitz. Daher laden beide Gemeinden ihre Einwohner zu einem Bürgervotum: Das soll am Sonntag, 26. Februar, in den Bürgerhäusern der Gemeinden eingeholt werden. Während die Bürgerinitiative „Gegenwind“ die „Eile“ monierte, hält Ortsbürgermeister Klein-Ventur dagegen: „Wir haben uns lange genug damit befasst. Wenn die Windräder der Verbandsgemeinde Hachenburg erst an unserer Gemarkungsgrenze stehen, müssen wir auch nicht mehr überlegen, ob wir uns beteiligen wollen.“

    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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