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  • Kreis NeuwiedTrotz höherer Gebühren: Heiratswillige geben sich immer öfter am Samstag das Jawort

    Die Hochzeit soll der schönste Tag im Leben sein – unvergesslich und voller Zauber. Und da lassen sich Heiratswillige im Kreis Neuwied nicht lumpen, um aus dem Tag der Tage ein richtiges Event zu machen. Da spielt Geld keine Rolle. Das gilt auch für den Termin, um vor den Standesbeamten zu treten. Obwohl es teurer wird, nimmt die Zahl derer zu, die sich an einem Samstag trauen lassen möchten. Diese Beobachtung haben fast alle Standesämter im Kreis gemacht. „Die Samstage werden relativ häufig in Anspruch genommen“, meint Rosemarie Wester, Standesbeamtin in der VG Unkel. In der VG Asbach zum Beispiel gab es dem Standesbeamten Wolfgang Becher zufolge im vergangenen Jahr 21 Eheschließungen an einem Samstag im Rathaus und 19 Trauungen an einem Samstag außerhalb des Rathauses.

    Foto: dpa

    Wer sich aber den Samstag aussucht, um in den Bund der Ehe zu treten, der muss weitaus mehr zahlen als in der Woche. Von Montag bis Freitag unterscheiden sich die Gebühren für die reine Eheschließung in den Standesämtern der Verbandsgemeinden und der Stadt Neuwied nur geringfügig. Am günstigsten sind Asbach, Puderbach und Dierdorf mit 25 Euro, gefolgt von Bad Hönningen und Waldbreitbach (je 34,50 Euro). In Linz, Unkel und Neuwied werden für die reine Eheschließung 35 Euro erhoben. In der Deichstadt kommen noch einmal 9 Euro hinzu, sollte sich das Paar im historischen Rathaus trauen lassen wollen. 9 Euro teurer wird es zudem – wie auch in der VG Asbach – wenn der Wohnsitz der beiden Heiratswilligen anderswo ist.

    Allerdings bleibt es natürlich nicht allein bei diesem Betrag. Das Heiraten ist weitaus teurer. Denn hinzu kommen noch viele weitere Gebühren, die im Gesetz- und Verordnungsblatt für Rheinland-Pfalz unter dem Posten „Personenstandswesen“ aufgeführt sind. Teilweise aber variiert die Höhe der Gebühren, weil das Land lediglich einen Kostenrahmen vorgibt, der aber nichts darüber aussagt, wie der jeweilige Aufwand zu bewerten ist. Beispiel Gebühren für die reine Eheschließung außerhalb der allgemeinen Öffnungszeiten: Am Amtssitz darf das Standesamt zwischen 77 und 110 Euro kassieren, außerhalb des Amtssitzes sogar zwischen 77 und 165 Euro. Deshalb sind die Kosten in den jeweiligen Standesämtern des Kreises auch recht unterschiedlich. Die VG Unkel und die VG Waldbreitbach verlangen den Höchstsatz von 165 Euro. Gleiches gilt für die VG Dierdorf samstags. Die VG Linz erhebt eine Gebühr von 120 Euro, sollte der Hochzeitstermin außerhalb der allgemeinen Öffnungszeiten und außerhalb des Amtssitzes sein. In der VG Bad Hönningen müssen Paare dafür 121 Euro bezahlen. Die Stadt Neuwied verlangt 130 Euro für das Schloss Engers beziehungsweise 150 Euro für die Stadtgalerie. Eine Gebühr von 110 Euro wird in der VG Asbach fällig. Da es in der Verbandsgemeinde Puderbach keine Trauungslocation außerhalb der Verwaltung gibt, liegt die Gebühr dort jenseits der Öffnungszeiten bei 80 Euro.

    Die Miete für den Heiratsraum ist dabei noch nicht eingerechnet. Wer sich zum Beispiel im Gewölbekeller innerhalb der „Commende“ in Waldbreitbach trauen lassen möchte, zahlt 150 Euro. Die Stadt Linz erhebt für die Nutzung des historischen Rathauses eine Pauschale von 100 Euro. Das Kloster Ehrenstein in Asbach kostet 150 Euro, die Stadtgalerie in Neuwied 150 Euro. Mehrkosten entstehen auch für die Nutzung des Erpeler Rathauses, der Oberen Burg in Rheinbreitbach und des historischen Ratsaals der Stadt Unkel sowie von Schloss Arenfels in Bad Hönningen. Wer sich im Schloss Engers das Ja-Wort geben möchte, muss sogar ein Benutzungsgeld von 200 Euro entrichten. Doch das scheint für die Heiratswilligen keine Rolle zu spielen. „Wir sind bis Oktober mit Trauungen im Schloss Engers ausgebucht“, heißt es seitens des Neuwieder Standesamts. Nur in der Stadtgalerie seien noch vereinzelt Termine verfügbar. Die VG Rengsdorf hat der RZ trotz mehrmaliger Aufforderung keine Auskunft erteilt.

    Von unserer Redakteurin Silke Müller

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