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    Kreis NeuwiedParteien: Drängen CDU-Kräfte Demuth aus dem Amt?

    Nachdem die Kandidatenkür für die Landtagswahl 2016 beim Neuwieder CDU-Stadtverband nicht ohne Nebengeräusche über die Bühne gegangen ist, läuft nach RZ-Informationen auch im Kreisverband längst nicht alles rund.

    Ellen Demuth
    Ellen Demuth
    Foto: honorarfrei

    Von unserem Redakteur Ralf Grün

    Hinter vorgehaltener Hand ist von Kräften die Rede, die daran arbeiten, dass die Delegierten am 12. Juni für den Wahlkreis Linz-Rengsdorf nicht erneut die amtierende Landtagsabgeordnete Ellen Demuth nominieren. Vor allem ihre Partnerschaft mit SPD-Staatssekretär Salvatore Barbaro sei vielen in der Partei ein Dorn im Auge, heißt es etwa in einem anonymen Schreiben an die RZ.

    Der anonyme Schreiber nennt den Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach als treibende Kraft hinter der Kampagne gegen Demuth. Hallerbach fiel angesichts der Anschuldigungen aus allen Wolken: "Da versucht einer, mit Unwahrheiten Unfrieden zu säen. Das ist absolut unseriös." Er halte sich als Beigeordneter aus der Parteipolitik weitgehend raus und habe sich demnach auch nicht in die Kandidatenkür eingemischt. "Das läuft alles nach demokratischen Regeln ab. Und vielleicht gibt es ja auch noch einen dritten Kandidaten wie vor vier Jahren." Zudem stehe es ihm gar nicht zu, Arbeit und Privatleben von Ellen Demuth zu bewerten.

    CDU-Kreischef Erwin Rüddel sagt: "Die Lebensverhältnisse von Ellen Demuth waren Thema in der Partei, aber tendenziell bei älteren Parteimitgliedern, die keine Delegierten sind." Der Kreisvorstand habe das nur zur Kenntnis genommen.

    Unterstützung zugesichert

    Vor vier Jahren hatte Ellen Demuth das Direktmandat gewonnen - und damit die CDU-Dominanz im Wahlkreis bestätigt. Jung, kompetent und noch dazu eine Frau: Das waren damals die Attribute, die sie in den Augen ihrer Parteifreunde zur passenden Kandidatin machten. Gisela Born-Siebicke (Unkel) und Viktor Schicker (Waldbreitbach) hatten das Nachsehen. Dass es in den Reihen ihrer Partei inzwischen auch Kritik an ihrer Arbeit gibt, war Ellen Demuth neu: "Damit ist bislang noch niemand an mich herangetreten." Sie selbst habe sich nach Kräften bemüht, gute Arbeit zu machen. "Ich habe Spaß daran und möchte das gerne weitermachen."

    Zu den Kräften, die gegen sie arbeiten, wollte sie sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht äußern. "Mir ist an einem geschlossenen Bild der CDU gelegen, und deshalb habe ich mit Schrecken auf das anonyme Schreiben reagiert", sagt sie und ergänzt: "Was mich angeht, bin ich an einem offenen und fairen Umgang interessiert."

    Die Entscheidung in Sachen Landtagsmandat legt sie in die Hände der Delegierten. Die haben derzeit die Wahl zwischen Ellen Demuth und André Gottschalk vom Gemeindeverband Asbach.

    Unterstützung ist Demuth von mehreren Seiten zugesichert worden. Die CDU in Bad Hönningen und Rengsdorf ist da zu nennen, ebenso wie die Junge Union. Der Vorstand der Christlich-Demokratischen Arbeitsgemeinschaft (CDA) im Kreis steht auch hinter ihr. Das geht aus einem Schreiben des CDA-Vorstandes an den Vorstand der Kreis-CDU hervor, das in Kopie ebenfalls in dem anonym an die RZ gerichteten Umschlag enthalten war. CDA-Kreisvorsitzender Joachim Herudek erklärt, dass bei der Beurteilung von Demuth ihre fachliche Leistung ausschlaggebend war. "Ihr Privatleben spielte für uns keine Rolle." Der CDA-Bezirksvorstand beurteile das ebenso.

    Anonmes Schreiben stellt Behauptungen auf

    Davon abgesehen geht Herudek davon aus, dass im CDU-Kreisvorstand, dem er ebenfalls angehört, unterschiedliche Positionen zu den Kandidaten existieren. CDU-Kreischef Erwin Rüddel weist dazu auf einen einstimmigen Beschluss des Vorstandes hin, wonach der keine Kandidatenempfehlung abgibt.

    Die CDU in Linz und Unkel bekannte sich jedoch noch nicht zu Demuth. Beide Verbände halten sich nach außen hin bedeckt. Rüddel sagt dazu: "Die Unzufriedenheit kam nach meiner Wahrnehmung aus dem Rheintal. Ich weiß, dass sich dort mehrere Leute Gedanken gemacht haben zu kandidieren." Da hätten schon Namen die Runde gemacht, als André Gottschalk seinen Hut noch gar nicht in den Ring geworfen hatte. "Als sich dann keiner offiziell meldete, haben die Asbacher ihre Chance gesehen, selber jemanden aufzustellen", so Rüddel.

    Im anonymen Schreiben wird zudem behauptet, dass Gemeindeverbände im Rheintal rebellieren würden, weil fast alle hauptamtlichen Mandatsträger aus dem Westerwald kommen. Die Kandidatur von André Gottschalk wäre dann Wasser auf deren Mühlen. Rüddel stellt gar nicht in Abrede, dass sich Westerwald und Rheinschiene in einer Konkurrenzsituation sehen. Rüddel: "Es wäre sicher idealer, wenn die Verteilung regional besser austariert wäre."

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