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  • Neuer Leiter: Strukturentwicklung liegt in Männerhand

    VG Bad Hönningen. Detlef Odenkirchen ist der neue Leiter der Abteilung Strukturentwicklung und Tourismusförderung in der Verbandsgemeinde Bad Hönningen. Der 53-Jährige hat große Visionen für die Badestadt.

    Detlef Odenkirchen zusammen mit seinen drei Mitarbeiterinnen in der Tourist-Info Bad Hönningen. Der Mann aus Bad Neuenahr-Ahrweiler hat seit Anfang Februar die Leitung der Abteilung Strukturentwicklung und Tourismusförderung inne.  Foto: Christina Nover
    Detlef Odenkirchen zusammen mit seinen drei Mitarbeiterinnen in der Tourist-Info Bad Hönningen. Der Mann aus Bad Neuenahr-Ahrweiler hat seit Anfang Februar die Leitung der Abteilung Strukturentwicklung und Tourismusförderung inne.
    Foto: Christina Nover - cno

    Von unserer Redakteurin Christina Nover

    Der Anzug sitzt, die Frisur auch - fast so wie bei John F. Kennedy, der auf Schwarz-Weiß Bildern hinter dem Schreibtisch zu sehen ist. Ein Hauch von Glamour ist in das Büro der Tourist-Info Bad Hönningen eingezogen. Und zwar in Gestalt von Detlef Odenkirchen, der am 1. Februar seinen Dienst als Leiter der Abteilung Strukturentwicklung und Tourismusförderung angetreten hat. Er hat damit das Erbe von Svenja Keller angetreten, die in den vergangenen drei Jahren die Geschicke in der Tourist-Info geleitet hat.

    Odenkirchen will sich schwerpunktmäßig mit den Themen Stadtentwicklung, Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung auseinandersetzen. "Ich denke, in Sachen Tourismus und Veranstaltungen ist Bad Hönningen gut aufgestellt, da ist im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten auch nicht viel mehr machbar", so die Einschätzung von Odenkirchen. Während seine drei Mitarbeiterinnen diesen Bereich betreuen sollen, will der 53-Jährige an einer Zukunftsvision für Bad Hönningen arbeiten: "Ich glaube, hier ist der Zug ein bisschen verpasst worden", so Odenkirchens Einschätzung. Er sieht vor allem die Potenziale als Wohnstandort zwischen Köln, Bonn und Koblenz. Aus seiner Heimat Bad Neuenahr-Ahrweiler weiß Odenkirchen, wie günstig die Kombination der Rhein-nahen Wohnlage und Einrichtungen wie der Therme ist. "Der Kölner, der den Rhein liebt, sich aber vielleicht in der Großstadt mittlerweile unsicher fühlt, der sucht einen Platz, wo die Welt noch in Ordnung ist", glaubt Odenkirchen und sieht Bad Hönnigen mit dem "Kleinod Rheinauen" dafür gut aufgestellt.

    Angebote für Touristen in der Fußgängerzone

    Ein paar Baustellen sieht er aber schon. Vor allem in der "Altstadt", wie er den Stadtteil unterhalb der Bahnlinie nennt. Die Innenstadt beleben - durch ein Angebot, das für Touristen und Besucher interessant ist und durch die Schaffung von Begegnungspunkten für die Einheimischen, wie beispielsweise der Wochenmarkt. "Wir müssen uns von dem Altdenken verabschieden, den Supermarkt und die Drogerie direkt vor der Tür zu haben." Für die Fußgängerzone sieht er eher Chancen für Galeristen, Souvenir- und Buchläden, Kleinkunstwerk und ähnliche kleine Läden. Denn die neue Generation, das weiss der Familienvater, legt ein völlig neues Kaufverhalten an den Tag, das vor allem durch das Internet geprägt ist.

    Detlef Odenkirchen ist geprägt von Visionen, sieht sich durch seine Kontakte und Erfahrungen aus früheren Beschäftigungen aber gut für die Aufgaben gerüstet. Zuvor war Odenkirchen 13 Jahre lang als Wirtschaftsförderer in der Verbandsgemeinde Mendig tätig. Dort war er erfolgreich in der Vermarktung der kommunalen Gewerbeflächen und hat die Konversion, nach Aufgabe des Heeresfliegerstandortes mit insgesamt 190 Hektar oder 1,9 Millionen Quadratmetern, fortentwickelt. Derzeit sind dort über 70 Betriebe mit ca. 500 Mitarbeitern angesiedelt. "Ich weiß, wie schnell es manchmal gehen kann, wenn ein Standort erst mal bekannt geworden ist."

    Mehr Vermarkten als Organisieren

    Doch ihm ist auch klar, dass es sich um einen langwierigen Prozess handelt, in der Stadtplaner, das Bauamt, aber auch die Akteure aus der Bürgerschaft an den runden Tisch müssen. Seine Befürchtung ist jedoch, dass er durch touristische Aufgaben und Veranstaltungen so sehr gebunden ist, dass die Stadtentwicklung nicht so schnell vorangetrieben werden kann, wie es ihm lieb wäre. Daher hält er es für sinnvoll, die Verantwortung für Feste mehr in die Hände von Vereinen zu geben: "Wir können unterstützen, vermarkten, Werbung machen - das ist unser Kerngeschäft." In Anlehnung daran spricht sich Odenkirchen auch für einen modernen, ansprechenden und einheitlichen Werbeauftritt für den Standort Bad Hönningen, beispielsweise für Messeauftritte oder Investorenwerbung aus. Dabei denkt der Leiter der Abteilung Strukturentwicklung und Tourismusförderung auch immer an die Ortsgemeinden Hammerstein, Leutesdorf und Rheinbrohl.

    Optimistisch blick Odenkirchen auf Anfang März, dann steht nämlich Besuch vom Land in Sachen Städtebauförderprogramm an. Neben Landesgeldern freut sich Odenkirchen auch auf den neuen Sitz der Tourist-Info. In der zweiten Hälfte des Jahres steht der Umzug ins Stadtweingut an.

    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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