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    Datzeroth/RengsdorfMillionenprojekt: Planung für neue Kläranlage in Datzeroth steht

    Die Würfel für die mechanisch-biologische Kläranlage in Datzeroth sind gefallen: Inzwischen ist die Entwurfsplanung für die neue Anlage in den Werksausschüssen Waldbreitbach und Rengsdorf vorgestellt worden.

    Von unserem Redakteur Ralf Grün

    Letzteres ist involviert, da die Verbandsgemeinde Rengsdorf auch in die neue Anlage Abwasser einspeist. In Kürze soll die Planung der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord vorliegen. Denn von dort braucht es grünes Licht. Geplant ist jetzt eine sogenannte Kompaktanlage, die die Abwasser mechanisch und biologisch klärt. Die Idee, das patentierte Verfahren der Kläranlage im Fockenbachtal zu kopieren, mussten die Verantwortlichen verwerfen. „Weder die Abwassermenge noch die Abwasserbeschaffenheit waren für diese Lösung geeignet“, erklärt Werner Eidenberg von der Waldbreitbacher Verwaltung.

    Die neue Kläranlage besteht grob gesagt aus einer Rechenanlage für Feststoffe, einem Rundsandfang und einem Belebungsbecken. Dort wird das Abwasser mit Sauerstoff angereichert und ins Nachklärbecken geleitet. Von dort fließt es schließlich in die Wied. Laut Eidenberg bleibt das Gebäude, in dem derzeit die Tauchkörper ihre Arbeit verrichten stehen: „Wir entkernen das und gewinnen so Platz, um etwa Gebläse für die Belebung des Abwassers installieren zu können.“ Positiver Nebeneffekt, der auch dem Fürstlich-Wiedischen Haus gefallen habe, so Bürgermeister Werner Grüber: Der Nachklärteich bleibt ebenfalls erhalten. Er soll sich naturbelassen zu einem Biotop entwickeln.

    Vom Volumen her wird die neue Anlage ebenso viel Abwasser bewältigen können wie die alte. In Zahlen heißt das: Es können unverändert 4700 sogenannte Einwohnergleichwerte (Einheit für bestimmte Zahl von Litern Abwasser pro Haushalt oder Gewerbebetrieb). Allerdings verschiebt sich die Verteilung auf die beiden beteiligten Verbandsgemeinden. Wie der Rengsdorfer Werkeleiter Dirk Muscheid im RZ-Gespräch erklärt, leiten die Waldbreitbacher künftig nur noch 2800 statt 3200 Einwohnergleichwerte ein, die Rengsdorfer dafür 1900 statt 1500.

    Das wiederum führt für die Rengsdorfer Seite zu einer höheren Beteiligung an den Baukosten. Die Kostenanteile steigen für uns von 31,9 auf gut 40 Prozent“, sagt Muscheid. Heißt im Umkehrschluss: Die Waldbreitbacher haben nur noch 60 Prozent zu tragen. Im Raum stehen Baukosten von etwas mehr als 2 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer. Finanziert wird das Ganze von den beiden Werken. Jedoch nicht, ohne eine Förderung durch das Land zu beantragen. „Das wird allerdings erschwert, eben, weil zwei Werke im Boot sind, die jeweils unterschiedliche Gebührensätze haben. Aber wir rechnen schon mit 20 bis 25 Prozent“, erklärt Werner Grüber. Die Baukosten wirken sich in beiden Verbandsgemeinden nicht auf die Gebühren aus. Für Waldbreitbach schränkt Grüber aber ein: „Wenn das Ergebnis der derzeitigen Kanalbefahrungen in der VG vorliegt, werden wir uns sicher mit den Gebühren befassen müssen.“

    Der Neubau könnte frühestens 2017 beginnen. Die Bauzeit wird auf anderthalb Jahre geschätzt. Eine Bürgerversammlung in Datzeroth soll noch kommen, wenn die Genehmigung vorliegt.

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