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  • Lesetipps: Von Moselhochzeiten und Indianervorbildern

    Neuwied. Der Rest dieser Woche dreht sich in Frankfurt am Main ganz um die Literatur, denn heute beginnt die Frankfurter Buchmesse. Während dort die literarischen Trends, heiß diskutierte Autoren und die Eigenheiten der Gastregion Flandern vorgestellt werden, sind auch die Neuwieder auf der Suche nach neuem Lesestoff für den Herbst. In der Stadtbibliothek hat sich die RZ nach Lesetipps umgeschaut.

    Der Büchereibesuch wird bei Lehnerts zum Familienereignis. Klar, dass sie auch den ein oder anderen Lesetipp in petto haben. Foto: Marion Ziegler
    Der Büchereibesuch wird bei Lehnerts zum Familienereignis. Klar, dass sie auch den ein oder anderen Lesetipp in petto haben.
    Foto: Marion Ziegler

    In der Ecke mit Literatur über Neuwied stöbert Elisabeth Salkowski (79). Für den Herbst aber empfiehlt die Neuwiederin den historischen Krimi "Moselhochzeit" von Petra Reategui aus dem Jahr 2013. Er spielt Anfang des 19. Jahrhunderts in Münstermaifeld. "Die Autorin beschreibt akribisch das Leben der Bauern von damals." Der Krimi eigne sich deswegen für Leser, die sich für die Eifel und für den Alltag der Menschen damals interessierten. Salkowski selbst ist vielseitig interessiert: "Ich lese querbeet." Zu ihren Favoriten zählt auch der schottische Schriftsteller und Historiker Martin Walker. Die Handlung einiger seiner späteren Bücher spielen sich in seiner Wahlheimat Südfrankreich ab.

    Gleich einen ganzen Korb voll Büchertipps hat Familie Lehnert dabei. Mutter Nicole betreut eine Kindergruppe und sammelt in der Stadtbücherei Spielideen - und schon die erste Weihnachtslektüre. Das passende Buch für die Herbstzeit kann sie auch nennen. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green erzählt von der Liebesgeschichte zweier krebskranker Jugendlicher. "Das Buch nimmt den Leser mit. Es ist rührend und traurig und eine tolle Geschichte", urteilt Nicole Lehnert über ihren Lesetipp. Ihre neunjährige Tochter Finnja mag es dagegen sportlicher. Auch dieses Mal hat sie ein Fußballbuch in den Korb gelegt, während ihr älterer Bruder Nils (11) sich ganz dem Tierreich verschrieben hat - am liebsten sind ihm Bücher über Fische.

    Einen Tipp, der Erwachsene und Kinder gleichermaßen anspricht, hat Errit Rutz parat. Schon in der DDR war die Roman-Hexalogie "Die Söhne der großen Bärin" ein großer Erfolg. Im Mittelpunkt steht der Indianerjunge Harka, der sich einer lebensfeindlichen Industrialisierungskultur entgegenstellt und den Schatz seiner indianischen Ursprünge erkennt. Auch deswegen sieht Rutz in den Geschichten eine lehrreiche Empfehlung. "Ich lese die Bücher mit meinem zehnjährigen Sohn und habe selbst Spaß dabei", sagt er. Für die jüngeren Leser sei der geradlinige und mutige Indianerjunge ideales Vorbild, ältere Leser sehen Parallelen zwischen der Ausbeutung der Indianerkultur und heutigen Konfliktherden." obi/mzi

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