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  • Landesgartenschau: Bekommt Neuwied den Zuschlag für 2022?

    Neuwied. Die Stadtverwaltung macht ernst. Mit der öffentlichen Präsentation der Pläne für die Landesgartenschau 2022 wirft die Deichstadt ihren Hut in die Runde der Bewerber. Zahlreiche Neuwieder nutzen die Einladung für einen Geländerundgang.

    Von unserem Redakteur Frank Blum

    Wie ernst es der Verwaltung damit ist, machte Baudezernent Reiner Kilgen vor knapp 100 interessierten Bürgern auf dem Rasselstein-Gelände deutlich: "Für uns zählt in diesem Fall nicht der olympische Gedanke. Wir wollen gewinnen." Um die Schau an Rhein und Wied zu holen, muss sich Neuwied nach bisheriger Sachlage gegen Bad Kreuznach, Bad Neuenahr-Ahrweiler und Bitburg durchsetzen. Als Hauptkonkurrenten sehen die Experten die Eifelstadt.

    Doch Neuwied kann mit vielen Pluspunkten aufwarten. Das machte Michael Rudolph deutlich. Der Landschaftsarchitekt des Leipziger Büros Station C23 hat die nun vorgestellten Pläne ausgearbeitet, mit der die Neuwieder in die Ausscheidung gehen wollen. Und gerade das zentral zwischen Innenstadt, Heddesdorf und Irlich gelegene von industrieller Nutzung geprägte Gelände, das für viele Neuwieder bislang unbekanntes Terrain war und ist, ist für Landschaftsarchitekten hochinteressant. Rudolph machte klar, dass man anders als noch in der Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2014 von einer deutlich kleineren Fläche ausgeht.

    Der Kernbereich soll 26 Hektar umfassen und ist im südlichen Rasselstein-Teil angesiedelt. "300 Jahre war diese an der Wied liegende Industriefläche der Öffentlichkeit nicht zugänglich" sagte Baudezernent Kilgen einleitend. Für ihn wäre die Realisierung des Projekts eine enorme Chance für die Stadtentwicklung.

    Der scheidende Bürgermeister freute sich, dass es nach der Insolvenz des Büros, das die Machbarkeitsstudie erstellt hatte, kurzfristig noch gelungen war, ausgewiesene Fachleute zu gewinnen. Station C23 hat einschlägige Erfahrungen, konzipierte Landesgartenschauen im Osten der Republik. Rudolph betonte, dass die vorliegenden Pläne zunächst für die Bewerbung Gültigkeit besitzen. Sollte Neuwied den Zuschlag erhalten, setzt die eigentliche Planungsphase erst ein. Zunächst ging es darum, die Themen und Ziele, die Kerngrößen und Anforderungen des Landes zu erfüllen. Und da sieht Rudolph die Stadt gut aufgestellt. Das Rasselstein-Gelände ist reich an Potenzialen, als da wären:

    • die live erlebbare Umgestaltung einer Industrielandschaft,
    • die Flusslandschaft mit Rhein und umgeleiteter Wied,
    • das Schaffen weiterer Erholungsflächen,
    • die Verknüpfung der Stadtteile auf neue Art,
    • das Erschießen von Bauflächen und nicht zuletzt
    • die Präsentation zeitgenössischen Gartenbaus.

    Rechne man noch die zentrale Lage zwischen den Ballungszentren Köln/Bonn und Rhein/Main hinzu, die für ein hohes Besucheraufkommen sorgen sollte, so habe Neuwied gute Chancen, meinte der Experte aus Leipzig.

    Auf was können sich die Bürger freuen? Der Charakter der Kreuzung Rasselsteiner Straße/B 42 wird sich grundlegend ändern: So soll der Haupteingang etwa in Höhe der Theodor-Heuss-Straße mittels einer Brücke, die sich von der Kirmeswiese über die B 42 spannt, erschlossen werden. Eine Brücke als Querung über die Wied in der Mitte des Geländes ist ebenfalls geplant. Ein Höhepunkt der Schau könnte die Verbindung des Geländes mit dem Schlosspark sein - via einer Schwenk- oder Kippbrücke. Da auch die Schienenstränge erhalten bleiben, ist ein Anschluss an den Neuwieder Bahnhof denkbar. Am Irlicher Ufer der Wied will der Planer ökologische Schwerpunkte setzen, zudem einen durchgängigen Wanderweg schaffen.

    Auch zu den Kosten nahm Michael Rudolph Stellung, verwies dabei auf die Erfahrungen aus Landau. Dort habe der Anteil der Stadt bei 4,5 Millionen Euro gelegen.

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