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    KurtscheidKurtscheider rechnen mit einem gewolltem Minus

    2016 kommt mit einem „gewollten Minus“: Für den Kurtscheider Gemeinderat kommt der Fehlbetrag im Etat fürs kommende Jahr alles andere als unerwartet.

    Von unserer Mitarbeiterin Angela Göbler

    Denn die Gemeinde hat sich ein beachtliches Investitionsprogramm vorgenommen, auf dem unter anderem die Nebenanlagen für die vom Land zu sanierende Ortsdurchfahrt L 257 stehen. Bei einem Haushaltsvolumen von 1,37 Millionen bleibt das Loch in der Kasse mit knapp 40 000 Euro aber vergleichsweise überschaubar.

    Fast 800 000 Euro ist das Investitionsprogramm schwer, das Kurtscheid für 2016 auf der Agenda hat. „Ob wir alle Maßnahmen umsetzen, müssen wir noch sehen“, schränkte Ortsbürgermeister Ferdi Wittlich bei der Haushaltsberatung im Gemeinderat ein. Vorerst sieht der Haushalt jedoch 385 500 Euro für die Nebenanlagen der Landesstraße vor, die die Gemeinde allerdings nicht alleine stemmen muss: Kurtscheid kann mit einem Landeszuschuss von 97 500 Euro rechnen und erhält 150 000 Euro aus Vorauszahlungen der Anwohner.

    Auch bei der geplanten Sanierung der Wiedhöhenhalle hofft die Gemeinde noch auf Fördergelder: 390 000 Euro soll die kosten, verteilt auf mehrere Jahre bis 2019. Die Hälfte, so hofft die Gemeinde, könnte aus Landestöpfen kommen. „Kriegen wir die Zuschüsse nicht, müssen wir die Sanierung streichen“, so der Ortschef.

    Neben Grundstückskäufen für 15 000 Euro plant die Gemeinde außerdem 30 000 Euro für Reparaturen an Straßen und Gehwegen ein. 20 000 Euro sind für energetische Maßnahmen an einem gemeindeeigenen Wohnhaus vorgesehen, 2000 stehen bereit für die Unterhaltung des Bauhofs, 5000 Euro für Gemeindefahrzeuge und Geräte.

    In Sachen Einnahmen steht Kurtscheid gut da: Mit 1,12 Millionen kommen ordentliche Umsätze aus Steuern und Abgaben in die Gemeindekasse. Allerdings resultieren daraus auch gestiegene Umlagen: Mit 973 820 Euro muss Kurtscheid 72 670 Euro mehr als im Vorjahr auf den Tisch legen. Dafür hat der Gemeinderat schon vorgesorgt: Ein Sonderposten in Höhe von 36 000 Euro federt die Mehrausgaben ab.

    Trotz Loch in der Kasse: Kurtscheid ist und bliebt schuldenfrei und kann seinen Haushalt aus eigenen Mitteln bestreiten. Zwar werden die Rücklagen Kurtscheids voraussichtlich von rund einer halben Million Euro auf noch 150 000 Euro am Ende nächsten Jahres schmelzen, aber dem Gemeinderat bereitet das keine großen Kopfschmerzen: „Nicht auf dem Geld sitzen, sondern etwas Sinnvolles für die Gemeinde damit machen“, so lautete das Credo in der Ratssitzung. Denn der Rat sieht sich in der Pflicht, den Kurtscheidern ordentliche öffentliche Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Dafür öffnet der Gemeinderat dann auch gerne das Sparkästchen.

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