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    NeuwiedKinder können jetzt gefahrloser spielen

    Denise Lehmann und ihre Freundinnen strahlen bis über beide Ohren. "Als die Autos hier noch durchfahren durften, war das immer total nervig und sehr gefährlich für uns. Die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Spielstraße wurde so gut wie nie eingehalten", sagt die Neuwiederin, die mit ihrer Familie in der Doktor-Karl-Carstens-Straße in Heddesdorf wohnt.Jetzt hat die Zwölfjährige allen Grund zur Freude. Nach etwas mehr als einem Jahr Wartezeit stehen seit ein paar Tagen im Bereich des Übergangs zum angrenzenden Meisenweg massive, rot-weiße Durchfahrtssperren. Das bedeutet: Hier kommt kein Auto mehr durch.

    Foto: Philipp Daum

    Von unserem Redakteur Philipp Daum

    Neuwied - Denise Lehmann und ihre Freundinnen strahlen bis über beide Ohren. "Als die Autos hier noch durchfahren durften, war das immer total nervig und sehr gefährlich für uns. Die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Spielstraße wurde so gut wie nie eingehalten", sagt die Neuwiederin, die mit ihrer Familie in der Doktor-Karl-Carstens-Straße in Heddesdorf wohnt.

    Jetzt hat die Zwölfjährige allen Grund zur Freude. Nach etwas mehr als einem Jahr Wartezeit stehen seit ein paar Tagen im Bereich des Übergangs zum angrenzenden Meisenweg massive, rot-weiße Durchfahrtssperren. Das bedeutet: Hier kommt kein Auto mehr durch. Die Doktor-Karl-Carstens-Straße ist quasi eine Anliegerstraße, denn es gibt nur einen Eingang, der zugleich auch die Ausfahrt ist. Der Durchgangsverkehr ist gestoppt, und die Kinder in dem Wohngebiet können wieder gefahrloser spielen.

    Im Juli des vergangenen Jahres war die RZ zum ersten Mal vor Ort und berichtete über die fehlende Sperrung. Bauamtsleiter Jörg Steuler bestätigte damals, dass die Sperrung der Doktor-Karl-Carstens-Straße im geltenden Bebauungsplan festgeschrieben sei. Es sei allerdings vertraglich geregelt, dass der Vorhabenträger, also die Eigentümerin des Wohngebiets (eine mittlerweile insolvente Firma aus Bad Hönningen) die Maßnahme durchzuführen habe. Sollte seitens des Unternehmens nichts passieren, werde sich die Stadt Neuwied in letzter Konsequenz um die Sperrung kümmern.

    Es verging ein ganzes Jahr, und es geschah nichts. Am vorvergangenen Freitag verabredete sich die RZ erneut mit einigen Anwohnern zum Ortstermin. Alles war beim Alten. Durch die Straße brausten die Autos und Lieferfahrzeuge, die sich nur selten an das in einer Spielstraße geltende Schritttempo hielten. Nur eine Sache war anders. Mittlerweile war auch die letzte Baulücke geschlossen. Seit einem halben Jahr wohnt Erwin Wolf hier mit seiner Frau: "Es hatte immer seitens der Verwaltung geheißen: Wenn das letzte Haus im Wohngebiet steht, wird auch die Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Doch nachdem wir eingezogen sind, ist nichts passiert", sagte der Neuwieder während des Ortstermins.

    Die RZ-Recherche begann, doch Jörg Steuler weilte noch im Urlaub und der Pressesprecher der Stadt Neuwied wollte den Bauamtsleiter wegen dessen vor etwa einem Jahr getätigten Aussagen lieber selbst mit der Presse reden lassen. Bei der Eigentümerin des Wohngebiets war niemand zu erreichen. Am vergangenen Mittwochmorgen meldete sich dann plötzlich eine Anwohnerin bei der RZ, die sich herzlich dafür bedankte, dass durch die Mithilfe der Zeitung die Doktor-Karl-Carstens-Straße nun endlich für den Durchgangsverkehr gesperrt ist. Ein Artikel war bis dato jedoch noch gar nicht erschienen.

    Erneuter Anruf der RZ wenige Minuten später beim Pressesprecher. Frage: "Herr Jung, haben Sie die Straße etwa selbst gesperrt?" Verwirrung am anderen Ende der Leitung: "Nein, ich habe Herrn Steuler nur kurz in dieser Angelegenheit gesprochen, er wollte Sie am Nachmittag zurückrufen. Hatte der Bauamtsleiter etwa innerhalb weniger Stunden die Sperrung in Auftrag gegeben und durchführen lassen? Die Antwort kam tatsächlich am späten Nachmittag. Nicht die Stadt hatte die Maßnahme umgesetzt, sondern der Vorhabenträger. "Es gab einen Rechtsstreit darüber, wer die Sperrung umsetzen und finanzieren muss", sagte Jung. Die Firma habe verloren und nun reagieren müssen.

    Sperrung war längst überfällig
    Neuwied Linz
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