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    AsbachJubiläum: Asbacher DRK-Kamillus-Klinik besteht seit 50 Jahren

    "Sieben Nonnen gründen Traumkrankenhaus", titelte die "Bild-Zeitung", als 1966 die erste Spezialklinik für an Multiple-Sklerose-Erkankte von den Kamillianerinnen gegründet wurde. Im kleinen Asbach, mitten im Westerwald, wurde damals ein Meilenstein in der Behandlung und Pflege von Schwerstkranken gesetzt, der deutschland- und europaweit Beachtung fand.

    Die Asbacher DRK-Kamillus-Klinik feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Zum Auftakt gibt es einen Wortgottesdienst mit Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki an diesem Sonntag.  Foto: Sabine Nitsch
    Die Asbacher DRK-Kamillus-Klinik feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Zum Auftakt gibt es einen Wortgottesdienst mit Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki an diesem Sonntag.
    Foto: Sabine Nitsch

    Von unserer Reporterin Sabine Nitsch

    Jetzt feiert die Klinik ihr 50-jähriges Bestehen - mit Prominenz, denn am Sonntag, 26. Juni, zelebriert Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki ab 10 Uhr einen Wortgottesdienst in der klinikeigenen Kirche, der auch nach draußen übertragen wird. Einen Jubiläumsfestakt soll es zu einem späteren Termin geben.

    "Rund um die Klinik war damals kaum Wohnbebauung", erinnert sich Schwester Oberin Gabriela Kreienbaum, die die Anfänge der DRK-Kamillus-Klinik miterlebt hat. Asbach hatte damals ein Problem. Das Hospital der Ehrensteiner Armenstiftung wurde von den Franziskanerinnen betreut und 1956 aufgegeben. Deshalb wurde eine Nachfolgeorganisation für das Krankenhaus gesucht, aber nicht gefunden. Das Blatt wendetet sich erst, als der damalige Bürgermeister Edmund Buchholz einen Anruf aus Düren von Schwester Xaveria, der Oberin der Töchter des Heiligen Kamillus, entgegennahm. Sie fragte, ob es richtig sei, dass in Asbach ein Krankenaus zu verschenken sei.

    Damit war eine echte Win-win-Situation auf Weg gebracht: Der weltweit in der Krankenpflege tätige Frauenorden wollte in Deutschland eine Ordensprovinz samt Krankenhaus begründen, und Asbach suchte dringend eine Lösung für das ehemalige Hospital.

    Der Kamillianer Pater Bernhard Rüther regte dann den Bau einer Klinik zur Behandlung von MS-Patienten an. Die Klinik sollte nach dem Ordensstifter, dem heiligen Kamillus von Lellis, benannt werden. In Zusammenarbeit mit Schwester Xavaria und Buchholz wurde das Konzept für die Klinik erstellt. Bund und Länder sicherten die Finanzierung mit ab, die Caritas und die MS-Gesellschaft Frankfurt und andere Organisationen unterstützten die Realisierung. Außerdem wurde zu Spenden aufgerufen. Die Gemeinde Asbach stiftete das Baugelände, und der bekannte Frankfurter Architekt Günther Balser arbeitete kostenlos die Pläne für das Krankenhaus aus.

    "Für die damalige Zeit herausragend war, dass es keine Treppen gibt. Die Patienten sollten im Rollstuhl ohne fremde Unterstützung überall hingelangen können", erinnert Gabriela daran, dass in Asbach wohl eines der ersten konsequent barrierefreien Krankenhäuser gebaut wurde.

    Das alte Hospital samt Kapelle wurde abgerissen. 1962 erfolgte der erste Spatenstich, 1964 wurde Richtfest gefeiert. Der Neubau umfasste neben dem Klinikgebäude einen besonderen Belegteil mit Entbindungsstation, Schwesternhaus und der großen Kapelle. "Sie wurde so groß konzipiert, damit Rollstühle und auch Betten hingefahren werden können", erläutert Gabriela. "Ich glaube, man kann auch sagen, dass die meisten der heute ungefähr 50-Jährigen aus Asbach und Umgebung hier bei uns das Licht der Welt erblickten", sagt sie lächelnd.

    Mittlerweile ist die Entbindungsstation geschlossen. Das Haus hat sich immer weiter spezialisiert. Heute verfügt die DRK-Kamillus-Klinik über 110 neurologische und 49 internistische Betten. Für die Intensivbehandlung und die Behandlung von Patienten mit einem akuten Schlaganfall steht eine Spezialeinheit zur Verfügung. Neben der Grundversorgung in den Fachabteilungen Neurologie und Innere Medizin werden besondere Behandlungskonzepte für MS-Patienten, Patienten nach Schlaganfällen, für Parkinson-Erkrankungen, Spastik und Bewegungsstörungen, Herzrhythmusstörungen oder Herzinsuffizienz, aber auch Schmerztherapien angeboten.

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