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    NeuwiedIn der Neuwieder Innenstadt geht es bergauf

    In der Neuwieder Innenstadt hat sich etwas getan. Neue Geschäfte und so gut wie kein Leerstand machen sich positiv bemerkbar.

    Eines der positiven Beispiele: Das völlig neu gebaute Geschäftshaus an der oberen Mittelstraße.
    Eines der positiven Beispiele: Das völlig neu gebaute Geschäftshaus an der oberen Mittelstraße.
    Foto: Marcelo Peerenboom

    Neuwied - In der Neuwieder Innenstadt hat sich etwas getan. Neue Geschäfte und so gut wie kein Leerstand machen sich positiv bemerkbar.

    Knapp eineinhalb Jahre ist es her, da zeigte das City-Gutachten die Schwachstellen der Neuwieder Innenstadt schonungslos auf (die RZ berichtete ausführlich). „Heruntergekommen und unattraktiv“ lautete das Fazit, und es schlug ein wie eine Bombe. Das Image der Einkaufsstadt, das durch das Aus von Kaufhaus Claus und den damit verbundenen, sehr prägnanten Leerstand ohnehin schon angeschlagen war, lag am Boden. Doch jetzt kommt die gute Nachricht: Es geht wieder bergauf.Etliche neue Geschäfte haben sich in den vergangenen Wochen in der City angesiedelt. Stadtpressesprecher Erhard Jung und Aktionsforumchef Franz Becher können eine ganze Reihe aufzählen und dabei nicht einmal Vollständigkeit garantieren: In der Mittelstraße haben zum Beispiel die Kaffeerösterei Engel, Jack Wolfskin, Tredy-Fashion, Ulla Popken und Nanu-Nana eröffnet, in der Engerser Straße Mintgen Mode, Alice Fashion und Timeless S. Zudem hat Blumen Gubenko deutlich erweitert.

    In das ehemalige Thalia-Gebäude ist das Markenmoden-Outlet eingezogen, das laut Becher die Testphase beendet hat und bleiben wird. Das gilt auf der anderen Seite der Innenstadt auch für den Media-Markt, der seinen Vertrag für weitere zehn Jahre verlängert hat. Im Schlick-Center hat sich zudem großflächig McFit niedergelassen, im Erdgeschoss findet sich seit einigen Monaten die Drogeriekette Rossmann.

    Und natürlich ist auch das frühere Kaufhaus Claus mit Thalia und C & A seit mehreren Monaten wieder belebt, wenngleich dies nur Binnenumzüge waren, die an anderen Stellen Lücken hinterlasen. Aber immerhin kann Jung berichten, dass bezüglich des ehemaligen C & A-Gebäudes Gespräche über die Nutzung laufen.

    Konkreter sind die Ankündigungen, die Becher mit Verweis auf Heinz-Peter Schmalenbach vom Maklerbüro Theis für das kommende Jahr machen kann: Danach wird Anfang 2012 „Clair's – Schmuck, Accessoires und Mode für junge Frauen“ in die ehemalige Filiale der Bäckerei Scheffel einziehen, im April folgt dann ein inhabergeführtes Tamaris-Schuhgeschäft in der Mittelstraße. Außerdem gibt es „sehr konkrete Verhandlungen“, dass im Haus Mittelstraße 89 eine Bank eröffnet.

    Doch welche Gründe gibt es für die Entwicklung? Erhard Jung betont zunächst, „dass der Standort Neuwied attraktiv ist und sicherlich immer interessanter war als teilweise öffentlich diskutiert“. Außerdem gebe es beim Einzelhandel generell eine starke Fluktuation, die derzeit in eine positive Richtung zeige.

    Dennoch sieht auch er es so, dass sich das Image der Stadt verbessert. „Es ist eine Art Aufbruchstimmung, ohne das übertreiben zu wollen“, sagt er. Wichtig sei, dass viele Immobilienbesitzer verstanden haben, dass sie in der Regel gute Mieter finden, wenn sie in ihre Gebäude investieren.

    „Es lohnt sich nach wie vor in Neuwied“, unterstreicht er und bezeichnet die große Baumaßnahme in der oberen Mittelstraße als nachahmenswertes Beispiel. Darüber hinaus bemühe sich die Stadt seit Jahren, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Er nennt in diesem Zusammenhang Veranstaltungen des Stadtmarketings wie den Gartenmarkt und das Currywurst-Festival.

    Franz Becher bestätigt den Eindruck der positiven Entwicklung ebenfalls. Der Vorsitzende des Neuwieder Aktionsforums nennt dabei das City-Gutachten als wichtigen Grund. „Das darin enthaltene Handlungskonzept hat sehr viel bewirkt“, betont er.

    Unter anderem deshalb sei „die überbordende Zahl“ von Werbeaufstellern stark reduziert worden. Viel wichtiger ist aus seiner Sicht aber, was seit dem Gutachten hinter den Kulissen vorbereitet worden ist. Dazu gehört unter anderem der City-Manager, den das Aktionsforum in Kürze einstellen wird. Wie Franz Becher berichtet, sind 36 Bewerbungen eingegangen, von denen sechs Kandidaten – „allesamt gute, sehr qualifizierte Leute“ – demnächst vorsprechen werden.

    Vor allem aber wird Anfang des kommenden Jahres die Mittelstraße zwischen Luisenplatz und Engerser Straße komplett saniert. Und darauf freuen sich die Gewerbetreibenden, auch wenn für die Bauphase von acht bis neun Monaten Umsatzeinbußen einkalkuliert werden müssen. „Wir sehen es ganz klar als Investition in die Zukunft und wollen die Baustelle deshalb positiv begleiten“, kündigt Becher an. Daher wolle das Aktionsforum einen runden Tisch zum Thema „Baustellenmarketing“ initiieren. Ziel des Ganzen: mit einem offensiven Umgang das Positive herausstreichen.

    Weiter als positive Signale wertet Becher die neue Parkregelung. Vor allem die Freigabe am Samstag ab 14 Uhr sei ein lang gehegter Wunsch der Gewerbetreibenden gewesen, von dem sie sich positive Effekte erhoffen.

    von Ulf Steffenfauseweh

    Neuwied Linz
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