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  • Illegaler Tierhandel? Welpen aus Spanien auf einem Parkplatz verkauft

    Oberhonnefeld-Gierend. Haben Tierhändler auf einem Parkplatz in Oberhonnefeld aus einem Transporter heraus Hunde illegal zum Verkauf angeboten. Eine RZ-Leserin aus Hümmerich beobachtete die scheinbare Tat und verständigte die Polizei in Straßenhaus.

    Gut informieren, wo man den Welpen kauft
    Foto: DPA

    Von unserem Reporter Carsten Liebfried

    Die Beamten ließen die drei Personen aus Spanien jedoch mitsamt den Tieren wieder laufen. Obwohl der Fall schon mehrere Wochen zurückliegt, hat die Frau die Geräusche der Welpen vom Parkplatz noch immer im Ohr. „Es fiepste und quietschte“, erinnerte sie sich im Gespräch mit der RZ. „Wo kommen die Stimmen her?“, habe sie sich damals gefragt. Als sie schließlich den ominösen Transporter entdeckte und einen Blick hineinwarf, war sie geschockt von dessen Inhalt. „Bis unter das Dach waren Käfige gestapelt, ohne Lüftung, und darin steckten die Welpen“, beschreibt sie die Szenerie.

    Als die Zeugin zu ihrem parkenden Fahrzeug zurückkehrte, beobachtete sie, wie Autos mit Kennzeichen aus Hessen und Nordrhein-Westfalen neben dem Transporter hielten. Ein Mann und zwei Frauen übergaben einige Tiere an die Autofahrer. Geld soll geflossen sein. Kurzerhand alarmierte die Frau, die selbst einen Hund besitzt, daraufhin die Polizei.

    Auf RZ-Anfrage bestätigen die Beamten den Vorfall. Laut der mitgeführten Unterlagen handelte es sich aber um „einen angemeldeten Transporter eines Tierschutzvereins aus Spanien“. Die Welpen stammten aus einem Tierheim in Albacete. Alle benötigten Dokumente wie EU-Heimtierpass und Gesundheitsbescheinigungen für die Hunde trugen die Spanier bei sich. Wie die Beamten mitteilten, ist es wohl gängige Praxis, die Hunde auf einem zentralen Platz und nicht in einzelnen Gemeinden zu verkaufen. Das Geschäft diene der legalen Vermittlung und nicht dem illegalen Handel.

    Doch einiges kommt der Frau aus Hümmerich weiterhin spanisch vor: „Warum war kein Tierarzt anwesend, der feststellen konnte, ob die Tiere gechippt und entwurmt waren?“, fragt sie. Außerdem bleibt ihr ein Rätsel, warum drei Menschen mehr als tausend Kilometer aus Albacete bis nach Oberhonnefeld-Gierend fahren, um dort Welpen zu verkaufen. Die Polizeibeamten konnten ihr diese Frage nicht beantworten.

    Erst im Juni hatte sich ein ähnlicher Fall bei Remagen abgespielt. Ein Transporter aus Kroatien hatte 22 Tiere in ein Waldstück gebracht, wo Käufer aus Deutschland warteten. Durch einen anonymen Hinweis kamen Kreisveterinäre und Polizei den in diesem Fall illegalen Hundehändlern auf die Schliche.

    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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