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  • Heimbach-Weis: Schneller Umzug begeistert Tausende [Mit Video]

    Heimbach-Weis. Wenn Heimbach-Weiser Narren Fassenacht feiern, dann haben Regenwolken Pause. Allen Sturmwarnungen und allem Dauerregen am Vormittag zum Trotz erlebten Tausende einen trockenen und fröhlichen Veilchendienstagszug in der Karnevalshochburg.

    Foto: Jörg Niebergall

    Von unserer Mitarbeiterin Andrea Niebergall

    Dabei war es wohl einer der schnellsten Heimbach-Weiser Umzüge der letzten Jahrzehnte: Gerade einmal eineinhalb Stunden brauchte der närrische Lindwurm vom Start am Königsgericht bis hinunter nach Weis zum Wendepunkt. Start war diesmal auch ohne SWR-Übertragung bereits um 13.44 Uhr – eine Uhrzeit, die künftig immer eingehalten werden soll. So ist’s für die Besucher leichter zu merken, und das Prinzenpaar hat gute Chancen, noch im Hellen an der Kirche wieder anzukommen.

    Und als hätte es Petrus gewusst, drehte er die Schleusen im Himmel pünktlichst ab und verhieß den Narren im Dörfje wenngleich nicht bestes, so doch immerhin trockenes Veilchendienstagswetter. Allerdings stellte die Witterung mache Narren im Zug vor Herausforderungen: Kopfbedeckungen flogen dahin, kunstvolle Frisuren zerzauste der neckische Wind, der zeitweise in Böen durch die Straßen fegte. Gefährlich wurde indes nie – es sei denn, man war ein Hut.

    Doch nicht nur übers Wetter wurde geredet, vor allem die tollen Kostüme und Prunkwagen standen im Mittelpunkt. Bei 21 Wagen, 54 Fußgruppen und 22 Musikformationen gab es viel zu sehen. Die Prunkwagen beschäftigten sich wie stets mit aktuellen lokalen und überregionalen Themen: Die Heimbacher Knallköpp wollten nach dem Wasserfund auf dem Mars auch gleich die Fassenacht dorthin exportieren, der G-Trupp entführte mit vollbeweglichem fliegenden Teppich in 1001 Weiser Nächte, die Heimbacher Saupänz widmeten ihr Gefährt dem Fifa-Skandal, und die Dreidröht (Heimbach) feierten ihr „Elfjähriges“ mit einem Ballonfahrerwagen. Der Weiser X-Trupp segelte mit seinem Steam-Punk Wolkenschiff durch die Straßen, die HiLis aus Heimbach ließen Oberbürgermeister Roth einen Hahn für die OB-Qual-Kampf-Suppe rupfen, der Weiser KF-Trupp fuhr im Bulli passend zum VW-Abgasskandal vor, und die Bachwätz bändigten als schicke Toreros einen riesigen Stier.

    Dazu die aufwendigen Prunkwagen der KGs und Tollitäten: Die Obermöhn auf der prächtigen MS Angelika mit Stewardessen der „Klöb-Air“ im Gefolge, Kinderprinzessin Ann-Cathrin mit Pferd und Pokal, Kinderprinz Niklas im Fußball, die Komitees mit Spielesammlung (Heimbach) und Gallierdorf (Weis), und schließlich das Prinzenpaar Volker und Yvonne mit ihrer prachtvollen, mehrstufigen Ritterburg.

    Passend dazu das närrische Fußvolk: Gleich mehrfach wurde der Fifa-Skandal um die WM-Vergaben aufgegriffen: Die Kawänzmännä („Wir schieben Spiele(r)“) kamen wie stets mit rollenden Figuren, die Glockenmänner („Ohne Kohle keine WM ze hole“) verteilten Dollarscheine, und die „Randgruppe“ machte gar den Vorschlag, die WM an den Kieselborn zu holen. Dazu gab es zahlreiche Ausflüge ins Meeresreich: Fische und Frösche, Nixen und Oktopusse fühlten sich in Heimbach-Weis wohl, Badeenten, Piraten und Korsaren an ihrer Seite. Elfen, Waldhexen, Stinktiere, Schildkröten, Blumen, Ananas und Hirsche grüßten aus Wald und Wiese, Spanier, Inkas, Holländer, russische Matroschkas und Hunnen sorgten für ethnische Ausgeglichenheit. Aus Film und Märchen kamen Star-Wars-Helden, Aladins und gestiefelte Kater nach Heimbach-Weis, die Mode steuerte Shopping-Queens und Lagerfelds hinzu. Jockeys, Discokugeln, Pfadfinder, Barockdamen, Punk-Raubkatzen, süße Soldaten, Rockgitarren und natürlich Clowns in allen Variationen ergänzten den bunten Reigen.

    Ohne Spott fürs Nachbardorf ging's natürlich auch nicht: Eckis Eckgeschäft bot Tollitäten im Sonderangebot: „Gladbach gehen die Prinzen aus, wir machen ein Geschäft daraus!“

    Video vom Veilchendienstagsumzug in Heimbach-Weis
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    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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