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  • Für SOS-Kinderdorf: "Bombers" spielen ihr Spiel des Lebens

    Neuwied. Die Eishockey-Hobbytruppe aus der Deichstadt tritt am 10. Dezember bei einer Benefizpartie in Wilhelmshaven an - und hofft auf große Kulisse.

    Foto: Marc Fleischer

    Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

    Eishockey ist nicht Fußball. Wer einen Gegner sucht, kann nicht einfach ins Nachbardorf fahren und spielen. So sind die „Deichstadt Bombers“ längere Touren zu Auswärtsspielen durchaus gewohnt. Was jetzt kommt, sprengt aber doch den Rahmen und dürfte für die Neuwieder Freizeit-Kufenjäger das Spiel ihres Lebens werden: Am 10. Dezember reisen sie nach Wilhelmshaven, um sich dort bei einem Benefizspiel mit den „SV Gödens - Jade Steelers“ zu messen.

    Und dabei erwarten sie eine stattliche Kulisse. Mit rund 500 zahlenden Zuschauern rechnen jedenfalls die Verantwortlichen – und schätzen damit eher zurückhaltend. Denn die Idee für das Benefizspiel ist „geklaut“ aus Landshut, wo die LA Ice Breakers in den vergangenen drei Jahren bei drei ähnlichen Events insgesamt 11 000 Zuschauer angelockt haben.

    „Die Vorfreude ist unbeschreiblich“, erzählt Niklas Hübinger, Spieler und 2. Vorsitzender der Bombers. „Dass wir die Chance bekommen, in diesem Rampenlicht zu stehen und dabei noch eine so gute Sache zu unterstützen, ist für uns ganz klar das Highlight seit Gründung des Teams. Es wird mit einer hohen dreistelligen Zahl an Zuschauern gerechnet, was für uns ganz neu und aufregend ist. Ich denke, es wird auch für jeden persönlich etwas ganz besonderes, was er so schnell nicht vergessen“, ist er sich mit seinem Kollegen Florian Blum (Kassierer) einig.

    Doch wie kamen die Norddeutschen auf die verrückte Idee, ein 450 Kilometer entferntes Team einzuladen? „Marcel Helbich ist schuld“, sagt Bombers-Vorsitzender Fabian Illigens und erzählt, dass er mit dem gebürtigen Melsbacher, der zurzeit bei der Marine in Wilhelmshaven stationiert ist, schon länger befreundet ist. Irgendwann sei der Gedanke an ein Freundschaftsspiel nach Landshuter Vorbild aufgekommen. Und weil Helbichs Freundin Rebecca Hof – auch eine Neuwiederin – im dortigen SOS-Kinderdorf arbeitet, stand auch schnell der gute Zweck fest. Alle Einnahmen – Eintritt: 3 Euro plus Sponsorenzusagen und Versteigerungen von gespendeten Fanutensilien aus den ersten drei deutschen Eishockeyligen - – gehen zu 100 Prozent an die karitative Einrichtung.

    Fasziniert ist Illigens zudem, dass die Sportfreunde im Norden „eine richtig große Nummer“ aus dem Spiel machen wollen. „Was an Resonanz zu unserem Spiel zurückkommt, ist überwältigend, nicht nur, weil sich viele Vertreter aus der regionalen Politik inklusive Bürgermeister angesagt haben“, berichtet er.

    Ein Kompliment, das Helbig gleich zurückgibt: „Es ist für mich ein Spiel gegen Freunde aus der Heimat und einfach nur beachtlich, was Neuwied da auf sich nimmt. Nicht nur die 450 Kilometer Entfernung, sondern auch das Engagement in der Organisation die Unterstützung beim Sponsoring. Am 10. Dezember verbindet uns nicht nur der Sport, sondern auch der Wille, Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern“, betont er.

    Und weil alle schon jetzt so begeistert sind, glauben sie auch fest daran, dass die Premiere keine Eintagsfliege wird. „Es wird sicher ein Rückspiel in Neuwied geben, bei dem wir dann gezielt eine soziale Einrichtung aus unserer Stadt unterstützen werden“, verspricht Illigens.

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    Die Deichstadt Bombers

    Die Deichstadt Bombers gibt es seit 2012. Sie bestehen zur Zeit aus 31 Spielern zwischen 16 und 43 Jahren, die immer mittwochs im Ice House trainieren. Der Kader ist ein bunter Haufen aus ehemaligen Vereinsspielern, Anfängern und reinen Hobbyakteuren. Eine Saison lang haben die Bombers in der NRW-Hobbyliga gespielt. Seit dieser Saison haben sie einen professionellen Lizenz-Trainer und wollen in der kommenden Saison wieder in einer Hobby Liga antreten. Darüber hinaus pflegen sie gute Kontakte zum alten EHC-Rivalen ESC Trier, der aufgrund des Verlusts der dortigen Eishalle aus dem professionellen Eishockey aussteigen mussten. Die Teams treten gegeneinander in Bitburg an.

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