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  • Experten und Patienten gemeinsam gegen Brustkrebs: Tagung im St. Elisabeth-Klinikum

    Neuwied. "Es ist eines der dynamischsten Fachgebiete der Medizin, und wir bringen hier heute die neuesten Erkenntnisse zusammen", erklärte Prof. Dr. Richard Berger, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied, in seiner Ansprache bei der Tagung des Brustzentrums Marienhaus Klinikum. Zum 13. Mal hatte das Elisabeth-Krankenhaus Experten, Betroffene und Interessierte eingeladen, sich einen Vormittag lang mit den jüngsten Entwicklungen in Diagnostik und Therapie von Brustkrebserkrankungen zu beschäftigen. Und wie stets traf auch die 13. Auflage des Symposiums genau den Nerv der Zielgruppe.

    Foto: jn

     

    Einen Rundumblick auf das Thema, gespickt mit neuen Erkenntnissen aus der Forschung, neuesten Behandlungsmethoden und vielen Eindrücken aus der Praxis - mit dieser ganzheitlichen Herangehensweise setzt sich die Tagung in Neuwied stets ein wenig von ähnlichen Veranstaltungen ab. "Unser Publikum besteht etwa zur Hälfte aus Ärzten und zur Hälfte aus Laien", erklärte Berger.

    Im ersten Teil erfuhr das Fachpublikum viel über die die neuesten Erkenntnisse: Prof. Dr. Tanja Fehm von der Universitätsfrauenklinik Düsseldorf fasste die Erkenntnisse aus der jährlichen Zusammenkunft aller Brustkrebsexperten in San Antonio zusammen.

    Besonderes Augenmerk legten Prof. Berger und sein Kollege Dr. Josef Spanier auf Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms. Die Nachweisbarkeit von Tumorzellen im Blut als Indikator für eine höhere Rückfallwahrscheinlichkeit war vor allem für die Forscher im Publikum ein interessanter Themenbereich. Darüber hinaus stellten Experten einzelne Zweige aus der täglichen Behandlungspraxis in den Fokus: Techniken der Brustrekonstruktion, pathologische Diagnostik oder die Nachbestrahlung von Patientinnen, die nach neuesten Studien aus England, die auch in Neuwied umgesetzt werden, deutlich verkürzt werden kann ("hypofraktionierte Bestrahlung").

    Nach der Pause, die reichlich Gelegenheit zum Besuch einer kleinen Industrieausstellung bot, standen vor allem die Patientinnen im Fokus. Wege zu positiver Krankheitsbewältigung und menschlichem Wachstum waren Thema einer Podiumsdiskussion. "Hierbei geht es vor allem darum, sich mit der eigenen Angst auseinander zu setzen", erläuterte Berger. "Die Angst darf nicht die Oberhand gewinnen." Dass im Gegenteil sogar Humor eine große Rolle beim Umgang mit der Diagnose Krebs spielen kann, zeigten die Teilnehmerinnen der Podiumsdiskussion eindrucksvoll auf.

    "Wir können ein sehr positives Fazit ziehen", freute sich Berger am Ende. "Uns liegt das sehr gute Miteinander mit den niedergelassenen Ärzten hier vor Ort sehr am Herzen. Die Patientinnen profitieren davon, wenn wir Hand in Hand arbeiten." Andrea Niebergall

    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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