40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Neuwied/Linz
  • » Entscheidung vertagt: Lastwagen fahren weiter über die L 258
  • Entscheidung vertagt: Lastwagen fahren weiter über die L 258

    Kreis Neuwied. Die Aufhebung des Lkw-Durchfahrtsverbots auf der B 256 lässt weiter auf sich warten. Eigentlich hatte der Kreis im Mai den mitgeteilt, dass dieses spätestens Ende November fallen würde. Entlang der Landesstraße 258, auf die viele Lastwagen aufgrund des Durchfahrtsverbots ausweichen, sorgte das für Erleichterung. Doch daraus wird vorerst nichts. Die Freigabe wird sich auf nächstes Jahr verschieben. Genauere Zeitangaben macht der Kreis dieses Mal lieber nicht.

     Lkw werden auch weiterhin über die L 258 fahren. Foto: Jörg Niebergall
     Lkw werden auch weiterhin über die L 258 fahren.
    Foto: Jörg Niebergall

    Von Angela Göbler und Robin Brand

    Grund für die Verzögerung ist, dass die Ergebnisse von Lärmmessungen, die Voraussetzung für die Freigabe sind, noch nicht vorliegen, informiert die zuständige Dezernentin Hildegard Person-Fensch. Vor der Freigabe will der Kreis vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) die Lärmbelastung innerhalb der betroffenen Wohnungen entlang der Bundesstraße messen lassen. Wo Grenzwerte überschritten werden, soll mit passiven Dämmmaßnahmen nachgebessert werden. Das soll die Entscheidung "gerichtsfest" machen, damit die Aufhebung des Durchfahrtsverbots nicht gleich wieder kassiert wird - die Ortsgemeinde Straßenhaus hat schon signalisiert, gegen die Aufhebung klagen zu wollen.

    All das war jedoch auch schon im Mai dieses Jahres bekannt. Personelle Engpässe nach Krankheitsfällen seien der Grund, warum der LBM die Ergebnisse der Lärmmessungen nicht im angepeilten Zeitfenster liefern konnte, sagt Person-Fensch. "Das ist keine Schuldzuweisung. Ich kann nur Gutes von der Zusammenarbeit berichten." Der Landesbetrieb bestätigt, dass ein Krankheitsfall die Messungen verzögert habe.

    "Wir müssen viele unterschiedliche Interessen berücksichtigen. Und dafür halten wir die Ergebnisse der Messungen für sehr wichtig", sagt die Dezernentin. "Wir wissen, dass viele Bürger auf die Entscheidung warten." Diese wolle man so schnell wie möglich treffen. An der grundsätzlichen Entscheidung, das Durchfahrtsverbot aufzuheben, ändere sich nichts. "Wenn wir eine Entscheidung treffen, muss sie begründet sein", ergänzt Frank Laupichler, in der Kreisverwaltung zuständig für Verkehrsangelegenheiten. Dafür brauche der Kreis die Ergebnisse. "Das sind Dinge, die wir zeitlich gar nicht beeinflussen können. Und so können wir leider die Aussagen vom Frühjahr nicht halten."

    Wenig begeistert nimmt man das naturgemäß im Kirchspiel Anhausen auf. Kürzlich hat sich dort eine Bürgerinitiative gegründet, die dringend Entscheidungen verlangt. "Das Thema beschäftigt uns schon seit mehr als drei Jahren", resümierten die Ortsbürgermeister Heidelore Momm (Anhausen) und Hartmut Döring (Rüscheid) bei einem Treffen mit rund 25 Bürgern in Rüscheid. Im Juli 2013 hatte sich die Gemeinde Anhausen erstmals mit einem Schreiben an die Kreisverwaltung gewandt und angefragt, wann nach der Fertigstellung der Umgehung Rengsdorf mit der Aufhebung der Sperrung auf der Bundesstraße zu rechnen sei, um die Landesstraße durchs Kirchspiel Anhausen zu entlasten. "Damals hieß es noch, man müsse nur noch die Fertigstellung des Kreisels bei Bonefeld abwarten", erinnert sich Heidelore Momm. Inzwischen seien ungezählte Schreiben zwischen den beteiligten Kirchspielsgemeinden, der Kreisverwaltung, dem LBM und dem Verkehrsministerium hin und her gegangen. Zuständigkeiten seien vom einen zum anderen geschoben worden, monieren die Kirchspielsvertreter.

    Mittlerweile hat die Bürgerinitiative "Reduzierung des Schwerlastverkehrs auf der L 258" sich mit einem erneuten Schreiben an den Kreis gewandt und die Freigabe bis zum 15. Dezember verlangt. "Wenn es daran liegt, die Schilder wegzumachen", so witzelten die BI-Mitglieder bei dem Treffen in Rüscheid, "stellen wir gerne unsere Arbeitskraft zur Verfügung und machen es selbst." Sollte alles andere nichts fruchten, wollen sie auch eine Klage erwägen.

    Anzeige
    x
    Top Angebote auf einen Klick
    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

    Mail

    Anzeige
    epaper-startseite
    Rhein-Zeitung Neuwied bei Facebook
    Regionalwetter Neuwied
    Dienstag

    -4°C - 1°C
    Mittwoch

    -6°C - 0°C
    Donnerstag

    -4°C - 1°C
    Freitag

    -4°C - 3°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach