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    Kreis NeuwiedE-Bike kommt auch in Neuwied in Fahrt

    Man sieht sie immer wieder auf den Straßen, und es werden immer mehr: Während in Holland oder Dänemark die sogenannten Elektrofahrräder schon einen regelrechten Boom erleben, gingen sie hierzulande etwas langsamer an den Start. Aber auch im Kreis Neuwied wird die elektronische Radvariante zunehmend beliebter. Noch bis zum Herbst kann man sich im Service-Center der Süwag Energie AG in der Engerser Landstraße 36 in Neuwied so ein motorisiertes Fahrrad kostenlos ausleihen und Probe fahren.

    Von unserer Reporterin Giovanna Marasco

    Kreis Neuwied - Man sieht sie immer wieder auf den Straßen, und es werden immer mehr: Während in Holland oder Dänemark die sogenannten Elektrofahrräder schon einen regelrechten Boom erleben, gingen sie hierzulande etwas langsamer an den Start. Aber auch im Kreis Neuwied wird die elektronische Radvariante zunehmend beliebter. Noch bis zum Herbst kann man sich im Service-Center der Süwag Energie AG in der Engerser Landstraße 36 in Neuwied so ein motorisiertes Fahrrad kostenlos ausleihen und Probe fahren. Wer Gefallen an den E-Bikes findet, muss allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen. Um die 2000 Euro muss bezahlen, wer ein Rad mit Strampelhilfe sein Eigen nennen will. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund ums E-Bike.

    E-Bike, was ist das eigentlich?

    Hergestellt werden Elektroräder schon seit zwei Jahrzehnten. Allerdings waren sie bis vor nicht allzu langer Zeit als Rentermopeds verschrien und bei Jüngeren nicht besonders beliebt. "Eigentlich muss man zwischen E-Bikes und Pedelecs unterscheiden. Erstere haben immer einen Gasgriff und fahren auch, wenn man nicht tritt. Man braucht einen Führerschein, und das Fahrzeug muss zugelassen werden. Pedelecs sind Freizeit- und Fitnessgeräte, bei denen man strampeln muss und einen Motor hat, der einen dabei unterstützt", erklärt Detlef Hoffmann, Abteilungsleiter E-Bikes bei Fahrrad XXL Franz in Mühlheim-Kärlich, der die Probier-Pedelecs für die Süwag zur Verfügung stellt. Es gibt schnelle und langsame Varianten: Ein E-Bike ohne Kennzeichen und mit 250 Watt Motorleistung wird bis Tempo 25 elektronisch unterstützt. Die etwas flotteren werden bis auf 45 Stundenkilometer angetrieben. Hier wiederum ist aber ein Versicherungskennzeichen Pflicht, und ohne Mofa-Führerschein darf man sich nicht auf das Gefährt setzen. Auch wenn keine Helmpflicht besteht: "Es empfiehlt sich dringend, einen anzuziehen. Die haben richtig Tempo", warnt Hoffmann. Mit den schnellen Pedelecs darf man innerorts nur dann auf Radwegen fahren, wenn diese auch für Mofas freigegeben sind.

    Für wen sind Pedelecs interessant?

    "Das können junge Familien sein, Paare, wo der eine trainierter ist als der andere, ältere Menschen oder Berufspendler. Gerade für die lohnt sich das: Man ist bei gleichem Kraftaufwand einfach flotter am Ziel und könnte theoretisch auch im Anzug fahren, da man nicht ins Schwitzen kommt", weiß Hoffmann. Und er spicht aus Erfahrung: Jeden Tag fährt er selbst 15 Kilometer mit seinem Pedelec auf die Arbeit.

    Sind sie schwierig zu fahren?

    "Gar nicht, man gibt auf Knopfdruck Gas zu und muss sich nur zwischen zwei bis vier Unterstützungsstufen entscheiden. Ansonsten muss man ja nichts machen", erläutert Hoffmann.

    Wie lange halten die Akkus, und wie geht das mit dem Aufladen?

    Die Faustregel lautet: Je größer die Akkuleistung, desto größer die Reichweite. "Der Akku ist so etwas wie die Tankfüllung für das Pedelec. Mit einem großen Akku kann man im Schnitt um die 120 bis 150 Kilometer weit fahren", erklärt der Fachmann. Aber auch mit einem normalen Akku bringt man es auf eine Distanz von 70 bis 75 Kilometer. Bei den höherpreisigen Modellen sind zwei Akkus dabei, die man austauschen kann, um so die Ausfahrt je nach Lust und Laune zu verlängern. Für rund zehn Cent Strom schaffen es manche Akkus, den Radler bis zu 100 Kilometer weit zu bringen. "Das kann nichts unterbieten", bringt es Hoffmann auf den Punkt. Strom beziehen die Pedelecs von der heimischen Steckdose. Die Ladegeräte haben die Größe von Ladestationen, wie man sie von Digicams oder vom Laptop-Netzteil her kennt. Nach fünf bis zehn Stunden, je nach Hersteller und Akkugröße, sind die Velos wieder bereit zur Ausfahrt.

    Wie sollte ein gutes E-Bike ausgestattet sein?

    "Gute Bremsen sind sehr wichtig, denn man ist ja doch etwas schneller unterwegs. Es sollte bequem sein, man muss sich einfach wohl darauf fühlen. Die einen haben einen sanften Einstieg bei Motorunterstützung, die anderen weniger. Der eine mag es aufrecht wie auf dem Hollandrad, der andere lieber sportlich. Man muss einfach mal Probe fahren", rät Hoffmann. Zudem gibt es verschiedene Antriebsarten, und jede hat ihre Vorzüge: Heck-, Mittelmotor- und Frontantrieb. Beim Mittelmotorantrieb lobt Hoffmann die angenehme Gewichtsverteilung. Und allen, die auf eine Rücktrittbremse Wert legen, empfiehlt er den Frontantrieb. Es gibt zudem eine Neuheit: Den Impulsantrieb, der einen Mittelmotor mit Rücktritt vereint.

    Alle Infos zur Ausleihe gibt's unter www.ku-rz.de/ebike

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