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    Drei mutige Männer verhinderten Brand

    Straßenhaus/Hombach - Sie wollten nach dem Böllern eigentlich gerade wieder reingehen und weiterfeiern. Doch da sahen die drei den Feuerschein im Nachbarhaus. Durch ihren beherzten Einsatz haben Georg Hauk, Christopher Dietz und Stephan Wilsberg in der Silvesternacht einen schlimmen Wohnungsbrand im Neustädter Ortsteil Hombach verhindert. Das Polizeipräsidium Koblenz hat die Retter jetzt in Straßenhaus geehrt.

    Danke! Die Polizei ehrt die Retter in der Silvesternacht (von links): Georg Hauk (39), Christopher Dietz (32) und Stephan Wilsberg (26).
    Danke! Die Polizei ehrt die Retter in der Silvesternacht (von links): Georg Hauk (39), Christopher Dietz (32) und Stephan Wilsberg (26).
    Foto: Dorothea Müth

    Die Männer waren zu Gast auf zwei Partys in Hombach und um Mitternacht auf der Straße, um Neujahr zu feiern. Angesichts der Flammen im Wohnzimmer gegenüber hatten sie zeitgleich den gleichen Impuls und setzten ihn sofort um. Wilsberg erinnert sich: "Wir haben an die Tür getrommelt, überall Lärm gemacht, ob jemand da ist." Hauk kletterte parallel über einen Pfahl auf den im Hochparterre gelegenen Balkon. "Ich habe gedacht, die Scheibe kann man reparieren, und habe sie eingetreten."

    Dann arbeiteten sie Hand in Hand: "Ich habe Tisch, Lampe und Stühle, die schon im Feuer standen, rausgegeben, die Jungs haben sie übers Geländer geworfen", erzählt Hauk. Dass sie keine Sekunde gezögert haben, hat einen Schaden von Zehntausenden Euro verhindert, meint Andreas Neumann von der Polizei. Die Flammen hätten bald auf Tapeten und Vorhänge übergegriffen: "Aus einem Entstehungsbrand wird in zwei Minuten ein Vollbrand."

    Dietz hatte, wie sein Neustädter Kollege, zuvor schnell die Feuerwehr alarmiert, "doch als die kam, waren wir fertig", sagt Wilsberg lachend. Die Wehr musste nur noch die Möbelstücke ablöschen. Und als der Streifenwagen der Polizei eintraf, war alles erledigt.

    Das Polizeipräsidium Koblenz weiß: Es braucht solche "vorbildlichen" Bürger, die mit ihrer Courage "zu einem sicheren, lebenswerten Miteinander beitragen". So steht es in der Ehrungsurkunde, die der Leiter der Polizei Straßenhaus, Daniel Herfen, den Helfern überreichte. Zum Dank erhielten die drei Retter außer der Auszeichnung sinnigerweise jeder eine Taschenlampe, die am Griffende mit einem Nothammer versehen ist. Hauk hatte sich beim Eintreten der Balkontür nämlich eine Schnittverletzung zugezogen.

    Das ältere Ehepaar, dem das brennende Wohnzimmer gehörte, feierte den Silvesterabend selbst bei Bekannten. Vermutlich löste eine nicht ganz gelöschte Kerze, die auf einer Serviette stand, das Feuer aus. Als das Ehepaar eintraf, dauerte die Aufnahme des Falls noch etwa zwei Stunden. Hauk, Dietz und Wilsberg, die alle bescheiden wirken und kein Aufhebens um ihren "selbstverständlichen" Einsatz machen, feierten da längst wieder. "Wir freuen uns, dass wir etwas Gutes getan haben", sagt der Neuwieder Hauk.

    Von unserer Redakteurin Dorothea Müth

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