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    BlockBlock muss einen neuen Ortsbeirat wählen

    Nicht einmal zwei Jahre nach der Kommunalwahl müssen die Blocker erneut an die Urnen - wegen eines Kuriosums mit traurigem Hintergrund.

    Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

    Block. Block ist klein. Gut 900 Einwohner hat der zwischen der Innenstadt und Engers gelegene Stadtteil. Politisch war hier in den vergangenen Monaten nicht allzu viel los. Der Ortsbeirat tagte zuletzt im März. Doch jetzt sorgt er für ein Kuriosum mit traurigem Hintergrund: Eineinhalb Jahre nach seiner konstituierenden Sitzung muss das Gremium neu gewählt werden – weil 50 Prozent der zur Wahl angetretenen Personen tot sind und es nur noch ein Mitglied gibt.

    109 Stimmen für Verstorbene

    Zur Geschichte: Bei der Kommunalwahl im Mai 2014 treten vier Kandidaten an: der damals amtierende Ortsvorsteher Claus Petry von der FWG und die drei Sozialdemokraten Gabriele Hartenfels, Timo Schmitz und Ursula Sebastiany. Da die Gemeindeordnung für einen Ort von Blocks Größe eine vierköpfige Besetzung vorsieht, werden sie sämtlich gewählt – einem ersten traurigen Kuriosum zum Trotz: Denn Ursula Sebastiany verstirbt vor dem 25. Mai. Sie erhält trotzdem 109 Stimmen – die wohl zumindest zum Großteil mittels Brief schon vor ihrem Ableben abgegeben worden sein dürften.

    Da Gabriele Hartenfels parallel zur neuen Ortsvorsteherin wird, konstituiert sich der Beirat mit nur noch zwei Mitgliedern. Und gleich in der ersten Sitzung geht es ungewöhnlich weiter, als die Stellvertreterwahl auf dem Programm steht: Sowohl Petry als auch Schmitz wollen das werden.

    Und weil Hartenfels in diesem Punkt nicht mitstimmen darf, kommt es, wie es kommen muss: Beide bekommen ihre eigene Stimme. Das Patt wird jedoch in einer Besprechungspause aufgelöst: Schmitz verzichtet, Petry bekommt im zweiten Wahlgang beide Stimmen.

    Anschließend tagt der Beirat noch einmal, ehe Anfang November Claus Petry überraschend mit nur 65 Jahren stirbt (die RZ berichtete). So ist lediglich noch Schmitz übrig, womit die laut Hauptsatzung vorgesehene Mindestmitgliederzahl von zwei unterschritten ist. Die daher nötige Neuwahl hat der Stadtrat nun für den 13. März angesetzt – parallel zur Landtagswahl.

    Bis zu 700 Flüchtlinge kommen

    Und auf das neue Gremium könnte viel mehr Arbeit zukommen: Denn Block wird in Kürze deutlich wachsen, wenn das kurz vor der Fertigstellung stehende Containerdorf für bis zu 700 Flüchtlinge eröffnet. Denn auch wenn die damit verbundenen politischen Entscheidungen nicht in der Kompetenz des Ortsbeirates liegen, wird er als Ansprechpartner für die Bürger wohl an Bedeutung gewinnen.

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