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  • BI "Rettet die Kuhheck" hat zum zehnten Mal demonstriert

    Dierdorf. Die Bürgerinitiative (BI) „Rettet die Kuhheck“ lässt nicht locker: Im Vorfeld der jüngsten Sitzung des Dierdorfer Verbandsgemeinderates protestierten Bürger zum inzwischen zehnten Mal gegen die Ausweisung der „Kuhheck“ in der Mierienhausener Exklave als Standort für Windkraftanlagen. Sie skandierten unter anderem „Windenergieanlagen – ja, in der Kuhheck – nein!“

    Dierdorf - Die Bürgerinitiative (BI) „Rettet die Kuhheck“ lässt nicht locker: Im Vorfeld der jüngsten Sitzung des Dierdorfer Verbandsgemeinderates protestierten Bürger zum inzwischen zehnten Mal gegen die Ausweisung der „Kuhheck“ in der Mierienhausener Exklave als Standort für Windkraftanlagen. Sie skandierten unter anderem „Windenergieanlagen – ja, in der Kuhheck – nein!“

    Seit September 2009 machen Bürger aus den Orten Roßbach, Mündersbach, Maroth und Freirachdorf mobil. Sie wehren sich dagegen, dass über ihre Köpfe hinweg daran gearbeitet wird, Windräder in der „Kuhheck“ zu etablieren – und das „in einer Senke, die sich durch eine hohe Artenvielfalt auszeichnet“. Experten haben bei der Anhörung im Juni auf Vorkommen von Rotmilan und Schwarzstorch aufmerksam gemacht.
    Dabei betonten die Mitglieder der BI um Sprecherin Ilse Bracher jetzt erneut, dass Windenergieanlagen „ein entscheidender Eckpfeiler“ der regenerativen Stromerzeugung sind. Nur: „Wir sind alle davon überzeugt, dass es dafür im Kreis Neuwied bestens geeignete Standorte gibt, die von der Verbandsgemeinde Dierdorf ausgewiesen werden müssen.“ Die „Kuhheck“ zählt aus Sicht der Gegner jedenfalls nicht dazu. Bracher betonte während der Demo noch einmal: „Meine Lieben, wir sind uns einig: Windenergie zu realisieren an den dafür geeigneten Stellen, ist eine tolle Sache, möglichst durch ortsnahe Genossenschaften und Experten, zusammen mit den betroffenen Bürgern.“
    Die Demonstranten forderten die Dierdorfer Kommunalpolitiker erneut auf umzukehren. In der Bürgerfragestunde wandten sie sich mit konkreten Fragen an Bürgermeister Bernd Benner. So wollte Heidi Thelen-Krämer wissen, inwiefern die Verbandsgemeinde noch an ihrem Plan festhält, die „Kuhheck“ als Windkraftstandort auszuweisen. Benner dazu: „Ich sage es gern noch einmal: Die Verbandsgemeinde lässt ihr Planungsverfahren ruhen, solange das Verfahren des Investors beim Kreis läuft. Anschließend machen wir uns die Erkenntnisse zunutze.“
    Auf die Frage hin, warum nicht andere Flächen in der Verbandsgemeinde benannt werden, entgegnete der Bürgermeister: „Es gibt zweifellos windhöffigere Flächen, etwa wenn ich an Elgert oder Wienau denke. Doch es gab im vorangegangenen Planungsverfahren Ausschlussgründe – wie den Flugplatz bei Wienau.“ Gleichwohl, so räumte der Verwaltungschef ein, seien infolge der Debatten rund um die Energiewende potenzielle Windkraftstandorte in der VG Dierdorf wiederholt zu beleuchten.
    Eine dritte Frage der Bürger bezog sich darauf, ob der Rat schon erwogen habe, bestimmte Flächen für Windkraft auszuschließen. Da verwies Benner noch einmal auf die vorherigen Versuche der VG, Flächen für Windenergie auszuweisen. Damals blieb nur die Exklave im Westerwaldkreis übrig. Allerdings, so gab er zu bedenken, könne man nicht alle Gebiete von vornherein ausschließen: „Wenn dann ein Investor kommt und sagt, das sei eine reine Verhinderungsplanung, muss man handeln.“

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    Nina Borowski

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